Düsseldorf Verkehr

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Arjen, Fahrradaktivist aus Amsterdam, drehte auf einem knapp 30 Zentiometer Clowsrad seine Runden und machte Düsseldorf Komplimente wegen seiner Fahrrad-Euphorie. 

Düsseldorf steigt aufs Fahrrad: „radaktiv“ bringt tausende Neugierige ans Rheinufer

 Gutes Rad ist teuer. 2000, 3000 Euro – nach oben hin scheinen keine Grenzen gesetzt. Das wurde am Sonntag (17.6.) beim Fahrradfest radaktiv am Düsseldorfer Rheinufer rasch klar. Dennoch strömten mehrere tausend Menschen zusammen, um sich die neusten Fahrräder anzusehen, Fahrradreisen zu planen, E-Bikes auszuprobieren oder ganz einfach – um Spaß zu haben. Das vielleicht größte Kompliment für das nicht mehr ganz so radlose Düsseldorf gab es von Aussteller Arjen aus Amsterdam: „Wow, ihr holt schnell auf! Wir sind seit Jahren in Deutschland unterwegs und sehen eine tolle Entwicklung.“

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Viele tausend Neugierige kamen zum Fahrradfest radaktiv ans Düsseldorfer Rheinufer.

Sprach‘s und drehte auf dem kleinsten Exemplar der Fahrradmeile seine runden: Arjen hatte sich auf einem knapp 30 Zentimeter hohen Clowns-Fahrrad zusammengefaltet. Mit www.cyclefunproductions.org versuchen er und seine Mitstreiterinnen der Fahrradbewegung Rückenwind zu geben. „Slowbiking“ ist für diese Gruppe mindestens 50 Prozent purer Spaß am Radeln.

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Vorgeschmack auf die "Größte Kirmes am Rhein": kontrollierte Fahrradloopings - allein durch Muskelkraft.

Da sind manche deutschen Pedalritter allem Anschein nach verbissener unterwegs. In bunten Trikots und festgeklickt an den Pedalen, als ginge es gleich auf eine Tour-de-France-Etappe. Beim Kopf-Überschlag-Radeln oder vor der Musikbühne, deren Verstärker den Strom auf vier Stehfahrrädern permanent erzeugt werden musste konnten sie sich austoben.

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Die Musiker auf der Bühne waren nur zu hören, wenn die vier Stehradler davor genug Strom erstrampelten.

Nick vom Bilker Fahrradladen „Rad ab“ erläuterte einen Londoner Klapprad-Import, 13 Kilogramm schwer und zusammengefaltet in jedem Bus, jede Straßenbahn und jede S-Bahn mitzunehmen. Von der Haltestelle oder dem Bahnhof aus wird auf dem auseinander gefalteten Rad dann die finale Etappe aus eigener Pendler-Kraft bewältigt.

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Martins Rudovics aus Krefeld hat sein Lastenrad zur Kaffeeebar ausgebaut und sich stilecht "Late" auf den rechten Unterarm tätowiert.

Gleich nebenan zischte und schnorchelte es abwechselnd und der Wind vom Rhein her trug verheißungsvoll duftende Kaffee-Schwaden in die Menge der Schau-Luistigen. Martins Rudovics aus Krefeld hat auf seinem Lastenfahrrad alles versammelt, was zu einem ordentlich gebrühten Espresso oder Latte Macchiato notwendig ist. Bis hin zur Kardamon-Streudose. Er hatte dem Anschein nach am Sonntag gut zu tun.

Stadradeln in Düsseldorf gestartet

Auf mehreren Teststrecken konnten Interessenten neuste Lastenräder ausprobieren oder erstmals am Drehgriff eines Elektrofahrrad drehen. Für manchen war das der Beginn einer wunderbaren Freundschaft.
Neben all der Fahrrad-Hardware und dem schier unendlichen Ausrüstungskosmos waren alle jene Gruppen unterwegs, die noch mehr Düsseldorfer in den Sattel helfen wollen. Das Stadtradeln startete, bei dem innerhalb der nächsten zwei Wochen möglichst viele Düsseldorfer auf ihr Auto verzichten sollen und stattdessen mit dem Fahrrad pendeln, einkaufen, zu Freunden fahren – eben all das erledigen, was Stadtmenschen so machen.

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Die Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" sammelte Unterschriften, damit sich noch mehr Düsseldorfer in den Sattel schwingen.

Die Grünen und der ADFC, der Allgemeinde Deutsche Fahrradclub sammelten Unterschriften. Für mehr Respekt für Fahrradfahrer im Düsseldorfer Verkehr, für mehr Abstand zu Autos und Lastwagen, für mehr Rad-Expertise in der Verwaltung, 1000 Kilometer Radschnellwege und 300 Kilometer ´überregionale Radwege pro Jahr, kostenlose Mitnahme von Rädern in der Rheinbahn. Details gibt es unter www.aufbruch-fahrrad.de.
Der radaktiv-Tag war aus Sicht der Organisatoren ein voller Erfolg.

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