Kultur

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Die Puristen unter den Kulturbürgern sind sicher not amused. Doch Felix Krämer denkt anders. Ein Ausstellungshaus voller Kontraste – das ist für ihn „der perfekte Kunstpalast“. Nachdem der Generaldirektor im letzten Jahr hochglanzpolierte Autos am Düsseldorfer Ehrenhof würdigte, als wären es Skulpturen, präsentiert der Direktor nun, gleich neben der furchtbar ernsten und politisch gewichtigen Kunst der DDR, den Pariser Modeschöpfer Pierre Cardin: „Fashion Futurist“. Muss das sein? Nein. Aber es macht ungeheuren Spaß, lockt ganz neue Leute und vertreibt den letzten Rest von Langeweile aus dem Museum. Mit Spiegeln, Filmen und funkelnder Beleuchtung wurde der Kunstpalast in eine glamouröse Bühne verwandelt. Man kommt sich gleich ganz plump und underdressed vor.

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Dieses Faltblatt kann einen ganz kirre machen. Alle Jahre wieder verwirrt das Düsseldorfer Kulturamt seine Bürger mit einer winzig bedruckten Liste von Kunstpunkten, die beim besten Willen kein Mensch abarbeiten kann. 484 Maler und Bildhauer (natürlich beiderlei Geschlechts) präsentieren in diesem Jahr ihre Werke in offenen Ateliers mit 217 verschiedenen Adressen im gesamten Stadtgebiet. Wer genießen und entdecken will, sollte daraus bloß keine Schnitzeljagd machen. Einfach was aussuchen. Wir sind am Sonntag (15.9.) zwischen Bilk und Holthausen unterwegs gewesen.

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Erst die Arbeit, dann das Vergnügen, meine Herrschaften! Zwei Wochen vor der musealen Modenschau über „Fashion Futurist“ Pierre Cardin im Düsseldorfer Kunstpalast präsentiert der vielseitige Direktor Felix Krämer „Utopie und Untergang – Kunst in der DDR“. Man ist ja schließlich der Bildung verpflichtet. Und der Moral. Nach Krämers Ansicht ist es beschämend, dass sich seit dem Mauerfall kein anderes Institut im deutschen Westen (Berlin gilt nicht) für das Thema zu interessieren scheint. So wird das natürlich nichts mit der inneren Einheit. Denn, so Krämer eindringlich: „Es ist wichtig, dass man sich füreinander interessiert.“ Da hat er Recht.

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Kann schon sein, dass Düsseldorf nie so richtig hingesehen hat, wenn es um die Bilder von Norbert Tadeusz (1940-2011) ging. Denn der Zeitgeist seiner Generation schwärmte für Konzepte und Installationen, während der gebürtige Dortmunder unbeirrt bei der figurativen Malerei blieb. „Ich male, was ich gesehen habe“ – der knappe Satz war sein Credo. Welche Kraft und Wucht vom monumentalen Werk des Norbert Tadeusz ausgeht, zeigt jetzt der Kunstpalast mit der ersten Ausstellung der Herbstsaison.

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„Hamburch, meine Perle“ – diese Hymne haben sie beim HSV gerade abgeschafft. Bernhard Paul poliert die Perle in Düsseldorf wieder auf. Mit einem Balanceakt zwischen Klischee und Klasse. Rotzfrech und sentimental. Rock und rotierenden Menschen und Kegeln und Bechern.

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Noch bis zum 23. August können Besucherinnen und Besucher im Foyer der Volkshochschule am Bertha-von-Suttner-Platz die Ausstellung "Fan.Tastic Females – Football Her.Story" erleben. Die Fortuna Fans von F95.Antirazzista haben gemeinsam mit Fortuna Düsseldorf, dem Fanprojekt, der VHS und dem Gleichstellungsbüro die multimediale Wanderausstellung nach Düsseldorf geholt.

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In meiner Kindheit hatten wir auch mal so ein kleines grünes Reich: einen Schrebergarten. Mit Rheinblick. Eigene Stachelbeeren, einen kletterfesten Apfelbaum, eine muffige Laube. Viel zu rupfen und zu harken, immerzu wuchs einem irgendein Gestrüpp über den Kopf. Als Teenager fand ich das spießig und war froh, dass wir die Verpflichtung irgendwann loswurden. Heute gucke ich manchmal sehnsüchtig auf diese Terrains des Rückzugs. Und ich sehe im NRW-Forum mit Vergnügen die Retrospektive des britischen Fotografen Martin Parr, der serienweise Düsseldorfer Kleingärtner abgelichtet hat.

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In vier verschiedenen Workshops waren 50 Jugendliche aus 18 verschiedenen Ländern in den vergangenen zwei Wochen kreativ. Sie präsentierten am Freitag (26.7.) im Akki ihre Ergebnisse der „InterKULTour“ mit Film, Theater, Rap und Musik.

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Der Kunstpalast muss auf ein zweiseitiges Gemälde von Emil Nolde verzichten. Die Erben von Curt Schueler hatten ein Restitutionsersuchen für die Werke "Piazza S. Dominico II, Taormina" und "Schauspielerin" gestellt. Darüber hatte der Düsseldorfer Rat am 4. Juli entschieden und beschlossen, den Erben die Werke zu übergeben.

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„True colors of life“ heißt das Programm der Sommerkonzerte des Unichors der Heinrich Heine Universität. Ein Scheibchen Zitrone und ein pinker Donut mit Streuseln zieren das Programmheft der Konzerte und geben schon einen Hinweis auf die bunten Gefilde, in die der Chor die Zuhörer einlädt. Nach der Konzertpremiere in der Neusser Kreuzkirche am Mittwoch, sang der Unichor am Samstagabend (6.7.) openair vor Schloss Mickeln und begeisterte das Publikum. Am Sonntagabend (7.7.) gibt es die dritte Gelegenheit in der Christuskirche musikalisch die wahren Farben des Lebens zu erleben.

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Als gemeiner Beobachter könnte man fragen, was die gemischten Werke eines Vereins eigentlich in einem ambitionierten städtischen Kulturinstitut zu suchen haben. Gewiss, der Düsseldorfer „Verein zur Veranstaltung von Kunstausstellungen e. V.“ hat den alten Kunstpalast von 1900 bis 1902 auf eigene Kosten gebaut und sich damit nach einem Ratsbeschluss von 1917 ein dauerhaftes Nutzungs-Vorrecht erworben. Aber, pardon, das ist nun 102 Jahre und unzählige Umbaumaßnahmen her. Man darf darüber streiten, ob die Vereinssache noch ins Konzept passt. Aber Museumsdirektor Felix Krämer ist nett und lobt den „intensiven Austausch“, für den er dieses Jahr sogar fünf statt drei Wochen eingeräumt hat.

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Das Lebensgefühl der 1920-er Jahre in Amerika mit Jazz, Tanz und Verbrechen vermittelte das Ensemble des Broadway Musicals Chicago am Dienstagabend (25.6.) im Düsseldorfer Capitol. Das Premierenpublikum war begeistert und sparte nicht am Applaus. Die Haupdarstellerinnen Carmen Pretorius und Samantha Peo warfen als Dank rote Rosen in den Saal.

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Zuerst war da wieder diese Zappeligkeit in mir, der ewig Ungeduldigen: Warum fängt es jetzt nicht an, worauf warten die denn noch? Puh, ist das heiß heute! Wegen zahlreicher Absperrungen in Event-City Düsseldorf kamen etliche angemeldete Gäste spät zur Lesung der Düsseldorfer Lyrikerin und Malerin Johanna Hansen und ihres amerikanischen Autorenfreundes David Oates im Oberkasseler OK25, dem „Raum für jede Art“. Doch dann spielte das Frauen-Duo KontraSax seinen schwerelosen Klangzauber – zur Einstimmung auf einen Briefwechsel der besonderen Art, der das Publikum stundenlang lächelnd lauschen, träumen und nachdenken ließ.

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Zwei äußerst verführerische Mörderinnen, ein windiger Anwalt und ein Knast: Daraus entwickelt sich im Musical Chicago ein undurchsichtiges Spiel – mit Liebe, Verrat, Rivalität. Jetzt kommt der Broadway-Klassiker nach Düsseldorf – vom 25. bis zum 30 Juni - mit live gespieltem Jazz, wildem Tanz und dem Lebensgefühl der 1920-er Jahre.

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Zugenagelte Läden, verrottete Fassaden, Müll auf der Straße, kaum Menschen am Beuys-Platz und kein Café weit und breit: Die Krefelder Innenstadt, keine 20 Kilometer entfernt vom Shopping- und Party-Paradies Düsseldorf, ist nicht gerade the place to go. Nach dem Zusammenbruch der Textilwirtschaft lässt der Strukturwandel zu wünschen übrig. Dafür kann man in aller Ruhe richtig gute Kunst erleben. Im altehrwürdigen Kaiser Wilhelm Museum gibt es eine fabelhafte Bauhaus-Ausstellung: „Von Albers bis Zukunft“.

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