Kultur

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Ok, die einmaligen Pfingstferien haben der diesjährigen Jazz Rally, der 26., vielleicht etwas weniger Besucher beschert, allerdings war die 26. Veranstaltung auf ihre Art und Weise auch einmalig, nicht zuletzt durch das perfekte Festival-Wetter, nicht zu heiß, nicht zu kalt. Das allein sorgte schon für eine tolle Stimmung und eine entspannte positiv-fröhlich-freundliche Atmosphäre, freute sich Boris Neisser von der veranstalteten Destination Düsseldorf. Bei 75 Konzerten auf 30 Bühnen wurden von der Preview bis Sonntagnachmittag an die 250 000 (Vorjahr: 300.000) Besucher gezählt. Damit gilt die Düsseldorfer Veranstaltung als größtes deutsches Jazz-Festival.

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Jürgen von der Lippe schaut auch rein am späten Samstagabend im Breidenbacher Hof. Der Titel seines Stücks, mit dem er zurzeit im Theater an der Kö gastiert, ist auch hier Programm: „Die wollen nur spielen“. Jam Session, sie ist Tradition, quasi das Zwischenhoch der Jazz Rally, die Jam-Session am Samstag zur halben Nacht in der Lobby Lounge des Breidenbacher Hofs.

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Der erste Höhepunkt der diesjährigen Düsseldorfer Jazz Rally im Festzelt am Burgplatz. Die Betonung liegt auf der ersten Silbe, und dafür sorgt der Schirmherr Klaus Doldinger, der erst vor wenigen Tagen seinen 82. Geburtstag gefeiert hat. Davon mehr als 60 Jahre Jazzer. Düsseldorf begrüßt den Seinen mit vorfreudigen „Doldi!“-Rufen – und er antwortet mit seinem mal samtigen, dann smarten, sogar manchmal so schön leicht schmutzig getönten Saxophon.

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„Los Masis“ aus Bolivien gastieren am 18.Mai 2018 in der Freizeitstätte Garath und geben ihr Jubiläumskonzert. Sie werden sie die Konzertbesucher mit Gesang und traditionellen Instrumenten in das Hochland der Anden versetzen.

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Die Frau ist verrückt. Das steht fest für uns, die wir im Leben nach Wohlbefinden streben. Marina Abramović setzt sich körperlichen Schmerzen und seelischen Qualen aus und nennt das Kunst. Sie zelebriert ihren Masochismus in aller Öffentlichkeit. Dafür wird sie von Kuratoren und Vernissage-Plauderern in den renommiertesten Galerien der Welt vergöttert. Warum nur? Vielleicht, weil es ihr gelingt, das Dunkle und Wilde, das Gefühl von Wut, Angst und Gefahr vor unseren Augen in ein Gezähmtes zu verwandeln, es gewissermaßen unschädlich zu machen. Das versteht, wer sich auf die Retrospektive in der Bonner Bundeskunsthalle einlässt: „The Cleaner“ (Tatortreiniger) heißt die furiose Schau und ist kein Familienprogramm.

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Die Mahn-und Gedenkstätte setzt wichtigen Düsseldorfer Zeitzeugen ein Zeichen. Der Künstler Bernard Langerock porträtiert in seiner Ausstellung mit Licht-Collagen zwölf Menschen, die durch ihr Engagement eine große Rolle für die Mahn- und Gedenkstätte gespielt haben. Bis zum 27. Mai können die Besucher im Julo-Levin-Raum betrachten, wie aus fotografischen Erinnerungen Collagen mit einer besonderen Technik wurden.

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Nach der Absage der Max Stern Ausstellung im Dezember 2017 haben Oberbürgermeister Thomas Geisel und Kulturdezernent Hans Georg Lohe am Donnerstag (26.4.) verkündet, dass es nun eine Tagung, ein Seminar an der HHU und eine Ausstellung geben wird. Die Tagung im November 2018 im Haus der Universität wird unter dem Titel „Leben und Wirken des jüdischen Kunsthändlers Max Stern in Geschichte und Gegenwart“ stehen. Die Ausstellung ist für Herbst/Winter 2019/2020 geplant und wird von Gastkurator Dr. Dieter Vorsteher aus Berlin konzipiert.

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Sorry, solche Fragen müssen erlaubt sein: Ist es sinnvoll, das Düsseldorfer Landesmuseum für zeitgenössische Kunst zu bespielen, als sei es Teil einer Documenta oder Biennale? Ist die Anerkennung von internationalen Expertencliquen wichtiger als die Kenntnisse und Neigungen des Publikums? Nach dem libanesischen Konzeptkünstler Zaatari stellt Direktorin Susanne Gaensheimer im K21 nun das indische Künstler- und Kuratorenkollektiv „Raqs Media Collective“ vor. Weder dieser hierzulande unbekannte Name noch das Plakat mit einem eher abweisend wirkenden Handabdruck dienen der Reklame. Nur entschieden interessierte Besucher des Ständehauses werden im Souterrain den Einfällen von Raqs folgen.

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So ein dicker kleiner Hund mit eingedrückter Nase, tiefen Falten und einem eher schweinischen Ringelschwänzchen gehört ja nicht gerade zu den anmutigen Tieren. Doch Schönheit liegt bekanntlich im Auge des Betrachters. Und wenn der Mops sein Köpfchen schief legt und goldig guckt mit seinen Glotzaugen, ist auch der Mopsverächter gerührt. „Charme, Würde und Intelligenz“ wird dem Mops vom Rassehundverband FCI bescheinigt. Treu, mutig und gutmütig ist er sowieso. Und auch sehr drollig in Meissner Porzellan, wie die populäre Frühjahrsausstellung des Hetjens Museums beweist.

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Er ist der Mann mit dem Hut in der hinteren Reihe, dritter von links. Auf dem berühmten Bild der „Zeitgenossen“, das Arthur Kaufmann 1925 vom Düsseldorfer Künstlerkreis um Johanna Ey malte, lugt Jankel Adler mit seinem dunklen, skeptischen Blick hinter der Schauspielerin Hilde Schewior hervor. Dabei wirkt er, schrieb die Kunstgeschichtserzählerin Anna Klapheck, wie einer, „der für einen Augenblick hinzugekommen ist und gleich wieder gehen wird“.

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In Düsseldorf jazzt es wieder: Einen Vorgeschmack auf die Jazz Rally gab es am Sonntag in der großen Eingangshalle des Andreasquartiers. 26 Saxophonisten stimmten unter Leitung von Rainer Witzel den Jazzklassiker Bag's Groove an. Das machte offensichtlich Musikern und Zuhörern Spaß, denn danach ging es weiter zur Treppe am Schlossturm, wo es viel Applaus für die spontane Straßenmusik gab.

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Natürlich passen sie nicht alle zusammen in eine Westentasche: Liebe und Revolution, Kunst und Kitsch, all die Farben, Töne, die kleinen und die großen Gesten. Da führte einen das handtellergroße Programmheft in die Irre. 40 Museen, Galerien, In- und Off-Locations schnippten deshalb bei der „Langen Nacht der Museen“ am Samstag (14.4.) hektisch mit den Fingern: „Hey, Publikum, schau mich an! Nein mich! Hallo, HIER-BIN-ICH.“ Als am frühen Sonntagmorgen im Quartier Bohème der letzte Walzer gedreht war, hatten 23.000 Menschen für jeweils 14 Euro geordert: „Einmal Kultur, Quattro Stagioni, extra scharf und mit ein wenig Knoblauch, bitte.“

Mehr Eindrücke aus der Langen Nacht der Museen in der report-D Bildergalerie

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Das Pitcher bietet am Samstag (14.4.) ab 18 Uhr eine Bühne für die Bands „The John Porno Punk Explosion“ und „Vanbargen“. Das Konzert setzt ein Zeichen gegen Rassismus und Faschismus und unterstützt das Festival „Rock gegen Rechts“. Die Eintrittsgelder werden dem Verein „Rock gegen Rechts Düsseldorf“ gespendet, denn für die sechste Auflage den Open-Air-Konzerts am 4. August, auf der Ballonwiese im Volksgarten, sind viele neue Ideen in Vorbereitung.

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Jetzt wollen wir mal hoffen, dass der Frühling bald recht kunterbunt aufblüht. Denn solange draußen das Wetter dermaßen die Stimmung trübt, will man drinnen nicht unbedingt auch noch vorwiegend graue Kunst sehen. Der neutrale Mischton aus Schwarz und Weiß ist, sagte der Maler und Grau-Experte Gerhard Richter 2004 in einem Interview, „die ideale Farbe für Meinungslosigkeit, Aussageverweigerung, Schweigen, Hoffnungslosigkeit“. Auweia. Doch abgesehen von diesen bleischweren Zuweisungen ist die Nicht-Farbe auch schön – wie man in der Ausstellung „Black & White: Von Dürer bis Eliasson“ im Düsseldorfer Kunstpalast erkennen kann.

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Ihr selbstgestecktes Ziel hat das Kuratorium „Schauspielhaus2020“ mit ihrer Kampagne „Schauspielhaus2020 – Düsseldorfer Bürgerinnen und Bürger für ihr Theater“ erreicht: 5.964.983 Euro wurden bis zum 22. März gespendet. Damit konnte die Hälfte der rund 12 Millionen Euro Kosten für die Modernisierung und Sanierung der öffentlichen Bereiche des Schauspielhauses durch Spenden gesammelt werden.

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