Kultur

D_TF_Selfie_20170518

Wir Düsseldorfer meckern gerne bei einem schönen Gläschen Crémant über den Grand Départ, den großen Start der Tour de France 2017 in unserem Möchte-gern-Klein-Paris. Ein einziger Reklamerummel sei das, viel Geld, Gedöns und blöde Dekoration für ein paar Momente, die nur Radsport-Fans interessieren. Aber halt, die Chose hat auch kulturelle Aspekte, ja, da staunen Sie, Mesdames et Messieurs! Im NRW-Forum, dieser Forschungsstation für eine Philosophie der westlichen Lebensart, wurde soeben eine Ausstellung über den „Mythos Tour de France“ eröffnet, die auch Sportschau-Verächtern gefallen wird.

D_Spiel_um_Zeit_16052017

Das Stahlwerk ist bekannt für Events vieler Art. Im Juni betreten Stefan Prill, Betriebsleiter des Stahlwerks, und Regisseur Sascha Dücker Neuland und bringen das Theaterstück „Spiel um Zeit“ in die ehemalige Fabrikhalle. Das Junge Ensemble Mariengarden führt das Stück um das Mädchenorchester von Auschwitz auf, das auf wahren Begebenheiten beruht.

D_OpenAirKino_20170516

Habemus Open-Air-Kino! Im Jahr der Tour de France musste Veranstalter Sven Kukulies viele Wochen lang strampeln, um die notwendigen Sponsoren zu finden. Dem Vernehmen nach winkten sehr viele Firmen ab – mit dem Hinweis: „Wir haben schon für die Rad-Sause gezahlt.“ Doch wie in einem guten Hollywood-Klassiker gibt es auch für die Filmnächte am Rhein ein Happy End. Der Reiseveranstalter alltours ersetzt als Namensgeber den bisher dort stehenden Commerzbank-Ableger.

D_Schloendorff_11052017

„Ich bin offen für persönliche Fragen“, versprach Volker Schlöndorff bei der NRW-Premiere seines neuen Films „Rückkehr nach Montauk“ am Donnerstag (11.5.) im Cinema. Der 78-jährige nahm sich reichlich Zeit, um geduldig über die Vorbereitungen und Dreharbeiten seines wohl persönlichsten Werks zu plaudern.

D_Trotta_draussen_201705

Mit 14 gab‘s ein Fahrrad. Endlich. Margarethe von Trotta radelte fortan zu ihren Lieblingsstellen bei Düsseldorf Kaiserswerth am Rhein. Dort machte die Schülerin des Theodor-Fliedner-Gymnasiums ihre Hausaufgaben und sah auf den Strom. „Das hat mir damals sehr geholfen.“ Und es bindet sie als Erinnerung noch heute an den Rhein, an Düsseldorf. Am Freitag (12.5.) kommt ein Grund hinzu: Die 75-jährige Regisseurin, Autorin, Schauspielerin, bekommt den 15., mit 10.000 Euro dotierten Helmut-Käutner-Preis.

D_Sofa_Nico_07052017

Auf diesem roten Sofa saßen bereits viele Hundert Menschen. Fotograf Horst Wackerbarth hat sie dort abgelichtet. Unter Ihnen Prominente, aber auch ganz normale Liebhaber der Fotokunst des Meisters. Am Freitag bannte er alle, die eine Spende für das Housing First Projekt von fiftyfifty in den gläsernen Zylinder warfen auf ein Couch-Polaroid und signierte dieses.

D_zakk_Tice_20170505

Wer steckt hinter der AfD – und was kann gegen diese Partei getan werden? Mit sehr gut besuchten Workshops zu diesem Thema startete der Freitagnachmittag im zakk. Er mündete in einem Konzert, zu dem Düsseldorf stellt sich quer (DSSQ), die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN), SJD – Die Falken und die Künstlerinnen Sookee, Leila Akinyi und Tice eingeladen hatten. Titel: Heimatabend.

D_K21_Netz_20170424

Es könnte sein, dass Sie an der Kasse von K21 ein paar aufgekratzte junge Leute treffen, die so gar nicht zum üblichen Klientel flüsternder und schreitender Museumsbesucher passen. Das liegt an Tomás Saraceno (43). Seit der argentinische Installationskünstler 2013 seine begehbare Stahlnetzkonstruktion „in orbit“ unter dem Glasdach des ehemaligen Ständehauses angebracht hat, ist es cool, dort das Abenteuer zu suchen. Sechs neue Mini-Ausstellungen machen den Besuch im neuen Teil der Landesgalerie zudem noch ein bisschen spannender.

D_MargarethevonTrotta_20170421

Sie kämpft bis heute. Da stimmt auch der 75. Geburtstag wenig altersmilde. Sie kämpft – dagegen, dass die Männer die guten Drehbücher umsetzen dürfen, dass die Jungs am Set das Sagen haben. Sie kämpft – wenn es sein muss auch für eine Frauenquote auf dem Regiestuhl. Nun legt der Leiter des Düsseldorfer Filmmuseums, Bernd Desinger, die kugelsichere Weste an. Denn bei ihm ist sie am 12. Mai zu Gast: Margarethe von Trotta kommt, um ihren Helmut-Käutner-Preis 2017 abzuholen.

D_Wismer_6340_14042017

Irgendetwas bleibt immer unerledigt. Beat Wismer, der scheidende Chef des Museums Kunstpalast, wollte eigentlich noch eine große Ausstellung über das Weiterleben der abstrakten Kunst machen. Zu spät. Jetzt hat er ganz entspannt ein paar gegenstandslose Lieblingsstücke aus der Sammlung ausgesucht und präsentiert sie als Teil seiner langen Zeremonie des Abschieds im Erdgeschoss-Saal: „Beauty is a Rare Thing“, Schönheit ist ein seltenes Ding.

D_Cranach_VenusmAmor_20170407

Der Meister hat die Forschung ausgetrickst: Welcher Pinselstrich von ihm selbst ausgeführt wurde, lässt sich nicht mit letzter Sicherheit sagen. Denn Lucas Cranach der Ältere (1472-1553), der begnadete Maler, war vor allem ein gewiefter Kunstunternehmer. Mit seiner Wittenberger Werkstatt produzierte er Tausende von Gemälden und zigtausend Grafiken der Marke Cranach. Sein professionelles Team – ein Dutzend Gesellen, später auch die eigenen Söhne Hans und Lukas der Jüngere – musste seinen Stil so perfekt beherrschen, als wär’s ein Stück vom Chef persönlich. Die Kundschaft hatte nichts dagegen. Das Signet der Cranach-Werkstatt, eine Schlange mit Fledermausflügeln, galt als Garantie für Qualität und Prestige.

D_Rosin_28032017

„Kinder sind das beste, kritischste und das härteste Publikum“, sagt einer, der es wissen muss: Volker Rosin. Über 35 Jahre steht der gelernte Kindergärtner und Sozialpädagoge nun schon auf der Bühne. Mit seiner Musik begeistert Rosin kleine und große Fans. Sein soziales Engagement führte dazu, dass die Gemeinschaftsgrundschale Amstadter Weg in Volker-Rosin-Schule umbenannt wurde. Im vergangenen Jahr gründete der umtriebige Musiker eine Stiftung, die sich für Integration und Verständigung in sozialen Projekten einsetzt.

D_Bild_1_27032017

Nein, das ist keine dieser Ausstellungen, die jeden Museumsbesucher auf Anhieb betören. Ehrlich gesagt, könnte man die vergilbten und ergrauten Papiere, oft nur Fetzen, in ihren dezenten Rahmen leicht übersehen – auf dem Weg zu spektakulärer Malerei. Doch ehe uns der alte Meister Cranach (ab 8. April) mit seinen raffinierten Schönheiten in den Kunstpalast lockt, sollten wir doch einen Blick werfen auf „Idea et Inventio“ (Idee und Erfindung), eine Auswahl von 100 italienischen Zeichnungen des 15. und 16 Jahrhunderts aus der historischen Sammlung der Kunstakademie.

D_AKHD_Oxenfort_27032017

Bei strahlendem Sonnenschein draußen hatten sich am Sonntag (26.3.) zahlreiche Besucher in der Dominikanerkirche St. Andreas in der Altstadt versammelt und erinnerten an die Kinder und Jugendlichen, die dieses Konzert nicht mehr erleben konnten. Der Schirmherr des Ambulantes Kinder- und Jugendhospizdienstes (AKHD Düsseldorf), Engelbert Oxenfort, hatte das Konzert gemeinsam mit dem Düsseldorfer Mädchenchor/Jungenchor und Pater Elias Füllenbach organisiert.

D_Helga_Meister_17032017

So ist sie nun mal: Kommt meistens zu spät, in Eile und zerzaust, redet dazwischen, drängelt sich vor, grinst wie ein freches Mädchen und kennt einfach keine Zurückhaltung. Über Dr. Helga Meister wird in der Düsseldorfer Kulturszene viel gestöhnt und noch mehr getratscht. Aber letztendlich stehen alle stramm vor der meinungsfreudigen Journalistin, deren Alter niemand so genau kennt. Seit circa 50 Jahren gehört sie zu dieser Stadt wie eine Institution.

report-D: Social Media / RSS

Bildergalerien von report-D

report-d.de

Seit 2015 publiziert report-D.de | Internetzeitung Düsseldorf |24 Stunden, 7 Tage die Woche Nachrichten aus Düsseldorf, Deutschland und der Welt.
Mit einem journalistischen Qualitätsanspruch greift report-D.de die aktuellen Düsseldorfer Themen aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Sport und Karneval auf. Ergänzt wird das topaktuelle und in einer eigenen Redaktion produzierte lokale Angebot durch die wichtigsten Nachrichten aus NRW, Deutschland und der Welt. Das redaktionelle Angebot ist auf die Bedürfnisse moderner Online-Leser abgestimmt.
600.000 Einwohner in Düsseldorf haben Dank report-D.de den barrierefreien Zugang zu lokalen Informationen. Zusammen mit unserer Partnerseite report-K.de für Köln sind wir ein starkes Doppel am Rhein.
Unsere Anzeigenkunden profitieren von unserem starken regionalen Bezug und erreichen so hohe Durchklick- und Responseraten. Dazu bieten wir im Anzeigenbereich innovative Konzepte und miteinander vernetzte Methoden an, die den Erfolg unserer Kunden steigern.

Datenschutzerklärung  |  Impressum