Düsseldorf Verkehr

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Der Bilker Bahnhof ist ein ÖPNV-Knotenpunkt in Düsseldorf

Düsseldorf startet Diskussion um Mobilität der Zukunft

In das Congress Center Düsseldorf hatte die Stadt am Mittwoch (11.10.) die Bürger eingeladen, um über die Verkehrsentwicklung und Mobilität zu sprechen. Düsseldorf, die wachsende Landeshauptstadt muss sich den Veränderungen stellen.

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Beigeordnete Cornelia Zuschke bei der Eröffnung des Verkehrsforums, Foto: Stadt Düsseldorf, Ingo Lammert

Cornelia Zuschke, Dezernentin für Stadtplanung, Bauen und Verkehr, hat in ihrem Zuständigkeitsbereich neben den vielen Bauaktivitäten in der Landeshauptstadt auch den großen Bereich der Mobilität zu verantworten. Große Herausforderungen stehen an, wie sie in ihrer Begrüßung und Einführung darstellte. Weert Canzler vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung gab einen Ausblick auf die Rahmenbedingungen, Anforderungen und Trends der Mobilität der Zukunft.

Doch viele Besucher waren eher an ihren konkreten aktuellen Verkehrs-Problemen interessiert als an der Zukunft. Schon bei der Anreise zum Verkehrsforums in der Stadthalle konnten die Besucher, die mit Bussen und Bahnen anreisten, feststellen, dass es deutlich besser angebundene Hallen in der Stadt gibt.

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Die Initiative Angemund an ihrem Informationsstand, Foto: Initiative Angermund

Rund 300 Besucher waren der Einladung der Landeshauptstadt gefolgt und sie konnten sich vor dem Start der Diskussionsforen an den Ständen verschiedener Initiativen und Organisation über Ideen und Projekte informieren. So stellte die Initiative Angermund die Frage, wie Lebensqualität und Mobilität vereinbar sind. Die Angermunder kämpfen seit Langem für einen guten Lärmschutz beim Ausbau der Bahngleise für den neuen RRX. Die Bahn sieht nur Standardlärmschutzwände für Angermund vor, die Initiative wünscht sich eine komplette Einhausung der Gleise.

Auch die Anwohner in Stockum, wo die neue U81 gebaut werden soll, sehen die Notwendigkeit einer neuen Bahnlinie, würden sich aber eine Tunnellösung wünschen und nicht eine Brücke, die ihr Wohngebiet durchqueren soll.

Viele Bürger sehen die Pläne der Stadt kritisch, Wohnbebauung im großen Stil zu realisieren, da die Beliebtheit der Landeshauptstadt einen stetig wachsenden Bedarf an bezahlbarem Wohnraum nach sich zieht. Sie vermissen ein durchdachtes Verkehrskonzept bevor gebaut wird.

Diskussionsforen

Auf dem Marktplatz waren neben der Rheinbahn auch die Verkehrswacht Düsseldorf mit einem Seh- und Reaktionstest und die Stadtwerke mit den mietbaren Elektrorollern "Eddy" vertreten. Technikinteressierte besichtigten ein Testfahrzeug aus dem Projekt KoMoD (kooperative Mobilität im digitalen Testfeld Düsseldorf). Bei KoMoD werden fahrerlose Fahrzeuge unter realen Bedingungen auch auf einer Teststrecke in Düsseldorf getestet und die Daten dabei erfasst.

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Rund 300 Besucher diskutieren bis in den Abend, Foto: Stadt Düsseldorf, Ingo Lammert

In sechs Foren konnten die Teilnehmer die Themen "Verkehrsentwicklung - Aufgaben und Ziele für den Verkehrsentwicklungsplan im Sinne eines 'Mobilitätskonzeptes 2030+', "Optimierung der ÖPNV-Infrastruktur - U81 (Rheinquerung)/Neue Netze - erweiterte Möglichkeiten", "Innovative Verkehrsmittel - Beispiel Seilbahn oder andere ergänzende Systeme", "Fahrradstadt Düsseldorf", "Stadtverträglicher Wirtschaftsverkehr und Stadtlogistik" und "Verkehrssicherheit" diskutieren.

Die Ergebnisse aus dem Verkehrsforum werden in das "Integrierte Mobilitätskonzept 2030+" einfließen.

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Der Rhein-Ruhr-Express (RRX) soll eine spürbare Entlastung für alle Pendler im Ruhrgebiet bringen. Doch bis er im 15-Minuten-Takt rollen kann und nach Angaben der Bahn täglich 24.000 PKW-Fahrten überflüssig macht, muss viel Vorarbeit geleistet werden. Es müssen neue Gleise gelegt werden. Anwohner fürchten Lärm durch den Bau, aber auch durch die deutlich höhere Taktung, wenn der RRX fährt. Für den 19. Dezember hat die Bezirksregierung den ersten Erörterungstermin in Düsseldorf für den Abschnitt Zoo bis Unterrath terminiert.

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Eine Bilanz des Schneetages in Düsseldorf finden Sie hier.

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