Düsseldorf Verkehr

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Die Kombination von Bus, Taxi, Fahrrad und Elektrofahrzeug auf einer Umweltspur ist ungewöhnlich und Düsseldorf-Style

Düsseldorf macht ernst: Zwei Umweltspuren kommen noch vor Ostern

„Es ist alternativlos und wird nicht ohne Verkehrsbeeinträchtigungen vonstatten gehen, aber es muss sein“ ist die Botschaft von Oberbürgermeister Thomas Geisel und Verkehrsdezernentin Cornelia Zuschke, als sie am Mittwoch (20.1.) die Realisierung der beiden Umweltspuren auf Merowinger und Prinz-Georg-Straße vorstellten. Noch vor den Osterferien werden die Spuren markiert und schaffen eine „Düsseldorfer-Umweltspur“ - als erweiterte Busspur, die auch von Taxen, Radfahrern und Elektrofahrzeugen genutzt werden darf.

Woanders funktioniert es schon

In verschiedenen anderen Deutschen Städen funktionieren die Umweltspuren bereits und daher gebe es keinen Grund, warum dies in Düsseldorf nicht klappen sollte, betonte Cornelia Zuschke. Da in die Gewohnheiten der Verkehrsteilnehmer eingegriffen wird, rechnet sie mit kontroversen Diskussionen und Beschwerden. Doch die beiden Umweltspuren werden im Testbetrieb für ein Jahr durchgezogen, das sei alternativlos, stellte die Dezernentin klar. Als es vor Jahrzehnten darum ging, Fußgängerzonen zu schaffen, hätten auch viele Autofahrer protestiert und sich nicht vorstellen können, dass dies einmal zum Stadtbild gehören würde. Jetzt seien Fußgängerzonen eine Selbstverständlichkeit und so werde es bei den Umweltspuren auch sein, da ist Zuschke sich sicher.

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Zwei Testbetriebe

Die Stadt hat einen hohen Handlungsdruck, denn ein Dieselfahrverbot droht und das möchte niemand haben. Im Luftreinhalteplan sind der Stadt im Februar weitere Maßnahmen auferlegt worden; die Umweltspuren gehören dazu. Deshalb wird es noch vor Ostern die beiden ersten geben.

Markiert wird der Bereich der Merowinger Straße zwischen Südring und Bilker Bahnhof stadteinwärts. Die rechte der beiden Fahrspuren ist dann nur noch für Busse, Taxen, Fahrräder und Elektrofahrzeuge zugelassen. Die Polizei hat die Aufgabe, dies zu kontrollieren. Rund 25.000 Fahrer nebst Autis quälen sich aktuell pro Tag durch diesen Bereich – demnächst auf nur noch einer, auf der linken Fahrspur.

Die zweite Umweltspur wird an der Prinz-Georg-Straße entstehen. Dort erfolgt die Umwidmung im Bereich zwischen Moltkestraße und Bagelstraße in beiden Fahrtrichtungen.

So könnte es weiter gehen

Sobald die Prüfungen abgeschlossen sind, könnte als dritte Spur die komplette Achse vom Werstener Kreuz über Corneliusstraße, Berliner Allee bis hin zur Kaiserstraße folgen. Ob die Umweltspuren für Fahrgemeinschaften freigegeben werden dürfen, wird derzeit noch rechtlich geprüft.

Der Erfolg der Umweltspuren wird durch Verkehrszählungen, Nutzerbefragungen, Luftmessungen und Reisedatenauswertungen gemessen. Erste Ergebnisse werden im Sommer vorgestellt.

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