Kunstfakten

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Mit der Kunst ist es wie mit der Politik. Nach einem Personalwechsel muss man das Neue präsentieren, ohne das Alte zu ruinieren. „In einem ziemlichen Kraftakt“, wie Pressesprecherin Marina Schuster sich ausdrückte, hat Felix Krämer, seit 100 Tagen Generaldirektor des Museums Kunstpalast, einen schicken Plan bis zum Ende des Jahrzehnts erarbeitet. „Black & White – Malerei von Dürer bis Eliasson“ (22. März bis 15. Juli) stand schon unter seinem Vorgänger Beat Wismer auf der Liste, die „Cars – Driven by Design“ hingegen, eine für den Herbst vorgesehene Schau von Sportwagen der 1950er- bis 1970er-Jahre, sind jetzt mit Vollgas um die Ecke gebogen. „Für viele eine Überraschung“, bemerkt Krämer schmunzelnd.

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Nach wochenlangem, weltweitem Aufruhr über die plötzliche und ohne internationale Rücksprache mit den Beteiligten abgesagte Max Stern-Ausstellung hat Düsseldorf am Mittwoch versucht, den eigenen Kopf aus der bereits fest zugezogenen Schlinge zu ziehen. Die Ausstellung zu dem von den Nazis aus Düsseldorf vertriebenen Kunsthistoriker und Galeristen Max Stern werde zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden, hieß es. Ein konkretes Datum dafür soll – vielleicht – Mitte Januar genannt werden. Zudem werde Düsseldorf für den Herbst 2018 zu einer internationalen Max Stern Konferenz einladen.

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Wenn am Montag (11.12.) die Menschen zur Kunstsammlung NRW strömen, haben sie ein ganz besonderes Ziel. Bei der Benefiz-Kunstauktion Heartwork werden 49 Arbeiten renommierter zeitgenössischer Künstler versteigert. Die Einnahmen des Abends sind für die Projekte der Aidshilfe Düsseldorf bestimmt.

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Ein breites Spektrum an Disziplinen, Stile und Dimensionen erwartet die Besucher am kommenden Wochenende, 18. und 19.11.2017, auf dem Gelände der ehemaligen Zentralpost. Erstmals ist das gesamte Areal zugänglich. Auf 8000 Quadratmetern zeigen 70 dort ansässige und geladene Künstler ihre Arbeiten. Ermöglicht wird der kulturelle Abschluss des Zwischennutzungsprojekts erst durch die Sparkassen-Kulturstiftung Rheinland, die in diesem Jahr ihren 30. Geburtstag feiert.

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Nein, Beat Wismer ist nicht der Typ, der einfach so verschwindet. „Ich habe das inszeniert“, erklärt er verschmitzt in seinem unverwechselbaren Schweizer Tonfall. Schon im Herbst 2016 fing seine Düsseldorfer Abschiedszeremonie an – mit der letzten vom scheidenden Direktor selbst kuratierten großen Ausstellung im Museum Kunstpalast: „Hinter dem Vorhang“. Doch dann gab es in diesem Jahr doch noch den spektakulären Auftritt mit Cranach, etliche andere Vernissagen, Vorträge für Volk und Society sowie Wismers Herzensangelegenheit mit der Abstraktion: „Beauty is a Rare Thing“, Schönheit ist ein seltenes Ding.

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Kurzatmige Betroffenheit verabscheut sie. Und ein paar Tränen sind ihr viel zu wenig. „Ich möchte mit dieser Installation den Zorn der Menschen wecken“, gesteht Heidrun Hannusch, die ganz in schwarz am Rednerpult steht. Die Installation „Lampedusa 361“ legt den Kö-Flaneuren 70 Matten in den Weg. Noch bis zum 13. Juli.

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Sie kämpft bis heute. Da stimmt auch der 75. Geburtstag wenig altersmilde. Sie kämpft – dagegen, dass die Männer die guten Drehbücher umsetzen dürfen, dass die Jungs am Set das Sagen haben. Sie kämpft – wenn es sein muss auch für eine Frauenquote auf dem Regiestuhl. Nun legt der Leiter des Düsseldorfer Filmmuseums, Bernd Desinger, die kugelsichere Weste an. Denn bei ihm ist sie am 12. Mai zu Gast: Margarethe von Trotta kommt, um ihren Helmut-Käutner-Preis 2017 abzuholen.

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Nun ist es offiziell. Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und Kulturministerin Christina Kampmann stellten am Dienstag (7.3.) Prof. Dr. Susanne Gaensheimer als neue Direktorin der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen vor. Eine Findungskommission hatte die Kunsthistorikerin vorgeschlagen, die zum 1. September vom Museum für Moderne Kunst in Frankfurt am Main in die Landeshauptstadt wechseln wird.

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Friedrichstraße 61 - das war in den vergangenen Jahrzehnten: Strauss. Ein Kaufhaus, das Schritt für Schritt seine Seele verlor. Und damit auch die Kunden. Jetzt gilt: "Strauss ist raus". Den leeren Raum füllen acht Künstler, drei Wochen lang. Sie unterliegen denselben Zwängen wie die Kaufleute. Wenn keiner kommt und kauft, ist das das Ende. Dennoch war die Ausstellungseröffnung ganz entspannt.

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„Strauss ist raus“. Und das alte Förderband bringt längst keine Waren mehr. Stattdessen hängt die Gummimatte bewusst so im Raum, dass man hindurchgehen kann. Die „raumgreifende Plastik“ von Steffen Jopp soll „die Produktion von Waren und deren Verkauf visualisieren“. „Strauss ist raus“. Ab Freitagabend (27.1.) und für drei Wochen wandelt sich der leere Verkaufs- zum Kunstraum, Friedrichstraße 61c. Zur Eröffnung an diesem Freitag, 19 Uhr sind alle eingeladen.

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Die große Frage kann keiner beantworten: Wer oder was kommt, wenn sich Beat Wismer (63) endgültig aus dem Düsseldorfer Museum Kunstpalast verabschiedet? Angeblich ist das aus internationaler Sicht nur mittelprächtige Institut für die ehrgeizigen Vertreter der Kuratoren- und Kulturmanagerbranche nicht bedeutend genug. Aber Wismer zeigt mit seinem letzten Jahresprogramm, wie kreativ man mit gemischten Sammlungen und schwankenden Finanzmitteln umgehen kann. Das Publikum wird ihm sicher wieder gerne folgen. Knapp 200 000 Besucher wurden im letzten Jahr gezählt. Für den größten Andrang sorgten – „Super Meta Maxi“ – die verspielten Kunstmaschinen des Yves Tinguely.

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1967, Düsseldorf. Gerhard Richter war Mitte 30, als er die junge Erika Kiffl in seinem Atelier empfing. Er ist über und über mit Farbe bekleckst, hält den Pinsel in der Hand, sein Blick ist skeptisch und herausfordernd zugleich. Was willst du?, scheint er zu fragen. Komm näher, wenn du dich traust!

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Tom Katz legt seine Hand in die seiner Frau Matty. Und schaut sie an. Da befinden sich beide vor ihrem Hochzeitsbild aus dem Jahr 1959. „Vier Tage später bin ich entstanden“, lacht Tochter Dorine, die sich anschließend das Interview mit ihrem Vater anhört. Der heute 85 Jahre alte Tom Katz, seine Frau und seine drei Kinder haben für Düsseldorf ihr Familienalbum geöffnet und ihre Lebensgeschichte erzählt. Sie sind nun Teil der von Grund auf renovierten und mit einer neuen Ausstellung versehenen Mahn- und Gedenkstätte für die Opfer des Nationalsozialismus.

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Geduld! Der Krawall muss warten. Der Museums-Mitarbeiter erklärt uns, warum. Die Besucherführung, die just die surrende Sandmühle verließ und nun unter dem „Brief an Peking“ steht, hat Vorrang, denn wenn das Terrororchester einmal loslegt, versteht man sein eigenes Wort nicht mehr.

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Kunst und Mondschein satt: Am Samstag, 18. April, locken 35 Museen, Galerien und Off-Locations bei der nächsten „Nacht der Museum“. Zwischen 19 und 2 Uhr morgens können Interessierte was erleben. Das kostet: 14 Euro Sammeleintritt, alle Fahrten im Shuttlebus inklusive.

Düsseldorf, Helau!

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