Kultur Fotografie

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Clara Sels will sich den Erfolg ihrer Arbeit nicht nehmen lassen

Photo Weekend Düsseldorf - so geht es weiter

„Das Photo Weekend findet im kommenden Februar  weiterhin unter der Leitung von Clara Maria Sels statt“ – mit diesem Satz wurden Pressevertreter am Freitag (8.9.) zu einer Pressekonferenz ins Haus der Universität eingeladen. Auf dem Podium nahmen neben Clara Sels drei Galeristen Platz, die sich klar zu ihr bekannten.

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(v.l.) Bernd a. Lausberg, Kai Brückner, Ute Eggeling und Clara Sels beim Pressetermin

Noch bevor die erste Powerpointfolie an die Wand projiziert war, brach es aus Dr. Ute Eggeling, International Fine Arts Beck & Eggeling Galerie, heraus:  Es sei eine Grenze überschritten und weil Schweigen Zustimmung bedeutet, müsse man sich nun äußern. Clara Sels habe das Photo Weekend zu dem gemacht, was es heute sei.

Galerist Bernd A. Lausberg beschreibt sich als zurückhaltenden Menschen, aber nun sieht er seine persönliche Integrität verletzt. Die Situation sei unerträglich und nach der Ränkeschmiederei Geisels mit dem Schauspielhaus, sei nun das Photo Weekend dran.

Auch Kai Brückner, TZR Galerie, beschreibt die großartige Entwicklung der Veranstaltung seit 2012 und lehnt die von Alain Bieber geplanten Veränderungen einer Jurierung der Teilnehmer ab.

Das Photo Weekend 2018 ist nicht in Gefahr

Clara Sels habe eine breite Rückendeckung der Galerien, die auch in der Vergangenheit zum Erfolg des Photo Weekends beigetragen haben. Sie wollen die – wie sie es nennen – „liberale“ Gestaltung beibehalten. Eine Qualitätssteigerung durch Wettbewerb und die Veränderung der Teilnehmer halten sie für unzumutbar. Da die Zuschüsse der Stadt zum Photo Weekend weit unter dem Betrag liegen, den die Organisatoren privat durch Partner und Sponsoren gesammelt haben, ist man sich sicher, die Ausstellung im Februar 2018 auch ohne Zutun der Stadt stemmen zu können.

Einigung noch möglich?

Die Fronten sind verhärtet, eine Kooperation mit Alain Bieber und dem NRW-Forum würde Clara Sels zwar eingehen, aber nur, wenn sie weiter als Leitung fungiert. Dabei beeindruckt sie auch nicht, dass sich der Kulturausschuss der Stadt geschlossen hinter Bieber gestellt hat.

Alain Bieber hat am Dienstag (12.9.) ins NRW-Forum zu einem Gespräch eingeladen.

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