Kultur

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Die Corona-Krise wirbelt auch die Kulturszene durcheinander und so mussten Ausstellungsleiter Michael Kortländer und sein Team schweren Herzens bekannt geben, dass es in diesem Jahr keine „GROSSE“ geben wird. Die größte von Künstlern für Künstler organisierte Ausstellung hätte Anfang Juni Vernissage gehabt. Nun werden die Werke „eingefroren“ und ein Jahr später im Juni 2021 präsentiert.

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Als Felix Krämer, Generaldirektor des Kunstpalastes, im Dezember 2019 das neue digitale Angebot seines Hauses für Kinder vorstellte, ahnte er noch nicht, wie bedeutsam dies drei Monate für das ganze Haus sein würde. Denn mit Maskottchen Nele, einem Rhinozeros, ging die erste eigene Website eines deutschen Kunstmuseums für Kinder an den Start. Mit dem digitalen Angebot sollen Kinder für Kunst begeistert werden. Da sich die Situation durch die Corona-Pandemie für große und kleine Kunstpalastbesucher gravierend geändert hat, ist der digitale Zugang derzeit eine tolle Möglichkeit dies von zu Hause aus zu tun.

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Ist es nicht so, dass wir morgens, wenn wir erwachen, kurz denken, alles sei normal? Dann fällt uns ein: Es herrscht ja Corona, die Covid-19-Krise. Das Virus verbreitet sich, die Einrichtungen des öffentlichen Lebens werden nach und nach abgeschaltet, niemand weiß, was uns noch bevorsteht. Die Szenarien aus überforderten italienischen Krankenhäusern wirken wie ein böser Traum, aus dem wir zu erwachen wünschen. Doch er geht weiter. Genau so wie in August Strindbergs „Ein Traumspiel“, dessen für Samstag (14.3.) geplante Premiere im Düsseldorfer Schauspielhaus jetzt wegen der Theaterschließungen ausfällt, und dessen Voraufführung am Mittwoch (11.3.) ich zufällig gesehen habe. Ein geradezu unheimlich passender Stoff ...

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Ob es sinnvoll ist, bereits mit Zweijährigen ins Theater zu gehen? Aber selbstverständlich, glaubt der Leiter des Jungen Schauspiels, Stefan Fischer-Fels. Denn Kinder haben noch keine Konventionen im Kopf und lassen sich vollkommen auf das ein, was auf der Bühne geboten wird. Dass dies gut für die Entwicklung der Kinder ist, findet auch Diakonie-Chef Thorsten Nolting. Deshalb genossen in der vergangenen Woche mehr als 1000 Kita-Kinder der Diakonie ein besonderes Erlebnis. Sie besuchten die Vorstellung „Was die Sonne nachts macht“ im Jungen Schauspiel an der Münsterstraße.

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Alle lieben den Rundgang, wenn die Düsseldorfer Kunststudenten dem bürgerlichen Publikum die Ideen des Jahres als wilde Überraschungsshow präsentieren. Aber die Akademie kann auch anders. In der Galerie am Burgplatz, zwischen Rathaus und Schlossturm, werden in rauchweißen Räumen und gemächlicher Reihenfolge die modernen Großmeister des Instituts gewürdigt. Bis Ende April zeigt Kuratorin Vanessa Sondermann dort eine noble Ausstellung zum 100. Geburtstag von Gerhard Hoehme (1920-89), der von 1960 bis 1984 einer der prägenden Professoren für Freie Malerei war.

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Eva Birkenstock macht es dem Publikum nicht leicht. Die Chefin des Kunstvereins für die Rheinlande und Westfalen erwartet mehr als ein bisschen Kunstinteresse am Sonntagnachmittag. Ihre Ausstellungen, durchweg feministisch geprägt, erfordern intellektuelle Zuwendung. Man kann auch sagen, sie sind ganz schön anstrengend. Das kann nerven, oft lohnt es sich. Wer sich einlässt auf das „Deferral Theatre“ der koreanischen Konzeptkünstlerin siren eun young jung (von Experten kleingeschrieben), der/die erfährt Interessantes aus Koreas Kulturgeschichte.

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Fotografieren? Ist keine Kunst. Jeder kann mit seinem Smartphone verblüffend gute Effekte in die Welt setzen. Trotzdem oder vielleicht gerade deshalb wird die Kunst der Fotografie nach wie vor hochgeschätzt. Man will genau hinsehen. Den Unterschied verstehen. Wo steckt das Geheimnis? Warum gehen die Profis nicht unter in der ordinären Bildersintflut? Okay, sie arbeiten oft mit aufwändiger, zum Teil altmodischer Technik. Aber entscheidend ist nicht das Handwerk, sondern die Idee, die Konsequenz. In der Nachbarschaft der Lindbergh-Schau und der historischen „Sichtweisen“ im Kunstpalast betört nun der quicklebendige Martin Schoeller im NRW-Forum das Publikum mit seinen Menschenbildern.

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Über Fotografie wird viel geschnattert in der Stadt Düsseldorf. Schließlich gab es hier die legendäre Becher-Klasse, aus der Superstars wie Andreas Gursky und Candida Höfer hervorgingen. Schließlich flirten Mode und Werbung heftig mit der Kunst. Schließlich zankt man sich gern um Photo-Weekends und andere Events. Eine museumsreife Sammlung zur Geschichte der Fotokunst besaß die Stadt bisher jedoch nicht – bis Felix Krämer, gewitzter Direktor des Kunstpalasts, das Rathaus überzeugen konnte, über 3000 Lichtbilder aus den Beständen der Berliner Galerie Kicken zu erwerben. Erste „Sichtweisen“ mit einer Auswahl von 200 Fotografien aus dem 19. und 20. Jahrhundert werden jetzt dem Publikum präsentiert.

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Die Hörer von Antenne Düsseldorf und auch die Jury waren sich einig: Der 12. Närrische Ohrwurm geht an die Swinging Funfares für ihr Lied „Düsseldorfer Nächte“.

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Es ist ja nicht so, als hätte es noch nie eine hemmungslose Inszenierung von Frank Wedekinds gutem alten Skandalstück „Lulu“ gegeben. Im Gegenteil: Das seltsame, um 1900 entstandene Drama um eine triebgesteuerte Frau, die alle kirre macht, bis Jack the Ripper sie am Ende abmurkst, war ein gefundenes literarisches Fressen für das moderne Theater. Sex & Crime pur, herrlich. Berühmte Regisseure wie Neuenfels, Ciullli, Zadek, Thalheimer griffen gern zu. Lauter Kerle allerdings. Im Düsseldorfer Schauspielhaus hat sich jetzt eine junge Frau mit dem fatalen Weib auseinandergesetzt. Und eine feministisch korrekte Lösung gefunden: Bernadette Sonnenbichler verwandelt das Objekt der Begierde in eine selbstbestimmte Performance-Künstlerin.

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Name ist Schall und Rauch? Ach was! Der strapazierte, aus Goethe-Zusammenhängen gerissene Spruch gilt keinesfalls für das Kunstgeschäft. Name ist alles. Während Munch noch bis zum 1. März für erfreulichen Rummel im Düsseldorfer K20 sorgt, lockt nun auch Picasso das Publikum an den Grabbeplatz. Beide Ausstellungen sind zwar von anderswo übernommen worden (Munch aus Oslo und Picasso aus Grenoble), aber Susanne Gaensheimer, die spröderen Konzepten zugeneigte Direktorin der Kunstsammlung NRW, würdigt so immerhin die Klassische Moderne, für die das Haus ursprünglich gebaut wurde.

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Irgendetwas muss es ja sein, was die Düsseldorfer Bürgerschaft am alljährlichen Rundgang der Akademie so unwiderstehlich anzieht. Geduldig steht man in der Warteschlange vor dem Eingang, um in komfortfreien Klassenräumen die Kunstübungen von über 600 Studierenden anzusehen – mit Neugier, mit Geduld. Vielleicht ist es ja das Gefühl, noch zum Neuen zu gehören, nah dran zu sein, forever young. Und es ist die Erwartung des Großen, denn die ehrwürdige Schule hat ja noch das Flair der Berühmtheiten, die sie hervorbrachte – von Schadows Malerschule bis zu den Topstars des 20. Jahrhunderts wie Beuys, Richter, Uecker. Allerdings sind die legendären Zeiten vorbei. Die aktuelle Kunst möchte vor allem eins: ins Geschäft kommen. Das merkt man an der Hochschule und im K21, wo die Absolventen von 2019 ihren Auftritt haben.

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Manchmal kann etwas Schönes zugleich etwas sehr Trauriges sein. Das gilt in hohem Maße für die betörende Ausstellung des Fotografen Peter Lindbergh im Düsseldorfer Kunstpalast. Zwei Jahre lang hatte er sie persönlich vorbereitet und die Bilder mit Hilfe eines Raummodells immer wieder neu arrangiert. Endlich wollte er seine „Untold Stories“, seine nicht erzählten Geschichten, ganz frei in einem Kulturinstitut zeigen – ohne den geringsten Einfluss der Modebranche, mit der er reich und berühmt geworden war. Ende August 2019 schickte er eine SMS aus den Sommerferien, die Schau sei jetzt fertig. Wenige Tage später, am 3. September, starb er plötzlich in Paris. Und wir sehen jetzt sein unabsichtliches Vermächtnis.

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Das ist die Geschichte von dem Erzähler mit dem Tropenhelm im Porzellanladen. Von der Entdeckung des großes Flusses mitten in Düsseldorf. Von schrägen Tönen und wildem Puppentheater. Die erste Kindermuseumsnacht in Düsseldorf wird von der Stadt als voller Erfolg bezeichnet. Rund 2200 Mädchen und Jungen erkundeten vier Stunden lang acht Museen. 7.200 Gäste waren es an dem Abend.

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Sollten Sie noch nie etwas gehört haben von der Rokoko-Malerin Angelika Kauffmann (1741-1807), so ist das kein Zufall. Die auf männliche Meister konzentrierten Kunsthistoriker des 20. Jahrhunderts haben ihren Namen nur beiläufig erwähnt. Dabei war sie, wie die Kauffmann-Forscherin Bettina Baumgärtel versichert, „der Liebling ihrer Epoche, ein Superstar, eine Stilikone“. In den europäischen Metropolen huldigten ihr die höchsten Herrschaften, man feierte und kopierte sie begeistert. „The whole world is angelicamad“, erzählte man in London, die ganze Welt war verrückt nach Angelika. Dank einer großen und liebevoll arrangierten Schau im Düsseldorfer Kunstpalast wird sich der Glanz dieser fabelhaften Frau erneuern.

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