Kultur

D_WiClub_gruen_20181119

Geld regiert die Welt – aber ein bisschen Kunst darf dabei sein. Die Düsseldorfer Galerie Bernd A. Lausberg präsentiert im gediegenen Wirtschaftsclub „3 plus 1“: drei Fotokünstler und einen Bildhauer. „Feinsinnige Beobachter unserer Welt“ seien sie alle,  bescheinigte Anne Rodler vom Kunstpalast.

D_ART_Fenster_15112018

Die Verunsicherung war deutlich bei der Pressekonferenz zur Art Düsseldorf 2018. Nach einem glanzvollen Start im vorigen Jahr stand Gründungsdirektor Walter Gehlen nun allein auf der Bühne im Böhler Areal und musste nach Worten suchen. Sein langjähriger Partner auf dem Kunstmarkt, Marketing-Experte Andreas Lohaus, schied im Spätsommer überraschend aus der Geschäftsführung aus, um sich, so Gehlen, „mit anderen Themen zu beschäftigen“. Und, ganz heikel: Auch die Schweizer Messegesellschaft MCH, Betreiberin der Weltmesse Art Basel und zu 25 Prozent an der Art Düsseldorf beteiligt, zieht sich zurück. Sie will sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren und verkauft ihre Anteile an den Meistbietenden. Da kann man nur sagen: Don’t give up!

D_Global_aussen_20181110

Der alte Chef interessierte sich nicht für die politische Korrektheit von Kunstgeschichte. Werner Schmalenbach (1920-2010), bis 1990 amtierender Gründungsdirektor der Kunstsammlung NRW, hatte nur einen Antrieb: „Die Lust auf das Bild“. So nannte er ein Buch über sein leidenschaftliches Leben mit der Kunst. Und so, mit den Augen und dem Herzen eines Liebhabers, trug er eine der schönsten Sammlungen der klassischen Moderne zusammen: Picasso, Matisse, Miró, Max Ernst und die anderen Großen. Alles nur westliche Ansichten, findet Schmalenbachs heutige Nachfolgerin Susanne Gaensheimer. Sie hat das Haus umräumen lassen und präsentiert nun mit einem Team von Kuratorinnen ihr „museum global – Mikrogeschichten einer ex-zentrischen Moderne“.

D_Enkelson_Sieger_11062017

In Düsseldorf ist er längst kein Unbekannter mehr – der Singer-Songwriter „enkelson.“. „Jeder für sich“ soll seine erste CD heißen und damit diese noch im Dezember erscheinen kann, startete er ein Crowdfunding-Projekt.

D_Zero_Kugeln_20181019

Die alten Zero-Fans sind ergraut und haben ihre eigenen Erinnerungen an eine Zeit, als die Kreativität noch nicht im Business verankert war. Die neuen Zero-Manager sind jung, international vernetzt und wissen, wie man das Thema Kunst heutzutage verkauft. Im sanierten Atelierhaus wurde ein Souvenir-Shop eingerichtet. Es gibt Zero-T-Shirts für 25 Euro, Zero-Beutel für vier Euro, dazu Notizbücher, Plakate, Literatur mit Nostalgiefaktor, runde Mousepads mit Aufschrift: „Zero ist der Mond“. Very nice! Parallel zu einer englischsprachigen Konferenz in der Akademie, wo Wissenschaftler aus New York oder Amsterdam ihre Thesen in smarten Vorträgen vertreten, durfte der gemeine Kunstfreund das „Open House“ an der Hüttenstr. 104 besuchen.

D_Kokolores_Band2_11102018

Ein Wohnzimmerkonzert im Henkelsaal? Die Vorstellung mag etwas verwundern, aber die Gäste des ersten Wohnzimmerkonzerts von Kokoloren und Freunden haben schnell gemerkt, wie gemütlich das sein kann. Eine Bar auf die Bühne, Sofas und heimelige Deko und dazu viel Musik – perfekt. Und wer bei Kokolores an Karnevalsmusik denkt, der wurde am Mittwochabend (10.10.) eines besseren belehrt, die können deutlich mehr.

D_CaoFei_Wanne_05102018

Yes, wir haben verstanden. Susanne Gaensheimer, regierende Chefin der Kunstsammlung NRW, ist ein Global Player der Kuratorenszene. Sie will und wird dem hiesigen Kulturbürger immer wieder außereuropäische Gegenwartskunst vorführen, auch wenn er zuckt, der westliche Geschmack. Nach Akram Zaataris arabischer Rätselflut und den Konzepten des indischen Raqs Media Collective präsentiert sie im K21 nun, was auch in New York und Paris als cool gilt: die Videos und Installationen der Chinesin Cao Fei. 1978 in der Millionen-Stadt Guangzhou geboren, erlebte die Tochter eines staatlich anerkannten Bildhauers das chinesische Wirtschaftswunder und die von Geschäftsinteressen geleitete Öffnung des Systems. Erfolgreich macht sie nun ihr eigenes Business mit dem, was der Katalog „Die Kunst der überschwänglichen Mehrdeutigkeit“ nennt.

D_PS_Aufm_20180926

Ein wenig Jokus muss schon sein. Sonst gucken wieder nur ein paar Stammgäste und die Medien bringen kreuzbrave Vorberichte, wenn überhaupt. Deshalb versucht es Generaldirektor Felix Krämer im Kunstpalast nun mit Lack und Leder. „PS: Ich liebe Dich“ hat das ehrwürdige Haus im Ehrenhof schon vor der Eröffnung eine Mauerecke gekostet. Denn anders wäre der Lamborghini Countach 5000 GV, Baujahr 1986, 12 Zylinder, 455 PS, Höchstgeschwindigkeit: 295 Stundenkilometer, gar nicht erst aus dem Lastenaufzug gekommen. 29 blitzende, blinkende Sportwagen ruhen bis zum 10. Februar 2019 auf aluminiumgrauen, mal 25, mal 45 Zentimeter hohen Sockeln in zwei Ausstellungssälen. Der Kunstpalast zeigt Chrom-Juwelen.

D_Novemberrevolution_Plakat_26092018

Mit der Novemberrevolution wurde 1918 das Kriegsende, das Wahlrecht und der gesetzliche Acht-Stunden-Tag erreicht. Die Theaterperformance „November Revolution in Düsseldorf“ erinnert am Samstag (29.9.) und Sonntag (30.9.) als lebendiges Denkmal an die Ereignisse in Düsseldorf und den hundertsten Geburtstag.

D-StefanSchmidtke_20180924

Der Festivalkurator Stefan Schmidtke wird Programmdirektor des Festivals Theater der Welt 2020 in Düsseldorf. Darauf haben sich das Internationale Theaterinstitut (ITI) und das Düsseldorfer Schauspielhaus verständigt. Seine Arbeit beginnt in wenigen Tagen.

D_Zweifel_pinkBlau_20180921

Zweifel sind angebracht. Schon immer war der Sprache nicht zu trauen. Was in der Menschheitsgeschichte als Tatsache verstanden wurde, konnte genauso gut ein Märchen sein oder eine Metapher, getragen von Glauben, Liebe, Hoffnung, Hass. Heute, im Zeitalter des digitalen Zaubers, lügen auch vermeintlich eindeutige Abbilder. Fotografien und Filme lassen sich so perfekt verändern, dass niemand die Schnitte bemerkt. Zugleich können sie sich ungehemmt im Netz verbreiten – genau wie Behauptungen aller Art. Den Verschwörungstheorien sind keine Grenzen mehr gesetzt. Im NRW-Forum kann man mal darüber nachdenken, an der Welt verzweifeln und sich doch auch ein bisschen amüsieren: „Im Zweifel für den Zweifel“ heißt eine schön maliziöse Kunstausstellung zum Thema Weltverschwörung.

D_China_Bonsai_19092018

Am Wochenende gab es wieder mal ein China-Fest vor dem Düsseldorfer Rathaus: so rot, so golden, so kitschig-populär, der Himmel hing voller Troddeln und Lampions. Auch Chinas Porzellan gilt im Westen als verspielt. Man erwartet üppig bemalte Bodenvasen, reichlich Drachen, Blüten, Figuren. Dabei waren solche Dekors eher für den ordinären Hausgebrauch gedacht – und für den Export in den chinaverliebten Westen des 19. Jahrhunderts. Die feine chinesische Art hingegen ist zurückhaltend. Der Kaiser trank seinen Tee aus zarten eintönigen Schalen, die eine besondere Bedeutung hatten. Das kann man jetzt im Hetjens-Museum lernen.

D_Koelgen_aussen_12092018

Das Düsseldorfer Museum heißt jetzt nur noch Kunstpalast. Das klingt frischer, cooler, moderner. Und so ist auch der Stil des neuen Generaldirektors Felix Krämer. Er hat das Haus geöffnet, Trennwände entfernt, Hemmschwellen beseitigt, den Shop und die Kassen ins Foyer geholt. Vier der kraftvoll geschichteten Skulpturen von Tony Cragg markieren bis Februar den Ehrenhof. Und bevor ab Ende September das Design legendärer Sportwagen in einer frechen Schau gefeiert wird („PS: Ich liebe Dich“), präsentiert Krämer nun einen Klassiker der rheinischen Moderne: den Maler Walter Ophey (1882-1930) und seine betörenden Bilder.

D_Buergerstiftung_becker_03112017

Michael Becker ist seit September 2007 Intendant der Düsseldorfer Symphoniker sowie der Tonhalle Düsseldorf. Nun wurde sein Vertrag bis Sommer 2024 verlängert. Nachdem der Rat der Stadt im Juli beschlossen hatte, die Tonhalle künftig als eigene Gesellschaft zu führen, wird Becker zusätzlich Geschäftsführer.

D_Schauspiel_Saisonstart_Schulz_20180908

(Der Berichterstatter kommt von links auf die Bühne und stolpert über ein aufgeweichtes Reclam-Heft, das auf dem Boden liegt)
„Man muss vor diesem Wilfried Schulz warnen. Gewiss, er ist nicht groß an Gestalt und schaut auf den ersten Blick intellektuell drein. Abgehoben und durchgeistigt, irgendwie, wenn Sie mich fragen. Doch lassen Sie sich nicht täuschen, er ist ein gemeingefährlicher Mann. Schauen Sie sich dieses verschmitzte Schmunzeln an! Mit dem wird das nichts mit dem populistischen Säurebad für Anstand und Werte und Demokratie. Der springt glatt mitten rein ins ätzende Vollbad und holt alle drei da raus.“

(Der Leser schaut stirnrunzelnd auf. Er hat sein Tablet in eine Zeitung eingeschlagen und legt gerade eine virtuelle Bildschirm-Patience, während er so tut, als würde er den Leitartikel studieren)
„Nun machen Sie aber mal einen Punkt. Wieso springen sie hier so auf und ab? Beruhigen Sie sich doch erst einmal. Sie machen immer entschieden zu viel Alarm da, mit diesem…äh, in dieser Gazette…Sie sollten ihre Mitte finden, ihr Central.“

report-D: Social Media / RSS

Bildergalerien von report-D

report-d.de

Seit 2015 publiziert report-D.de | Internetzeitung Düsseldorf |24 Stunden, 7 Tage die Woche Nachrichten aus Düsseldorf, Deutschland und der Welt.
Mit einem journalistischen Qualitätsanspruch greift report-D.de die aktuellen Düsseldorfer Themen aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Sport und Karneval auf. Ergänzt wird das topaktuelle und in einer eigenen Redaktion produzierte lokale Angebot durch die wichtigsten Nachrichten aus NRW, Deutschland und der Welt. Das redaktionelle Angebot ist auf die Bedürfnisse moderner Online-Leser abgestimmt.
600.000 Einwohner in Düsseldorf haben Dank report-D.de den barrierefreien Zugang zu lokalen Informationen. Zusammen mit unserer Partnerseite report-K.de für Köln sind wir ein starkes Doppel am Rhein.
Unsere Anzeigenkunden profitieren von unserem starken regionalen Bezug und erreichen so hohe Durchklick- und Responseraten. Dazu bieten wir im Anzeigenbereich innovative Konzepte und miteinander vernetzte Methoden an, die den Erfolg unserer Kunden steigern.

Datenschutzerklärung  |  Impressum