Kultur Ausstellungen

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Das Stadtmuseum Düsseldorf soll die von Dr. Vorsteher kuratierte Max Stern Ausstellung umsetzen, Foto: Stadtmuseum Düsseldorf

Düsseldorf würdigt Max Stern nun doch

Nach der Absage der Max Stern Ausstellung im Dezember 2017 haben Oberbürgermeister Thomas Geisel und Kulturdezernent Hans Georg Lohe am Donnerstag (26.4.) verkündet, dass es nun eine Tagung, ein Seminar an der HHU und eine Ausstellung geben wird. Die Tagung im November 2018 im Haus der Universität wird unter dem Titel „Leben und Wirken des jüdischen Kunsthändlers Max Stern in Geschichte und Gegenwart“ stehen. Die Ausstellung ist für Herbst/Winter 2019/2020 geplant und wird von Gastkurator Dr. Dieter Vorsteher aus Berlin konzipiert.

Thomas Geisel sagte am Donnerstag, es sei richtig gewesen, die Ausstellung zu verschieben. Denn um das Leben und Wirken Max Stern angemessen zu würdigen, müsse mit Zeit und Sorgfalt vorgegangen werden. Der unabhängige Gastkurator Dr. Dieter Vorsteher wird die Ausstellung konzipieren und das Stadtmuseum setzt sie dann im Herbst oder Winter 2019/2020 um. Begleitet wird die Arbeit von einem wissenschaftlichen Beirat, dessen Leitung Prof. Dr. Uwe M. Steele übernimmt. Neben dem Direktor der Stiftung Museum Kunstpalast, Dr. Felix Krämer und dem Leiter des Düsseldorfer Stadtarchis, Dr. Benedikt Mauer, sollen dem Beirat weitere Mitglieder angehören, zu denen auch fünf Experten aus Kanada gehören sollen. Angefragt und eingeladen sind Vertreter der kanadischen Concordia University und der Dr. Max und Iris Stern Foundation.

Internationale Tagung im November

Am 29. November lädt die Stadt zu einer Tagung ein, die den Düsseldorfer Kunsthandel in der NS-Zeit, die Biografie Max Sterns, die Firmengeschichte der Galerie und die Wiedergutmachungsbemühungen in der Nachkriegszeit behandeln soll. Konzipiert wird die Tagung von Provenienzforscherin Jasmin Hartmann. Unmittelbar vor der Tagung treffen sich Experten in Berlin zur internationalen Konferenz des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste zum 20. Jahrestag der Washingtoner Konferenz

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Sämtliche Kunstwerke sind mit aktuellem Stand zur Provenienz im Digitalen Kunst- und Kulturarchiv Düsseldorf erfasst: www.emuseum.duesseldorf.de/view/objects/aslist/6773

Jasmin Hartmann ist eng in die Planungen zur Max Stern Tagung und Ausstellung einbezogen. Denn neben den Vorbereitungen sind sechs Fälle bei der Stadt bekannt, bei denen Erben das Eigentum von Werken an den Beständen der Kunsthändler Julius und Max Stern beanspruchen. Nach aktuellem Forschungsstand befinden sich 35 Gemälde in den städtischen Kunstsammlungen, deren genaue Herkunft geklärt werden muss. Hilfe erhält Jasmin Hartmann dabei von Professorin Dr. Ulli Seegers von Institut für Kunstgeschichte der HHU. Die Studierenden der Bereiche Kunstvermittlung und Kulturmanagement unterstützen bei den Recherchen. Denn es gilt zu ermitteln, ob die Gemälde zwischen 1933 und 1945 erworben wurden.

Max Stern

Nach seiner Promotion im Jahr 1928 stieg Max Stern (1904-1987) in die 1913 gegründete Galerie seines Vaters Julius Stern ein und übernahm das Haus an der Königsallee 1934 nach dessen Tod. Schwerpunkte der Galerie waren der Handel mit Kunst der Düsseldorfer Malerschule, dann auch zeitgenössischer Kunst und später verstärkt Alter Meister. Sie gehörte neben der Galerie Alfred Flechtheim, der Galerie Paffrath und dem Kunstsalon Tietz zu den bekanntesten Adressen des Düsseldorfer Kunsthandels im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts.
Aufgrund seiner jüdischen Abstammung wurde Max Stern 1935 die Aufnahme in die national-sozialistische Reichskammer der bildenden Künste und damit die Erlaubnis zur Weiterführung seiner Kunsthandlung verwehrt, bis man ihn schließlich zur Liquidierung seiner Galerie Ende 1937 zwang. Stern floh kurze Zeit darauf über Paris nach London und 1941 weiter nach Kanada ins Exil.

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