Kultur

D_Raqs_Sichel_20180423

Sorry, solche Fragen müssen erlaubt sein: Ist es sinnvoll, das Düsseldorfer Landesmuseum für zeitgenössische Kunst zu bespielen, als sei es Teil einer Documenta oder Biennale? Ist die Anerkennung von internationalen Expertencliquen wichtiger als die Kenntnisse und Neigungen des Publikums? Nach dem libanesischen Konzeptkünstler Zaatari stellt Direktorin Susanne Gaensheimer im K21 nun das indische Künstler- und Kuratorenkollektiv „Raqs Media Collective“ vor. Weder dieser hierzulande unbekannte Name noch das Plakat mit einem eher abweisend wirkenden Handabdruck dienen der Reklame. Nur entschieden interessierte Besucher des Ständehauses werden im Souterrain den Einfällen von Raqs folgen.

D_Mops_2_19042018

So ein dicker kleiner Hund mit eingedrückter Nase, tiefen Falten und einem eher schweinischen Ringelschwänzchen gehört ja nicht gerade zu den anmutigen Tieren. Doch Schönheit liegt bekanntlich im Auge des Betrachters. Und wenn der Mops sein Köpfchen schief legt und goldig guckt mit seinen Glotzaugen, ist auch der Mopsverächter gerührt. „Charme, Würde und Intelligenz“ wird dem Mops vom Rassehundverband FCI bescheinigt. Treu, mutig und gutmütig ist er sowieso. Und auch sehr drollig in Meissner Porzellan, wie die populäre Frühjahrsausstellung des Hetjens Museums beweist.

D_Jankel_Ey_20180418

Er ist der Mann mit dem Hut in der hinteren Reihe, dritter von links. Auf dem berühmten Bild der „Zeitgenossen“, das Arthur Kaufmann 1925 vom Düsseldorfer Künstlerkreis um Johanna Ey malte, lugt Jankel Adler mit seinem dunklen, skeptischen Blick hinter der Schauspielerin Hilde Schewior hervor. Dabei wirkt er, schrieb die Kunstgeschichtserzählerin Anna Klapheck, wie einer, „der für einen Augenblick hinzugekommen ist und gleich wieder gehen wird“.

D_Jazz_Schlossturm_15042018

In Düsseldorf jazzt es wieder: Einen Vorgeschmack auf die Jazz Rally gab es am Sonntag in der großen Eingangshalle des Andreasquartiers. 26 Saxophonisten stimmten unter Leitung von Rainer Witzel den Jazzklassiker Bag's Groove an. Das machte offensichtlich Musikern und Zuhörern Spaß, denn danach ging es weiter zur Treppe am Schlossturm, wo es viel Applaus für die spontane Straßenmusik gab.

D_LNM_Ehrenhof_20180414

Natürlich passen sie nicht alle zusammen in eine Westentasche: Liebe und Revolution, Kunst und Kitsch, all die Farben, Töne, die kleinen und die großen Gesten. Da führte einen das handtellergroße Programmheft in die Irre. 40 Museen, Galerien, In- und Off-Locations schnippten deshalb bei der „Langen Nacht der Museen“ am Samstag (14.4.) hektisch mit den Fingern: „Hey, Publikum, schau mich an! Nein mich! Hallo, HIER-BIN-ICH.“ Als am frühen Sonntagmorgen im Quartier Bohème der letzte Walzer gedreht war, hatten 23.000 Menschen für jeweils 14 Euro geordert: „Einmal Kultur, Quattro Stagioni, extra scharf und mit ein wenig Knoblauch, bitte.“

Mehr Eindrücke aus der Langen Nacht der Museen in der report-D Bildergalerie

D_Solikonzert_o_12042018

Das Pitcher bietet am Samstag (14.4.) ab 18 Uhr eine Bühne für die Bands „The John Porno Punk Explosion“ und „Vanbargen“. Das Konzert setzt ein Zeichen gegen Rassismus und Faschismus und unterstützt das Festival „Rock gegen Rechts“. Die Eintrittsgelder werden dem Verein „Rock gegen Rechts Düsseldorf“ gespendet, denn für die sechste Auflage den Open-Air-Konzerts am 4. August, auf der Ballonwiese im Volksgarten, sind viele neue Ideen in Vorbereitung.

D_BlachWhite_Raum_23032018

Jetzt wollen wir mal hoffen, dass der Frühling bald recht kunterbunt aufblüht. Denn solange draußen das Wetter dermaßen die Stimmung trübt, will man drinnen nicht unbedingt auch noch vorwiegend graue Kunst sehen. Der neutrale Mischton aus Schwarz und Weiß ist, sagte der Maler und Grau-Experte Gerhard Richter 2004 in einem Interview, „die ideale Farbe für Meinungslosigkeit, Aussageverweigerung, Schweigen, Hoffnungslosigkeit“. Auweia. Doch abgesehen von diesen bleischweren Zuweisungen ist die Nicht-Farbe auch schön – wie man in der Ausstellung „Black & White: Von Dürer bis Eliasson“ im Düsseldorfer Kunstpalast erkennen kann.

D_Schauspielhaus_22032018

Ihr selbstgestecktes Ziel hat das Kuratorium „Schauspielhaus2020“ mit ihrer Kampagne „Schauspielhaus2020 – Düsseldorfer Bürgerinnen und Bürger für ihr Theater“ erreicht: 5.964.983 Euro wurden bis zum 22. März gespendet. Damit konnte die Hälfte der rund 12 Millionen Euro Kosten für die Modernisierung und Sanierung der öffentlichen Bereiche des Schauspielhauses durch Spenden gesammelt werden.

D_Museumsnacht_Grabbeplatz_20180321

Ruff uff‘s Geschirr. Ob Brillenpinguin oder Dürer. Porzellan-Möpse (hallo, Konzentration, es sind die Hunde mit Plattnase gemeint…) oder Düsseldorf-Panorama aus dem 22. Stockwerk des Drei-Scheiben-Hochhauses: Am Samstag, 14. April, packen über 40 Museen, Galerien und Off-Locations, sagen wir „Abenteuer-Orte“, zwischen 19 und 2 Uhr den Kopf voll. Mit Ausstellungen, Führungen und Rahmenprogramm. Kultur als eine Art All-you-can-Meat, für 14 Euro pro Person.

D_Kultur_KEP_21032018

Der Kulturentwicklungsplan (KEP) für die Stadt Düsseldorf wurde im Juni 2017 vorgestellt. Ein Ergebnis war die Forderung der Gründung eines Rates der Künste. Das Gremium soll sich für den Dialog untereinander, die Kommunikation gemeinsamer Interessen sowie die fachliche Beratung der Kulturpolitik einsetzen. Wer in der kulturellen Landschaft Düsseldorfs aktiv ist, kann sich um einen Platz im Rat bewerben und sich in der konstituierenden Sitzung 16. April 2018 zur Wahl stellen.

D_UHU_14032018

Das UHU-Orchester der Clara-Schumann-Musikschule gibt es seit zwanzig Jahren. Zu diesem runden Jubiläum geben die Mitglieder am Sonntag (18.3., 11 Uhr) ein Benefizkonzert, mit dem sie den ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst Düsseldorf unterstützen wollen. Der Eintritt ist frei, aber Spenden sind willkommen.

D_Caveman_P_13032018

Caveman kommt zurück. Der ganz eigene Blick auf die Beziehung zwischen Mann und Frau. Der Broadway-Klassiker ist vom 27. bis zum 29. April 2018 im Club des Capitol Theaters Düsseldorf zu sehen.

D_Rembrandt_mannfrau_20180309

Der große Meister starb verarmt. Nach großen Erfolgen hatte er seinen Reichtum verjubelt. Aber die Nachwelt rückte Rembrandt Harmenszoon van Rijn (1606-1669), das neunte Kind eines niederländischen Müllers, alsbald in den Olymp der barocken Künste. Schon das 18. Jahrhundert huldigte ihm. Kunstconnaisseur Lambert Krahe (1712-1790), Gründungsdirektor der Düsseldorfer Akademie, sammelte begeistert die Radierungen Rembrandts und verkaufte sie später mit seinen übrigen Schätzen den bergischen Landständen – als Studienmaterial für die Studenten. 230 Rembrandt-Blätter aus Akademie-Besitz gehören heute zur Sammlung des Kunstmuseums. Da liegt es nahe, ein „Rembrandt-Experiment“ mit Kunststudierenden zu wagen.

D_Konzert3_08032018

Das Polnische Institut Düsseldorf organisiert am Samstag, 17. März, gemeinsam mit dem C. Bechstein Centrum Düsseldorf drei Konzerte mit hochkarätigen Musikerinnen und Musikern. Anlässlich des 100. Jahrestags der Wiedererlangung der Unabhängigkeit Polens werden Werke von Chopin und seinen unbekannteren Landsleuten erklingen.

D_JohannaHansen_Portrit_20180307

Was macht den Menschen zum Künstler? Das Talent, gewiss. Die Lust am eigenen Werk. Aber dazu kommt noch eine profunde Entscheidung, eine Ablösung von den verlockenden Zeitverschwendungen der Gegenwart, die Konzentration auf den freien, zweckverachtenden Gedanken und vor allem: Unbeirrbarkeit. All das spürt man bei der Düsseldorfer Malerin und Lyrikerin Johanna Hansen, wenn man sie in der Cité des Arts von Paris besucht und zwischen betörenden neuen Aquarellen einen zarten Tee mit ihr trinkt.

report-D: Social Media / RSS

Bildergalerien von report-D

report-d.de

Seit 2015 publiziert report-D.de | Internetzeitung Düsseldorf |24 Stunden, 7 Tage die Woche Nachrichten aus Düsseldorf, Deutschland und der Welt.
Mit einem journalistischen Qualitätsanspruch greift report-D.de die aktuellen Düsseldorfer Themen aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Sport und Karneval auf. Ergänzt wird das topaktuelle und in einer eigenen Redaktion produzierte lokale Angebot durch die wichtigsten Nachrichten aus NRW, Deutschland und der Welt. Das redaktionelle Angebot ist auf die Bedürfnisse moderner Online-Leser abgestimmt.
600.000 Einwohner in Düsseldorf haben Dank report-D.de den barrierefreien Zugang zu lokalen Informationen. Zusammen mit unserer Partnerseite report-K.de für Köln sind wir ein starkes Doppel am Rhein.
Unsere Anzeigenkunden profitieren von unserem starken regionalen Bezug und erreichen so hohe Durchklick- und Responseraten. Dazu bieten wir im Anzeigenbereich innovative Konzepte und miteinander vernetzte Methoden an, die den Erfolg unserer Kunden steigern.

Datenschutzerklärung  |  Impressum