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Düsseldorf möchte Fahrradstadt werden, der Fahrradkongress soll Wege aufzeigen

Vision Fahrradstadt Düsseldorf

Wem bei den Worten Fahrrad und Düsseldorf nur der Start der Tour de France im vergangenen Jahr und vielleicht noch die Kosten dazu einfallen, denkt zu sehr in der Vergangenheit. Denn Düsseldorf will zur Fahrradstadt werden und das nicht ganz freiwillig. Die Stadt wächst und damit der Verkehr. In Folge gibt es massive Probleme mit der Luftqualität, weshalb nun vielleicht die Dieselfahrzeuge der Stadt fern bleiben müssen. Da wäre es doch schön, wenn viel mehr Menschen mit dem Fahrrad in die Stadt kämen und so auch gleich das Parkplatzproblem der PKW gelöst wird. Vorbilder sind Städte wie Kopenhagen und Amsterdam. Wie das mit den Fahrrädern dort funktioniert und ob das auch eine Option für Düsseldorf wäre, hörten sich am Dienstag rund 300 Besucher beim Fahrradkongress an.

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Rund 300 Besucher informierten sich beim ersten Düsseldorfer Fahrradkongress, Foto: Stadt Düsseldorf, Michael Gstettenbauer

Die Turbinenhalle der Stadtwerke bot den äußeren Rahmen für den ersten Düsseldorfer Fahrradkongress. Rund 300 Interessierte waren gekommen, um sich über aktuelle Entwicklungen für Radfahrer zu informieren. Effizienz bei der Mobilität wünschte sich Oberbürgermeister Thomas Geisel, der den Kongress eröffnete und die Gäste begrüßte. Das Rad soll das zentrale Verkehrsmittel in der Stadt werden, ganz nach dem Vorbild von Kopenhagen und Amsterdam. Grüne Welle für Fahrräder, Busse und Bahnen, das werden Autofahrer nicht gerne hören. Denn viele stehen beispielsweise auf der Friedrichstraße empört im Stau, weil die Radfahrer nun eine Spur für sich haben.

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Freie Fahrt für Zweiräder, Stau für PKW - das soll Radfahren attraktiver machen

Auch Verkehrsdezernentin Cornelia Zuschke möchte den Radverkehr attraktiver zu machen und ihn als alltägliches Verkehrsmittel etablieren. Für sie ist es wichtig sofort in kleinen Schritten Maßnahmen wie Markierungen und Bordsteinabsenkungen umzusetzen. Auch Lerke Tyra vom ADFC möchte schnelle Veränderungen. Denn wenn die Düsseldorfer merkten, dass das Fahrrad als Transportmittel nicht nur praktisch und konfortabel, sondern auch schnell sei, würden viele gerne vom Auto umsteigen.

Auf dem Fahrradkongress sollen Ideen für die Zukunft der Mobilität in der Stadt, urbane Verkehrsentwicklung, Lebensqualität und Verkehrswende und die Bedeutung des Fahrrades dabei entwickelt werden. Dazu betrachteten politische Vertreter, Mobilitätsexperten und Düsseldorfer gemeinsam wie andere Städte erfolgreich Maßnahmen umgesetzt haben.

Ein Architektur- und Stadtplanungsbüro aus Kopenhagen stellte den Wandel in der dänischen Hauptstadt vor. In einer Kurzanalyse wurden mögliche Handlungsfelder für Düsseldorf vorgestellt. Der Anteil des Radverkehrs liegt aktuell bei nur 14 Prozent - viel Luft nach oben, meint nicht nur OB Geisel. Im Vergleich nutzen rund 40 Prozent der Kopenhagener das Rad. Nach ersten realisierten neuen Radwegen an der Friedrichstraße, Elisabethstraße und Aachenerstraße sollen nun weitere folgen. Eine Verbindung wird von der Karlstraße über den Stresemannplatz bis zum Wehrhahn eingerichtet. Neben den Radwegen muss die Stadt auch an Parkmöglichkeiten für die Zweiräder denken. Aktuell gibt es rund 8.000, zu wenig, wenn immer mehr Menschen auf das Rad umsteigen.

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