Kultur

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So ist sie nun mal: Kommt meistens zu spät, in Eile und zerzaust, redet dazwischen, drängelt sich vor, grinst wie ein freches Mädchen und kennt einfach keine Zurückhaltung. Über Dr. Helga Meister wird in der Düsseldorfer Kulturszene viel gestöhnt und noch mehr getratscht. Aber letztendlich stehen alle stramm vor der meinungsfreudigen Journalistin, deren Alter niemand so genau kennt. Seit circa 50 Jahren gehört sie zu dieser Stadt wie eine Institution.

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Es war ein Zufallsprodukt: Die Aufnahme des Songs „Am Fenster“ der Gruppe City entstand 1977 nebenbei im Studio und machte die Ostband berühmt. Vierzig Jahre ist das nun her und zum Jubiläum gehen die Kultrocker nochmal in Originalbesetzung auf Tournee. Am 20. Mai 2017 kommen sie ins Düsseldorfer Capitol.

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Das Haus ist verkauft, man sieht es auf dem Maklerschild vorn an der Straße. Vor dem Eingang steht ein Jaguar, beladen mit Gepäck. Rechtssteuerung. Ein Wagen aus England, ganz offenbar. „I voted stay“, sagt ein Aufkleber an der Heckscheibe. Well, der neue Bewohner scheint ein Gegner des Brexit zu sein. Ganz offenbar hat da jemand Großbritannien verlassen und ist vor den politischen Verhältnissen auf den Kontinent geflohen, nach Krefeld. Why not? Die Tür zu der klassisch modernen Villa steht offen, jeder darf eintreten – falls er ein Ticket gekauft hat. Denn, Ladies und Gentlemen, was Sie hier wahrnehmen, ist Kunst. Und die Immobilie ist ein Museum, Haus Lange, wo das skandinavische Künstlerduro Elmgreen & Dragset das ebenso spannende wie rätselhafte Drama um „Die Zugezogenen“ inszeniert hat.

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Nun ist es offiziell. Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und Kulturministerin Christina Kampmann stellten am Dienstag (7.3.) Prof. Dr. Susanne Gaensheimer als neue Direktorin der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen vor. Eine Findungskommission hatte die Kunsthistorikerin vorgeschlagen, die zum 1. September vom Museum für Moderne Kunst in Frankfurt am Main in die Landeshauptstadt wechseln wird.

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Es ist so eine Sache mit der konzeptuellen Kunst der 1960er- bis 70er-Jahre. Grauköpfe, die damals sehr jung waren – jaja, auch ich – sehen die Relikte recht gerne. Sie verstärken unsere Illusion, dass wir alle frei, kühn, scharfsinnig und mit der Nase dabei waren, lauter Helden der Epoche. Mal abgesehen davon, dass wir in Wahrheit keine große Rolle spielten, ist der Zeitgeist uns flott davongerannt. Und es stellt sich die Frage, ob ein Projekt wie die Ausstellung über den belgischen Kunstdenker und Zwischendurch-Düsseldorfer Marcel Broodthaers (1924-1976) im K21 das heutige Publikum überhaupt noch interessiert.

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Düsseldorfs Antwort auf Götz George ist tot. Der Schauspieler Martin Lübge (73) starb nach Angaben seines Agenten bereits am vergangenen Mittwoch. Ab dem Jahr 1992 hatte Martin Lübke im Düsseldorfer Tatort als Kommissar Bernd Flemming ermittelt.

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Auch die Kunst gehört nun mal zum Showgeschäft. Bekannte Namen und prickelnde Themen fördern die Quote. Im April wird das Publikum wieder Schlange stehen, wenn im Kunstpalast die Sonderschau um „Cranach. Meister – Marke – Moderne“ eröffnet wird. Was die Sammlung eines Museums alltäglich zu bieten hat, wird hingegen oft übersehen. Eine Kabinettausstellung mit dem Titel „Augenschmaus“ verweist jetzt auf 20 Stillleben des 17. bis 20. Jahrhunderts, die zum Düsseldorfer Gemäldeschatz gehören.

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Bilder von bekannten Orten in Düsseldorf miteinander verbinden oder farblich ganz speziell bearbeiten, das sind die Düsseldorfer Ansichten aus den Hand von Holger Stoldt. Einige seiner Werke sind ab Freitag (17.2.) in einer Ausstellung im Foyer des Düsseldorfer Rathauses zu sehen.

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Nun ja, es ist eine Pflichtübung. Jedes Jahr muss das Museum Kunstpalast als städtische Einrichtung die sogenannte „Große“ Schau des 1900 gegründeten Vereins zur Veranstaltung von Kunstausstellungen beherbergen. Dabei geht es auch ums Fördern durch Kaufen und Verkaufen – ziemlich degoutant für Hüter der reinen Kulturvermittlung. Lange Zeit gab es deshalb einen halb beleidigten Abstand zwischen dem Museum und dem Verein. Man ließ die Sache über sich ergehen – bis vor zehn Jahren Generaldirektor Beat Wismer kam und beschloss, die Große Ausstellung einfach ins offizielle Programm zu integrieren: „Wir machen sie zu unserer, und wir machen sie gut!“

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Bei der Premiere von „Mit 88 Tasten um die Welt“ im vergangenen Jahr war der Zuspruch von Musikern und Zuschauern so groß, dass eine zweite Auflage am Samstag(11.2.) im Palais Wittgenstein wieder in vollem Haus zu hören war. Das Benefizkonzert war zugunsten der Initiative „Flüchtlinge Willkommen in Düsseldorf“ und es musizierten auch Geflüchtete mit.

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Er hatte was, dieser junge Mann aus dem Osten. Eine Frechheit, einen Charme, ein markantes Gesicht. Er trug schicke Anzüge, aber er sah darin nicht aus wie ein Bürger, eher wie ein Gangster aus dem Kintopp. Und malen konnte der Kerl, zum Fürchten! Die Gesellschaft im Düsseldorf der locker-leichten 1920er-Jahre war irritiert, amüsiert, fasziniert. Otto Dix (1881-1969), im thüringischen Kaff Untermhaus geborener Sohn eines Eisengießers, machte 1922-25 sein Glück am Rhein, hier startete er seine Karriere. „Der böse Blick“, so der Titel einer grandios sortierten und arrangierten Schau im K20, führte den Meister der sogenannten Neuen Sachlichkeit geradewegs in den Olymp der Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts.

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Die Kameraleute sind verdammt enttäuscht. Peter Lindbergh ist nicht da. Nee, der Kollege da hinten mit dem schwarzen Käppi und dem weißen Fünftagebart sieht nur so ähnlich aus. Aber: „Peter ist unterwegs“, versichert Kurator Ralph Goertz im Ton des Eingeweihten, „mit dem Auto direkt aus Paris“. Hach, toll, da kann das Grand Opening am Abend ja kommen! Der Name des 72-jährigen Starfotografen, Entdecker von Supermodels wie Cindy Crawford und Linda Evangelista, Lichtbildner der „Vogue“ und Veredler des diesjährigen Pirelli-Kalenders, gibt dem Düsseldorfer Photo Weekend diesen gewissen Glamour, der auch die Kunstbanausen lockt.

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Friedrichstraße 61 - das war in den vergangenen Jahrzehnten: Strauss. Ein Kaufhaus, das Schritt für Schritt seine Seele verlor. Und damit auch die Kunden. Jetzt gilt: "Strauss ist raus". Den leeren Raum füllen acht Künstler, drei Wochen lang. Sie unterliegen denselben Zwängen wie die Kaufleute. Wenn keiner kommt und kauft, ist das das Ende. Dennoch war die Ausstellungseröffnung ganz entspannt.

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Stücke vom Paradies, Pieces of Paradies? Die sind in diesem Fall aus blind gewordenem Glas. Durchblick wie durch einen Nebel. Wenn überhaupt. Und messerscharfe Kanten, an denen man sich jederzeit die Pulsadern aufschneiden kann. Hilfsweise die Halsschlagader des Gegenübers. Den „Heroin-Chic“ der 90er Jahre auf den Laufstegen und in der Fotografie der Mode hat Marc Oortman nachgestellt. Mit Düsseldorfer Heroin-Abhängigen. Die Ausstellung trägt den Untertitel „Pieces of Paradise“.

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„Strauss ist raus“. Und das alte Förderband bringt längst keine Waren mehr. Stattdessen hängt die Gummimatte bewusst so im Raum, dass man hindurchgehen kann. Die „raumgreifende Plastik“ von Steffen Jopp soll „die Produktion von Waren und deren Verkauf visualisieren“. „Strauss ist raus“. Ab Freitagabend (27.1.) und für drei Wochen wandelt sich der leere Verkaufs- zum Kunstraum, Friedrichstraße 61c. Zur Eröffnung an diesem Freitag, 19 Uhr sind alle eingeladen.

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