Kultur

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Okay, Ai Weiwei hat die größere Show. Zur Vernissage im K20 stand die Warteschlange quer über den Grabbeplatz. Aber vielleicht machte der eine oder andere Ungeduldige doch auf dem Absatz kehrt und ging stattdessen lieber in die niemals überlaufene Kunsthalle. Direktor Gregor Jansen freut sich jedenfalls über „Synergien“. Und er präsentiert unbeirrbar, was jenseits des Massenandrangs neue Perspektiven eröffnet. „Fire On The Mountain“ heißt eine leidenschaftliche Schau von Bildern und Objekten der jungen Kanadierin Megan Rooney. Strenger, aber nicht minder interessant: die Fotokunst der New Yorkerin Eileen Quinlan im Kunstverein.

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Die westliche Kunst verschanzt sich oft in einem Gedankengebäude, zu dem nur wenige einen Zugang haben. Dort hütet sie ihre Geheimnisse und schert sich nicht um die ratlose Außenwelt. Der Chinese Ai Weiwei (61) geht mitten hinein in das Drama des Lebens. Er schafft Filme, Objekte und Installationen, die jeder versteht, verstehen soll. Und obgleich sie strengen Konzepten folgen, haben sie eine emotionale Wucht, die das Publikum überwältigt. Einfach atemberaubend ist Ai Weiweis Doppelausstellung in den beiden Häusern der Düsseldorfer Kunstsammlung NRW. Und für ihn „the most important show“ seines bisherigen Lebens.

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Zero ist Teil der Kunstgeschichte. Längst hat sich die Wissenschaft mit ihrem Ordnungssinn und ihrer ungerührten Fachsprache dieser himmelsstürmenden Düsseldorfer Bewegung bemächtigt. In der Erinnerung des Künstlers Christian Megert (83) fühlt sich das anders an: „Wir waren Verrückte damals“, bemerkt er schmunzelnd in der Zero-Foundation an der Hüttenstraße, wo es in einer zeitlich und räumlich streng begrenzten Ausstellung um „structura“ geht.

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Kunst aus Glas, wie leicht bricht das ... Wer sich ausgerechnet das fragilste Material aussucht, um Objekte zu schaffen, die keinem anderen Zweck dienen als der Schönheit, muss mit äußerster Geduld und Behutsamkeit vorgehen. So wie die drei Preisträgerinnen der Jutta-Cuny-Franz-Foundation, deren Arbeiten einen Sommer lang in der Glasabteilung des Kunstpalastes vorgestellt werden. Es ist nur eine winzige Schau für Liebhaber, die links neben der großen, leuchtend blauen Bleiglasarbeit „Ago Wan II“ von Ludwig Schaffrath den Eingang finden.

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Sonne? Mein Gegenüber blinzelt irritiert in das überraschend intensive Licht dieses Aprilnachmittags. Er kommt aus dem fensterlosen Bühnenraum des Central, dem Langzeitausweichquartier des Düsseldorfer Schauspielhauses. Vier Stunden Vormittagsprobe liegen hinter ihm, die nächste folgt um 18 Uhr. Coriolan, Shakespeares Alterswerk, hat am 18. April Premiere. André Kaczmarczyk wird die Titelfigur spielen, den aufstrebenden Feldherrn Caius Martius. Eine Rolle, die sich zu den vielen anderen gesellt, die der 33-Jährige aktuell mit all seinen Sinnen zusammenhalten muss. „Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, wie viele Produktionen ich parallel mache“, sagt er und rührt im Cappuccino. Gefühlt ist er in so gut wie jeder Aufführung zu sehen.

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Jolanda ist zehn und steht ganz vorn. Rainer ist Frühpensionär und hat sich die Kanne im gesetzten Alter zur Brust genommen. Beide spielen zusammen – mit zwei Dutzend weiteren Saxophon-Fans. Die Düsseldorfer Jazz Rally macht an diesem Samstag (13.4.) mit einem klingenden Flash Mob auf sich aufmerksam. Vom 6.bis zum 9. Juni bebt Düsseldorf bei der 2019er Ausgabe der Schauinsland Reisen Jazz Rally, Verneigung vor dem Hauptsponsor. Jetzt spielten Hobby-Saxophonisten aus allen Himmelsrichtungen den „Rally Reggae“ – um auf die Jazz-Sause aufmerksam zu machen.

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Schriftsetzer, das war einmal ein sehr angesehener Beruf. Man musste schon „eine 2“ haben in Deutsch, um überhaupt eine Lehre antreten zu dürfen, die dann dreieinhalb Jahre dauerte. Manche Vertreter dieser standesbewussten Zunft verbesserten auch schon mal ungefragt Texte von Redakteuren. Einfach, weil sie es besser konnten.

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Der Verein kom!ma lädt am Montag (15.4., 19:15 Uhr) zur NRW-Premiere des Films „Hurra! Es ist ein Mädchen“ ins Bambi-Kino ein. Der Film von Regisseurin Beate Kunath wirft einen besonderen Blick auf 25 Frauen, die das Werden und Wachsen der Düsseldorfer Partnerstadt Chemnitz im Laufe ihres 875-jährigen Bestehens geprägt, beeinflusst und mitgestaltet haben.

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Es gibt Frühlingstage, da möchte der Düsseldorfer hinaus aus der Stadt laufen, durch die Felder, durch die Auen. Aber nicht ohne Kunstprogramm! Dann zieht es uns hinaus ins grüne Nirgendwo bei Neuss zum Kulturraum Hombroich. Nachdem der Immobilien-Tycoon und Sammler Karl-Heinrich Müller 1987 mit dem Bildhauer-Architekten Erwin Heerich die magische „Insel Hombroich“ schuf, verwandelten sich auch die benachbarte Ex-Raketenstation und brachliegende Wiesen in eine einmalige Kunstlandschaft. Die Langen Foundation zeigt jetzt 80 erlesene Stücke aus ihrer Japan-Sammlung.

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In den schicken Hafen, ins hippe Bilk – oder doch die sichere Nummer: Ehrenhof –alle Ehre den Kunst-Palästen? Rund 22.000 Düsseldorfer lösten erst ein Ticket und dann diese Fragen. 40 Kunst-Orte bei der Nacht der Museen erforderten entweder eine kluge Auswahl oder eine klasse Kondition. Es wurde geguckt, getanzt, gesungen, gespielt…die ganze Nacht. Ein tiefblaues Frühlingsfunkeln gab es als kostenlose Zugabe. Einige Bilder der Düsseldorfer Nacht der Museen - in der report-D-Bildergalerie

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Mit der Vernissage am Montagabend (1.4.) eröffnete die Mahn- und Gedenkstätte eine besondere Fotoausstellung: "Goldsteins Traum. Von Düsseldorf ins gelobte Land - eine fotografische Annäherung". Dr. Georg Goldstein war Arzt, doch in beeindruckender Weise dokumentierte er mit Fotos seinen Blick auf das Leben und den Alltag in Palästina. Die Schau ist in Kooperation mit dem Salomon Ludwig Steinheim-Institut für deutsch-jüdische Geschichte an der Universität Duisburg-Essen entstanden.

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Mit ihrem tänzerischen Können haben die Mitglieder der TSC Rheinstars in der vergangenen Karnevals-Session wieder viel Zuschauer begeistert. Am Sonntag (31.3.) tanzen sie nicht nur selber. Mit dem 1. Garde- und Show-Tanzturnier in Düsseldorf organisieren sie einen großen Wettkampf für über 600 Tänzerinnen und Tänzer aus mehr als 50 Vereinen. Ab 9 Uhr konkurrieren die Teilnehmer im Alter ab sechs Jahren in der Aula der Heinrich-Heine-Gesamtschule um die Siegerpokale. Zuschauer sind herzlich eingeladen. Der Eintritt beträgt für Erwachsene drei Euro, bis 14 Jahre kostenlos.

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Ach, der Name Pia Fries ist Ihnen kein Begriff? Kein Grund, sich zu genieren. Auch in gewöhnlich gut informierten Kreisen kennt nicht jeder die Schweizer Malerin, die jetzt überraschend groß im Kunstpalast präsentiert wird. Ex-Direktor Beat Wismer, selbst Schweizer, hat die Verbindung noch geknüpft. Und sein Nachfolger Felix Krämer beteuert, er sei „ausgesprochen dankbar“, denn er möchte das Museum am Ehrenhof auch zu einem „Ort für die Künstler der Stadt machen“. Pia Fries war in den 1980er-Jahren eine Meisterschülerin von Gerhard Richter an der hiesigen Akademie, und sie lebt, obgleich Professorin in München, die meiste Zeit in Düsseldorf.

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Im Rahmen des Programms zum internationalen Frauentag gab es am Samstagabend (23.3.) internationalen Tänze im Salzmannbau. Über 50 Frauen genossen einen fröhlichen Abend, bei dem ihnen nicht nur Tänze geboten wurden. Es gab auch Gelegenheit selber zu Tanzen und gemeinsam einen Abend unter Frauen zu verbringen. Organisiert wurden die orientalischen Tanzfreuden von kom!ma, Verein für Frauenkommunikation.

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Sophia hat keinen Unterleib. Aber Köpfchen. Und ein Gesicht – wie aus Männerfantasien: glänzende Augen mit Klimperwimpern, ein gerades Näschen und diese leicht geschwollenen Lippen, die dem aktuellen Schönheitsideal entsprechen. Sophia kann verblüffend echt gucken und mit den Brauen zucken, lächeln wie eine unermüdliche Empfangsdame und sogar sprechen: „I’m happy to be in Düsseldorf, it is beautiful“. Thank you, sehr nett! Sophia ist auf Höflichkeit programmiert – ein Wunderwerk des Hongkonger Unternehmens Hanson Robotics und Star des internationalen Festivals „Meta Marathon“ im NRW-Forum.

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