Düsseldorf Verkehr

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Im Vordergrund zeigen OB Thomas Geisel (l.) und der DB-Konzernbeauftragte Werner Lübberink symbolisch das Startsignal. Dahinter gibt Zugleiterin Janca Korioth-Royla die Fahrt frei.

Von Düsseldorf nach Stuttgart in zweieinhalb Stunden: neue Sprinter ICE der Deutschen Bahn

Streng genommen ist die rote Bahnmütze mit 58 eine Nummer zu groß für Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel (Hutgröße 57). Aber die Dienst-Kopfbedeckung fällt ein wenig kleiner aus. Also passt sie wie angegossen; gerade so, als wären Geisel und Gleise eins. Am Sonntag (9.12.) gaben der Oberbürgermeister und der DB-Konzernbevollmächtigte für NRW, Werner Lübberink, das Startsignal für den ICE 1013. Denn zum Fahrplanwechsel bekommt Düsseldorf bei steigenden Fahrpreisen (Kasten siehe unten) drei zusätzliche Zugverbindungen nach Frankfurt und Stuttgart. Deren Fahrtzeit von Düsseldorf Hauptbahnhof zum Stuttgarter Hauptbahnhof beträgt zwei Stunden 32 Minuten. Für das Auto ermittelt Google Maps vier Stunden und neun Minuten als Fahrtzeit für rund 400 Straßenkilometer.

„Sprinter“ nennt Lübberink den Zug der Zeit. Im Rennen um wertvolle Minuten lassen die neuen ICEs Köln Hauptbahnhof und Frankfurt Hauptbahnhof links liegen und stoppen in Köln-Deutz und Frankfurt Flughafen. Es empfiehlt sich also, ganz genau in den Fahrplan zu gucken. Die neuen Sprinter starten als ICE 1011 um 8.52 Uhr, als ICE 1013 um 10.52 Uhr  und als ICE 919 um 18.52 Uhr. Da die Bahn in Zugpaaren denkt, gibt es spiegelbildlich auch mehr Ankünfte.

Neuerungen nach Himmelsrichtungen

Die weiteren Änderungen mit dem  neuen Fahrplan: Die Fahrpreise steigen an (siehe Kasten am Ende). Gen Hamburg werden von Düsseldorf aus bisherige ICs auf ICEs umgestellt – mehr Komfort, verspricht die Deutsche Bahn, die allerdings von ihren Fahrgästen gerade dafür kritisiert wird, dass der ultraneue ICE 4 mit Sitzen bestuhlt ist, die von vielen als unbequem empfunden werden.

In Richtung Ostdeutschland gibt es täglich zwei neue IC-Züge von Düsseldorf über Erfurt und Jena ins thüringische Gera.

Gen Westen rennt die DB gegen den Thalys an – ab sofort mit einer zusätzlichen Verbindung pro Tag nach Brüssel (Umsteigen in Köln). Und ab April 2019 mit einem weiten, dem dann siebten Zug pro Werktag. Damit wäre dann einen Zwei-Stunden-Takt in die europäische Hauptstadt sicherstellt.

Südwärts kommt samstags der ICE 526 hinzu – der via Nürnberg nach München rollt.

Das neue digitale Stellwerk für Düsseldorf (Investitionssumme: 300 Millionen Euro), die anstehende Runderneuerung auf dem Düsseldorfer Bahnhofsvorplatz samt neuem Hochhaus komplettieren die Projekt-Palette der DB in Düsseldorf. Geisel und Lübberink vermitteln den Eindruck großer Harmonie.

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OB Thomas Geisel (l.) und der DB-Konzernbeauftragte Werner Lübberink im Gespräch.

Und ignorieren beim Fototermin, dass das Dach auf Bahnsteig 15 und 16 auf eine Strecke von mehreren Metern undicht ist; Regenwasser tropft durch. Das werde im nächsten Jahr repariert, sagt eine Bahnsprecherin. Der Bahnhofschef rechne mit 1,5 Millionen Euro kosten, um Düsseldorfs Bahnhofsdächer dicht zu bekommen.

Bahnfahren wird teurer

Im Fernverkehr kosten Fahrscheine im Durchschnitt 1,9 Prozent mehr, so die Bahn. Dies bezieht sich auf den vollen Fahrpreis, den die Bahn „Flexpreis“ nennt. Die Kategorien „Sparpreise“ (ab 23,90 Euro) und „Supersparpreis“ (ab 19,90 Euro) sollen erhalten bleiben.
Im Regionalverkehr werden Bahnfahrten im Durchschnitt 1,5 Prozent teurer, so die DB-Mitteilung. Dies bezieht sich auf Fahrtstrecken über einen Verkehrsverbund – wie den für Düsseldorf zuständigen VRR – hinaus.
Die Bahncards 25 und 50 kosten so viel wie bisher, ebenso die Platzreservierung mit 4,50 Euro.
Die Bahncard 100 wird in der zweiten Klasse um 125 auf 4.395 Euro angehoben, in der ersten Klasse um 214 auf 7.439 Euro.
Wer seine Fahrkarte erst im Zug löst, muss künftig 19 Euro statt bislang 12,50 Euro als Gebühr bezahlen.

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