Düsseldorf Verkehr

D_Hafenalarm_Groschek_11042016

Die Initiative Hafenalarm demonstrierte gemeinsam mit dem BUND vor den Rheinterrassen gegen das neue Wasserstraßen-, Hafen und Logistikkonzept für NRW

Düsseldorfer Häfen sollen auf der Logistikerfolgswelle mitschwimmen

Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat am Montag (11.4.) ihr neues Wasserstraßen-, Hafen- und Logistikkonzept vorgestellt. Darin wirbt Verkehrsminister Groschek für eine Aufwertung der Logistikbranche und den Ausbau von NRW als Drehkreuz für den internationalen Güterverkehr.

Groschek sieht NRW nicht nur als Transitland für Güter, sondern als Teil der Wertschöpfungskette. Dabei sieht er große Chancen in der Entwicklung der Beziehungen zu China, dem Iran und der Türkei. Wie die chinesische Regierung spricht er von einer neuen Seidenstraße, deren Anfang und Ende in NRW zu finden sei. Die wirtschaftliche Entwicklung fordere aber den Ausbau der Kapazitäten in NRW und auch für Düsseldorf gibt es Pläne.

D_Hafenalarm_Groschek1_11042016

Die Logistikbranche hat einen schlechten Ruf - zu unrecht wie Michael Groschek findet

Der Hafen Reisholz ist in den Plänen enthalten

Die Landesregierung hat Hafenflächen von Experten prüfen lassen und da die Flächen in Neuss und Krefeld am Limit sind, sehen sie im Hafengebiet Reisholz noch Raum für Erweiterung. Groschek appelliert an die Bürgermeister der Region sich als „Hafenkapitäne“ zu sehen. Denn die Planungshoheit für den Flächennutzungsplan liegt bei den Kommunen. Er forderte den Schutz von anderer städtebaulicher Entwicklung. Der Ausbau der Logistik würde nachhaltige Wertschöpfung und damit Einnahmen für die Stadt bringen.

"Hafenalarm" sieht Pläne als Bedrohung

Alles andere als begeistert über diese Empfehlungen waren die Mitglieder der Initiative Hafenalarm, die vor der Veranstaltung in den Rheinterrassen ihre Plakate und Banner ausgerollt hatten. Erstaunt waren sie, als Minister Groschek schon vor neun Uhr zu ihnen kam und in einem Gespräch zusagte, ihre Sorgen ernst zu nehmen.

D_Hafenalarm_Saal_11042016

250 Teilnehmer kamen zur Vorstellung des neuen Konzeptes in die Rheinterrasse

Konzept als Chance

Drinnen wurde er dann konkreter: Den Vorwurf der Umweltbelastung durch den hohen Schadstoffausstoß der Schifffahrt wollte er nicht gelten lassen. Die Binnenschifffahrt sei der ökologischste Weg des Transportes und mit geeigneten Fördermitteln sei auch eine Modernisierung der Flotten möglich. Der Rhein soll zwischen Duisburg und Dormagen eine tiefere Fahrrinne erhalten. Auch bei Niedrigwasser sei eine Verladetiefe von 2,5 Meter angestrebt. Da die Prognosen für den Containerumschlag in den NRW-Häfen bis zum Jahr 2030 von einer Steigerung von einer Millionen auf 1,8 Millionen Containern ausgehen, sieht er die Chance im Ausbau von Häfen und Kanälen. Zur Entlastung der Straßen sollen Bahn und Binnenschiff stärker in Transportketten einbezogen werden. Er sieht die Häfen als trimodale Logistikknoten und fordert die optimierte Anbindung von Schiene, Straße und Wasserstraße. Die Häfen und die Unternehmen der Logistikbranche seien Wachstumsmotoren für Wirtschaft und Arbeitsmarkt.

Zurück zur Rubrik Verkehr

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Verkehr

D_Kofferkontrolle_20170915

Nach mehr als zwei Monaten Chaos im Abflugbereich des Düsseldorfer Flughafens und der Androhung rechtlicher Schritte durch die Flughafen GmbH will nun die Essener Sicherheitsfirma Kötter reagieren. Am späten Freitagnachmittag (15.9.) teilte sie mit, man werde die Personalkontrollen um 50 Mitarbeiter aufstocken. Der Mitteilung zufolge soll dies bis Ende Oktober geschehen.

D_Flughafen_AirBerlin_20170913

Am Mittwochvormittag sind in Düsseldorf 30 der 182 Starts- und Landungen von Air Berlin ausgefallen. Betroffen waren auch Eurowings-Flüge, die mit von Air Berlin angemieteten Maschinen und Crews starten sollten. Für die Annullierungen gab es eine Reihe von Gründen. Zum einen haben sich, dem Vernehmen nach, 149 Piloten der Air Berlin krank gemeldet – vermutlich im Zusammenhang mit der Unsicherheit über ihre berufliche Zukunft. Hinzu kamen Auswirkungen gestriger Streichungen. Zudem sind drei Flugbewegungen Richtung Miami und Fort Myers wegen der Unwetter in Florida abgesagt worden.

a46sperrung

Maschinenbauer steuern und überwachen online die kompliziertesten Industrieanlagen –weltweit. Straßen NRW ist mit einem einfachen Tunnel dazu nicht in der Lage. Am kommenden Wochenende sind deshalb die A46 Tunnel Wersten und Universität von Samstag, 9. September, 16 Uhr bis Sonntag, 10. September, 23 Uhr voll gesperrt. Begründung: Die erst im vergangenen Jahr nachgerüstete Sicherheitstechnik müsse überprüft und gewartet werden.

report-D: Social Media / RSS

Bildergalerien von report-D