Kultur Ausstellungen

D_Stahlhof_08092018_

Burkhard Neumann vor seinem Bild des Stahlhofes mit einem Kopf vom Kaufhof, der aus mehreren Figuren besteht, Foto: Neumann

Düsseldorf: Faszinierende Fassaden im Verwaltungsgericht - Burkhard Neumann vermalt den Stahlhof

Auf dem Weg von der Bastionstrasse auf die Kö wird man von grimmigen, versteinerten Blicken begleitet: Von den Fassaden des 1906 gebauten Stahlhofes. Ein geschichtsträchtiger Ort, zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts errichtet als Sitz der Stahlbarone, 1946 wurde hier das Land NRW gegründet wurde. Heute residiert darin das Verwaltungsgericht Düsseldorf.

Die imposante Fassade mit ihren allegorischen Figuren hat der Düsseldorfer Künstler Burkhard Neumann nun in Farbzeichnungen festgehalten. Die Werke sind jetzt ausgestellt in der Cafeteria des Stahlhofes. „Schon als Kind hab ich Häuser gemalt“ erzählt der gelernte Grafik-Designer, „auch später an der Werkkunstschule. Da bin ich mit dem Klapphocker losgezogen und habe Fassaden skizziert“.

Seit über 30 Jahren lebt und arbeitet Neumann in Oberkassel. Nachdem er sein grafisches Atelier aufgegeben hatte, wollte er sich nicht kleiner setzen, sondern nahm sich die Freiheit, größere Formate zu erproben. Quasi direkt vor der Haustür. Oberkassel ist bekanntlich reihenweise reich an eindrucksvollen Fassaden. So entstanden meterlange Werke. Kein Wunder, dass sich stolze Hausbesitzer an ihn wandten, um ihre Immobilien als Wandschmuck in Auftrag zu geben.

Vorlagen für Neumanns lavierte Farbstiftzeichnungen, wie er seine von ihm entwickelte Technik nenne, sind meist Fotos, die er, auch um stürzende Linien wieder gerade zu rücken, mit der Reißschiene überträgt auf Aquarellkarton oder Leinwand und danach mit Wasser „vermalt“. Das verleiht ihnen leicht verwischte, beinahe verwunschene Anmutung.

Unwillkürlich tritt der Besucher beim Betrachten einen Schritt zurück – und sieht schärfer. Fassaden, die er aus dem Blickwinkel des Fußgängers so nicht wahrgenommen hätte. Zum Beispiel die steinernen Köpfe am Kaufhof an der Kö, die Neumann Auge in Auge vom oberen Stockwerk des Breidenbacher Hofes ins Visier nehmen konnte. Wie sollte man auch von unten sehen, dass dort viele Figuren ein Gesicht ergeben.

„Stahlhof und Nachbarn – Burkhard Neumann“

Die Ausstellung ist noch bis zum 7. Dezember in der Cafeteria im Verwaltungsgericht Düsseldorf, Bastionstrasse 39, zu sehen. Geöffnet montags bis donnerstags von 8 bis 15 Uhr, und freitaga von 8 bis 14 Uhr. Der Eintritt ist frei. Das Gebäude darf nur mit einem gültigen Personalausweis betreten werden. Individuelle Führungen mit Burkhard Neumann können unter burkhardneumann43@gmail.com oder Telefon 0152 2365 2487 vereinbart werden.

Zurück zur Rubrik Ausstellungen

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Ausstellungen

D_Goldstein_F_01042019

Mit der Vernissage am Montagabend (1.4.) eröffnete die Mahn- und Gedenkstätte eine besondere Fotoausstellung: "Goldsteins Traum. Von Düsseldorf ins gelobte Land - eine fotografische Annäherung". Dr. Georg Goldstein war Arzt, doch in beeindruckender Weise dokumentierte er mit Fotos seinen Blick auf das Leben und den Alltag in Palästina. Die Schau ist in Kooperation mit dem Salomon Ludwig Steinheim-Institut für deutsch-jüdische Geschichte an der Universität Duisburg-Essen entstanden.

D_Familia_2_04022019

Familie ist für die Fotografin Katharina Mayer ein zentrales Thema, dass die ehemalige Becher-Schülerin in ihrem Projekt „Familia“ bereits seit über 18 Jahren verfolgt. Zehn Familienporträts sind seit Montag (4.2.) in einer Ausstellung im Foyer des Rathauses zu sehen.

D_MGS_Aust_01202019

"mutig – weiblich – unvergessen. Düsseldorfer Frauen in der Geschichte" heißt die neue Sonderausstellung, die ab Dienstag (5.2.) in der Mahn- und Gedenkstätte zu sehen ist. Darin werden sechzehn Frauen geehrt, von denen die meisten Namensgeberinnen für Düsseldorfer Straßen sind. Sie stehen für die vielen Frauen, die in der NS-Zeit eine große Rolle spielten. Denn wenn es darum ging, jemanden zu verstecken, Lebensmittel zu besorgen oder Denunziationen vorzubeugen, waren es oft die Frauen, die mutig agierten.

report-D: Social Media / RSS

Bildergalerien von report-D