Kultur

D_Kunstpunkte_Arbeitsplatz_11092020

Trotz Corona sind es in diesem Jahr bei den Kunstpunkten 197 Anlaufstellen, an denen an den Wochenenden 12./13. und 19./20. September kreatives Schaffen erlebt werden kann. Zahlreiche Düsseldorfer Künstlerateliers öffnen für interessierte Besucher*innen ihre Türen.

D_Ruff_Mao_11092020

Er war ein braver Student, versichert Thomas Ruff (62). In der Akademie-Klasse des legendären Professoren-Paars Bernd und Hilla Becher folgte er vor über 40 Jahren dem, was er „das Dogma“ nennt, und produzierte dokumentarische Schwarz-Weiß-Fotografie nach dem Geschmack der Meister. Innenräume waren sein Thema. Doch dann knipste er nebenbei für 50 Mark Honorar die Objekte von Bildhauerkollegen, wunschgemäß in Farbe. Das gefiel ihm. Er traute sich, auch für die Interieurs einen Colorfilm zu nutzen. Bernd Becher gab ihm den Segen, und Ruff entwickelte seine eigenen, eigenwilligen Konzepte, die jetzt im K20 präsentiert werden.

D_BK_Künstlerin_09092020

Jovita Majewski lebt nicht im Wolkenkuckucksheim der Kunst. Die 33-jährige Meisterschülerin von Weltstar Katharina Fritsch bezieht sich immer wieder auf die Realitäten dieses Planeten, sie übernimmt wie selbstverständlich auch Verantwortung für Umweltfragen. Vor einem Jahr schuf sie mit Schülern fantastische Skulpturen aus Müll, der am Rheinufer gefunden wurde. Im KIT war das verblüffende Ergebnis zu sehen. Jetzt kuratierte die Malerin anlässlich des RhineCleanUp eine Ausstellung mit fünf Kollegen. Die „Zyklen“ sind in der Oberkasseler Galerie OK25 zu sehen – ganz nah am Ufer des Stroms.

D_BK_Künstlerin_09092020

Jovita Majewski lebt nicht im Wolkenkuckucksheim der Kunst. Die 33-jährige Meisterschülerin von Weltstar Katharina Fritsch bezieht sich immer wieder auf die Realitäten dieses Planeten, sie übernimmt wie selbstverständlich auch Verantwortung für Umweltfragen. Vor einem Jahr schuf sie mit Schülern fantastische Skulpturen aus Müll, der am Rheinufer gefunden wurde. Im KIT war das verblüffende Ergebnis zu sehen. Jetzt kuratierte die Malerin anlässlich des RhineCleanUp eine Ausstellung mit fünf Kollegen. Die „Zyklen“ sind in der Oberkasseler Galerie OK25 zu sehen – ganz nah am Ufer des Stroms.

D_Surprize_Ribbeck_08092020

So ist das in dieser Zeit. Manchmal fühlt man sich selbst als Teil einer rätselhaften Performance – zum Beispiel, wenn man auch in einem luftig-leeren Ausstellungssaal die Maske tragen muss. Anders als in den Amüsier-Gassen der Altstadt kann ja in der Kunsthalle am Grabbeplatz von Gedränge keine Rede sein. Nur vereinzelte Freunde junger Kunst interessieren sich für die Werke von Akademie-Absolventen, denen die mit Versicherungen handelnde Firma BEST in den letzten zehn Jahren ein Stipendium gegeben hat: „Surprize“ ist der Titel, so wie Überraschung (englisch: surprise) und Preis (prize).

D_Heine_Titel_06092020

Schon fünf nach acht. Man könnte jetzt auf dem Sofa liegen und Schnittchen essen. Wir zeigen Einsatz, stehen maskiert im kleinen Foyer des Schauspielhauses und warten auf den Beginn eines „theatralen Rundgangs“ mit Texten des Düsseldorfer Freiheitsdichters Heinrich Heine (1797-1856): „Lieber ein lebendiger Hund als ein toter Löwe!“ Neben geistiger Bereitschaft ist auch eine gewisse körperliche Fitness erforderlich. Denn es geht über steile Treppen und enge Gänge hinauf und hinab durch das labyrinthische Innere hinter der endlich fertigen Fassade des Pfau-Baus. Lohnt sich das? Und ob! Jan Philipp Gloger hat ein Abenteuer voller Überraschungen inszeniert, mit Poesie, Scharfsinn, Sang und Klang und Inspiration.

D_Schauspielhaus_15_04092020

So richtig verlockend klingt das ja nicht: „Hyperreal – Eine dystopische Science-Fiction-Komödie“. Pardon? Nur Old-School-Bildungsbürger oder Google wissen, dass Hyperrealität ein Begriff des 2007 verstorbenen französischen Philosophen Jean Baudrillard für eine Welt der beziehungslosen Zeichen ist, und dass die Dystopie im Gegensatz zur Utopie eine verdammt miese Vorstellung von der Zukunft beschwört. Aber keine Bange: Trotz einiger intellektueller Verrenkungen tanzt, singt und lacht das Stück der Regisseurin und Choreografin Constanza Macras, dass es eine Lust ist, und reflektiert dabei unser aller Gegenwart.

D_Uecker_Goethe_Maske_20200903

Während die Kunstsammlung NRW und die städtische Kunsthalle vorwiegend spröde Konzepte verfolgen, macht uns das kleine, vernachlässigte Goethe-Museum wieder einmal glücklich mit einer lyrisch-malerischen Ausstellung von einem der wirklich großen Düsseldorfer Künstler. Nach Heinz Mack 2018 huldigt nun Günther Uecker im Schloss Jägerhof dem Geist der Poesie und zeigt Werke, die der Schönheit des Wortes gewidmet sind. Wie einst Goethe liebt Uecker besonders die Verse des altpersischen Dichters Hafis (auch Hãfez, 1315-1319), ihm widmete er ein farbenglühendes Mappenwerk. Man kann davon nur schwärmen.

D_Anatol_Titel_02092020

Als Kurator Carl Friedrich Schröer den Plan fasste, den jungen Leuten in der Shabby-Chic-Location „Weltkunstzimmer“ mal zu zeigen, wer eigentlich Anatol Herzfeld ist, lebte der markante Künstler noch. Er verbrachte die schönen Tage vor seinem Holzatelier in der Auenlandschaft des Museums Insel Hombroich, zeichnete oder setzte Figuren aus rostigem Eisen in den Garten. Jeder durfte ihm zusehen. Doch dann stürzte Anatol und starb im Mai 2019, 88-jährig, nach einem verrückten, erfüllten Leben. Die von Schröer und Sabine Hegel arrangierte Schau an der Ronsdorfer Straße spielt nun mit der Erinnerung.

D_Malkasten_Austermann_stone_31082020

Wir wollen ja alle artig sein, unsere Schutzmasken tragen und die Hygieneregeln beachten in dieser atemberaubenden Zeit. Aber je anstrengender der Alltag im Corona-Modus ist, umso dringender brauchen wir Erholung für Körper und Geist. Was kann jetzt angenehmer sein als ein Spaziergang zur Kunst, unter freiem Himmel, ganz zwanglos? Im Malkastenpark, der sich im Herbst besonders romantisch verfärben wird, hat der freie Düsseldorfer Kurator Wilko Austermann (30) eine witzig-poetische Skulpturenausstellung inszeniert.

D_Habakuk_1_26082020

Die Figur „Habakuk“ ist nach einer Schönheitskur wieder an ihrem angestammten Platz vor der Kunsthalle Düsseldorf an den Grabbeplatz zurückgekehrt. Ein Kran hob am Mittwoch (26.8.) die fast eine Tonne schwere Bronze-Skulptur auf den vorbereiteten Sockel.

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Alles fließt dahin – sogar die Angst vor Corona. Als der Düsseldorfer Allroundkünstler Stephan Kaluza im April sein Rhein-Fotobanner an der Fassade des Düsseldorfer Andreas Quartiers präsentierte, durften die Medienmenschen nur einzeln und draußen vortreten. Jetzt, im August, kann von virologischer Entwarnung keine Rede sein, aber man saß entspannt in der Lounge beim Kaffee. Die Show muss weitergehen, das Leben braucht Kultur und Abwechslung. „Kommt r(h)ein“ heißt deshalb die Indoor-Fortsetzung von Kaluzas Fotoprojekt.

D_faces_abend_13082020

Nur die Mutigen wagen sich ja nachts noch auf den Burgplatz, wo sich das Partyvolk gern allzu heftig amüsiert. Zur Premiere von Jan Isings Videospektakel „Faces of Düsseldorf“ drohte zum Glück ein Unwetter. Es hielt die Massen fern – und zog dann doch vorbei. Hinter den Topfpalmen der Schlüssel-Terrasse ging karibisch die Sonne unter, friedliche Erwartung machte sich breit, und das acht Meter hohe, weiße 3-D-Gesicht, das über Tag still mit einer riesigen roten Atemschutzmaske an seinem Gerüst hängt, wurde virtuell lebendig. Und macht seine Show allabendlich bis Anfang Oktober.

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Er lacht. Er knautscht die Stirn. Er brummelt. Manchmal alles innerhalb von ein und derselben Minute. Das Wetter auf einer Nordseeinsel ist ein ziemlich lahmer Zossen - dagegen. Doch gerade jetzt ist Dietmar ein nervöser Wolf. Der Düsseldorfer Politik ist Wolf seit langem schon grün. Ihn selbst, passionierter Radfahrer, reizt am Hobby Ente ihre Einfachheit. "Sie ist kein Auto, sie ist eine Lebenseinstellung", sagt der Entengeschichtenschreiber schmunzelnd. Lebenskünstler – das kann er. Aber als Autor Anton Wolfpril die eigenen Geschichten vorzulesen? Das macht dem Grizzly vom Kirchplatz tüchtig Puls.

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Ihre vierte Ausstellung eröffnet die Gruppe „Linse trifft Leinwand“ am Samstag (25.7.) im Ballhaus im Nordpark. Unter dem Thema „Farbenspiel“ haben vier Maler*innen und vier Fotografen*innen ihre Exponate geschaffen und stellen sie vom 25. Juli bis zum 2. August 2020 aus.

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