Kultur

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Yes, wir haben verstanden. Susanne Gaensheimer, regierende Chefin der Kunstsammlung NRW, ist ein Global Player der Kuratorenszene. Sie will und wird dem hiesigen Kulturbürger immer wieder außereuropäische Gegenwartskunst vorführen, auch wenn er zuckt, der westliche Geschmack. Nach Akram Zaataris arabischer Rätselflut und den Konzepten des indischen Raqs Media Collective präsentiert sie im K21 nun, was auch in New York und Paris als cool gilt: die Videos und Installationen der Chinesin Cao Fei. 1978 in der Millionen-Stadt Guangzhou geboren, erlebte die Tochter eines staatlich anerkannten Bildhauers das chinesische Wirtschaftswunder und die von Geschäftsinteressen geleitete Öffnung des Systems. Erfolgreich macht sie nun ihr eigenes Business mit dem, was der Katalog „Die Kunst der überschwänglichen Mehrdeutigkeit“ nennt.

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Ein wenig Jokus muss schon sein. Sonst gucken wieder nur ein paar Stammgäste und die Medien bringen kreuzbrave Vorberichte, wenn überhaupt. Deshalb versucht es Generaldirektor Felix Krämer im Kunstpalast nun mit Lack und Leder. „PS: Ich liebe Dich“ hat das ehrwürdige Haus im Ehrenhof schon vor der Eröffnung eine Mauerecke gekostet. Denn anders wäre der Lamborghini Countach 5000 GV, Baujahr 1986, 12 Zylinder, 455 PS, Höchstgeschwindigkeit: 295 Stundenkilometer, gar nicht erst aus dem Lastenaufzug gekommen. 29 blitzende, blinkende Sportwagen ruhen bis zum 10. Februar 2019 auf aluminiumgrauen, mal 25, mal 45 Zentimeter hohen Sockeln in zwei Ausstellungssälen. Der Kunstpalast zeigt Chrom-Juwelen.

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Mit der Novemberrevolution wurde 1918 das Kriegsende, das Wahlrecht und der gesetzliche Acht-Stunden-Tag erreicht. Die Theaterperformance „November Revolution in Düsseldorf“ erinnert am Samstag (29.9.) und Sonntag (30.9.) als lebendiges Denkmal an die Ereignisse in Düsseldorf und den hundertsten Geburtstag.

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Der Festivalkurator Stefan Schmidtke wird Programmdirektor des Festivals Theater der Welt 2020 in Düsseldorf. Darauf haben sich das Internationale Theaterinstitut (ITI) und das Düsseldorfer Schauspielhaus verständigt. Seine Arbeit beginnt in wenigen Tagen.

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Zweifel sind angebracht. Schon immer war der Sprache nicht zu trauen. Was in der Menschheitsgeschichte als Tatsache verstanden wurde, konnte genauso gut ein Märchen sein oder eine Metapher, getragen von Glauben, Liebe, Hoffnung, Hass. Heute, im Zeitalter des digitalen Zaubers, lügen auch vermeintlich eindeutige Abbilder. Fotografien und Filme lassen sich so perfekt verändern, dass niemand die Schnitte bemerkt. Zugleich können sie sich ungehemmt im Netz verbreiten – genau wie Behauptungen aller Art. Den Verschwörungstheorien sind keine Grenzen mehr gesetzt. Im NRW-Forum kann man mal darüber nachdenken, an der Welt verzweifeln und sich doch auch ein bisschen amüsieren: „Im Zweifel für den Zweifel“ heißt eine schön maliziöse Kunstausstellung zum Thema Weltverschwörung.

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Am Wochenende gab es wieder mal ein China-Fest vor dem Düsseldorfer Rathaus: so rot, so golden, so kitschig-populär, der Himmel hing voller Troddeln und Lampions. Auch Chinas Porzellan gilt im Westen als verspielt. Man erwartet üppig bemalte Bodenvasen, reichlich Drachen, Blüten, Figuren. Dabei waren solche Dekors eher für den ordinären Hausgebrauch gedacht – und für den Export in den chinaverliebten Westen des 19. Jahrhunderts. Die feine chinesische Art hingegen ist zurückhaltend. Der Kaiser trank seinen Tee aus zarten eintönigen Schalen, die eine besondere Bedeutung hatten. Das kann man jetzt im Hetjens-Museum lernen.

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Das Düsseldorfer Museum heißt jetzt nur noch Kunstpalast. Das klingt frischer, cooler, moderner. Und so ist auch der Stil des neuen Generaldirektors Felix Krämer. Er hat das Haus geöffnet, Trennwände entfernt, Hemmschwellen beseitigt, den Shop und die Kassen ins Foyer geholt. Vier der kraftvoll geschichteten Skulpturen von Tony Cragg markieren bis Februar den Ehrenhof. Und bevor ab Ende September das Design legendärer Sportwagen in einer frechen Schau gefeiert wird („PS: Ich liebe Dich“), präsentiert Krämer nun einen Klassiker der rheinischen Moderne: den Maler Walter Ophey (1882-1930) und seine betörenden Bilder.

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Michael Becker ist seit September 2007 Intendant der Düsseldorfer Symphoniker sowie der Tonhalle Düsseldorf. Nun wurde sein Vertrag bis Sommer 2024 verlängert. Nachdem der Rat der Stadt im Juli beschlossen hatte, die Tonhalle künftig als eigene Gesellschaft zu führen, wird Becker zusätzlich Geschäftsführer.

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(Der Berichterstatter kommt von links auf die Bühne und stolpert über ein aufgeweichtes Reclam-Heft, das auf dem Boden liegt)
„Man muss vor diesem Wilfried Schulz warnen. Gewiss, er ist nicht groß an Gestalt und schaut auf den ersten Blick intellektuell drein. Abgehoben und durchgeistigt, irgendwie, wenn Sie mich fragen. Doch lassen Sie sich nicht täuschen, er ist ein gemeingefährlicher Mann. Schauen Sie sich dieses verschmitzte Schmunzeln an! Mit dem wird das nichts mit dem populistischen Säurebad für Anstand und Werte und Demokratie. Der springt glatt mitten rein ins ätzende Vollbad und holt alle drei da raus.“

(Der Leser schaut stirnrunzelnd auf. Er hat sein Tablet in eine Zeitung eingeschlagen und legt gerade eine virtuelle Bildschirm-Patience, während er so tut, als würde er den Leitartikel studieren)
„Nun machen Sie aber mal einen Punkt. Wieso springen sie hier so auf und ab? Beruhigen Sie sich doch erst einmal. Sie machen immer entschieden zu viel Alarm da, mit diesem…äh, in dieser Gazette…Sie sollten ihre Mitte finden, ihr Central.“

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Auf dem Weg von der Bastionstrasse auf die Kö wird man von grimmigen, versteinerten Blicken begleitet: Von den Fassaden des 1906 gebauten Stahlhofes. Ein geschichtsträchtiger Ort, zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts errichtet als Sitz der Stahlbarone, 1946 wurde hier das Land NRW gegründet wurde. Heute residiert darin das Verwaltungsgericht Düsseldorf.

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Türen neu, Parkett saniert, Technik repariert: Die Handwerker waren fleißig im K21, dem zeitgenössischen Teil der Kunstsammlung NRW. Auch die beliebte Kletterinstallation „in orbit“ von Tomás Saraceno – unser Abenteuerspielplatz für Schöngeister – musste gewartet werden. Drei Wochen blieb das Haus hinterm Schwanenspiegel geschlossen. Direktorin Susanne Gaensheimer nutzte die Zeit, um ein festes Team zu installieren und die Kunst frisch aufzumischen. Die Sammlungsräume sehen mal wieder anders aus, ein Besuch lohnt sich.

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Da im K21 der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen umgebaut und renoviert wird, ist das Haus für die Besucher ab Montag (13.8.) für drei Wochen geschlossen. Mit der Wiedereröffnung am 6. September gibt es eine „ticketfreier Zone“ und die Schau „What´s Love Got to Do With It“ der amerikanischen Künstlerin Lutz Bacher.

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Einen künstlerischen Blick auf das Düsseldorfer Rathaus können die Besucher seit Mittwoch (8.8.) im Rathaus bewundert. Dort eröffneten die Künstlerin Karin Karrenberg und der Goldschmied Hans Petrovic ihre Ausstellung, in der die Werke noch bis zum 30. August zu sehen sind.

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Zum sechsten Mal steigt das Open Air „Rock gegen Rechts“ auf der Ballonwiese im Düsseldorfer Volksgarten. Doch wenn am Samstag (4.8.) ab 15 Uhr das Bühnenprogramm startet, ist es weit mehr als ein Open Air mit kostenlosem Eintritt. Denn viele Initiativen, Organisatione und Gruppierungen beteiligen sich mit Ständen und zeigen dabei konkrete Ideen für eine solidarische Gemeinschaft ohne Rassismus.

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Der Bildhauer Friedrich Werthmann erlebte die Rückkehr seines Kugelbrunnens an den Martin-Luther-Platz nicht mehr. Er verstarb am 9. Juni 2018. Doch der neue Aufstellungsort des 1964 von ihm kreierten Brunnens erfolgte noch in enger Abstimmung und in seinem Sinne. Seit Montag (9.7.) dreht sich die Kugel wieder.

Düsseldorf, Helau!

Karnevalssession 2018/19

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