Kultur Kunstfakten

D_NachtderMuseen_schild_20190406

Die Düsseldorfer Nacht der Museen geschah an 40 Veranstaltungsorten. Das Programm bot alles - von Popcorn bis Picasso.

Düsseldorf: Rund 22.000 Gäste kamen zur „Nacht der Museen"

In den schicken Hafen, ins hippe Bilk – oder doch die sichere Nummer: Ehrenhof –alle Ehre den Kunst-Palästen? Rund 22.000 Düsseldorfer lösten erst ein Ticket und dann diese Fragen. 40 Kunst-Orte bei der Nacht der Museen erforderten entweder eine kluge Auswahl oder eine klasse Kondition. Es wurde geguckt, getanzt, gesungen, gespielt…die ganze Nacht. Ein tiefblaues Frühlingsfunkeln gab es als kostenlose Zugabe. Einige Bilder der Düsseldorfer Nacht der Museen - in der report-D-Bildergalerie

D_NachtderMuseen_staunen_20190406

Staunende Gäste im Wim-Wenders-Gymnasium.

D_NachtderMuseen_steine_20190406

Die Stadt spart sich das Abrissunternehmen für das Oberbilker Gymnasium.

Die Gelegenheit, die den Block C im Wim-Wenders-Gymnasium an der Schmiedestraße zu besuchen, nutzen viele. Schon auf dem Schulhof empfingen sie Seifenblasen, Flammen in einer Feuerschale und Musik. Im Eingangsbereich des Blocks, der demnächst abgerissen wird und deshalb Künstlern als Atelier zur Verfügung gestellt wurde, durften sich alle Besucher auf den Wänden als riesiges Gästebuch verewigen. Künstler und Schüler haben in den Ateliers gemeinsam gearbeitet. Anders als im Kunstunterricht wurde den Schülern die Sichtweise der Studenten der Kunstakademie vermittelt. Dort wird kein Ergebnis vorgegeben, sondern die Kunst entwickelt sich durch Kreativität mit verschiedensten Materialien, Mobiliar und dem Gebäude. Das Tanzhaus NRW kooperiert mit dem Gymnasium in Arbeitsgemeinschaften und der Talentschmiede. In einem Tanz-Flashmob brachten die Eleven des Tanzhauses die Besucher auf dem Schulhof in Schwung.

D_NachtderMuseen_ehrenhof_20190406

Auf Nummer sicher: Kunst-Hot Spot Ehrenhof & Co.

„Lust auf ein keines Gewinnspiel?“ Nein – sondern auf große Kunst. Im Epizentrum der Nacht der Museen nutzten viele die Chance, ihr eigenes Geschäft zu machen. Im Ehrenhof wurde ein Film – Der Augenblick“ - auf die Fassade projiziert. Wer zur Vorführung vom Regierungspräsidium aus kam, trat quasi aus der Projektionswand heraus und sah sich vielen hundert Augenpaaren gegenüber. Die „Femme Fatales“ kamen im Gewand der 1920er daher und sangen A-capella. Goya, Picasso, die Fotokunst – alles da. Im Mitmach-Atelier konnten Familien ihre eigenen Kunstwerke basteln.

D_NachtderMuseen_Kai_20190406

Tanzperformance auf dem Ueckerplatz im Düsseldorfer Medienhafen.

D_NachtderMuseen_Popcorn_20190406

Ein alter Hafenkran ist Kinoprojektor. Gezeigt wurden Tanzfilme.

Flimmern auch auf dem Ueckerplatz im Medienhafen. Hier hat Uecker einen alten Hafenkran zum Projektor umfunktioniert auf der Wand gegenüber liefen Tanzfilme – und wechselten sich mit Tanz-Performances auf einer Bühne ab. Wer wollte, zog sich eine Tüte Popcorn für zwei Euro und nahm auf den Steinbänken Platz.

D_NachtderMuseen_landtag_20190406

Zwei Schwestern als Gitarrenduo im Plenarsaal des Düsseldorfer Lndtags: die Weimer Sisters.

Wenige hundert Meter weiter stauten sich die Besucher vor der Sicherheitsschleuse des  Landtags. Wer da rein wollte, musste sich erst einmal komplett durchleuchten lassen. Im ehrwürdigen Plenarsaal zupften die Weimer Sisters kunstvoll die Saiten ihrer Gitarren, während die Bürger die Chance nutzten und ans Rednerpult der hohen Landespolitik traten. Sie mimten eine Rede, während Filme und Fotos dieses Auftritts entstanden. Fünf Düsseldorfer Künstler setzten sich mit der Architektur des Landtags auseinander, die jüdischen Kulturtage brachten gleich mehrere Programmpunkte ins hohe Haus.

D_NachtderMuseen_artport_20190406

Linda Nadji performte an der Reisholzer Werftstraße 77: ";MeAndTheOctagon"

Krasser Kontrast ganz im Süden, im Art Port von Düsseldorf Reisholz. Die Ausstellungshalle Reisholzer Werftstraße 77 gehörte der zeitgenössischen Kunst. Linda Nadji performte, ganz in weiß, mit einem Octagon. Spät am Abend schwangen Ketonges Elektro-Klänge durch die Off-Location.
Und das war nur ein Winzigstel der Düsseldorfer Nacht der Museen, in der drei Sonderbuslinien der Rheinbahn die Veranstaltungsorte miteinander verbanden.

Zurück zur Rubrik Kunstfakten

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Kunstfakten

D_CorinaGertz_20200512

In guten Zeiten rühmt sich Düsseldorf seiner lebendigen Kulturszene. In schlechten Zeiten treibt es die KünsterInnen an und in den existenziellen Abgrund. Report-D fragte deshalt bei Corina Gertz nach. Sie ist Sprecherin für den Düsseldorfer Rat der Künste – der bereits am 19. März einen Rettungsschirm für die Kulturschaffenden der Stadt gefordert hat.
Frau Gertz, wie ist es seither weitergegangen?

D_Kunstpalast_Vogel_30032020

Als Felix Krämer, Generaldirektor des Kunstpalastes, im Dezember 2019 das neue digitale Angebot seines Hauses für Kinder vorstellte, ahnte er noch nicht, wie bedeutsam dies drei Monate für das ganze Haus sein würde. Denn mit Maskottchen Nele, einem Rhinozeros, ging die erste eigene Website eines deutschen Kunstmuseums für Kinder an den Start. Mit dem digitalen Angebot sollen Kinder für Kunst begeistert werden. Da sich die Situation durch die Corona-Pandemie für große und kleine Kunstpalastbesucher gravierend geändert hat, ist der digitale Zugang derzeit eine tolle Möglichkeit dies von zu Hause aus zu tun.

D_Kindermuseumsnacht_Teppich_Gstettenbauer_20200203

Das ist die Geschichte von dem Erzähler mit dem Tropenhelm im Porzellanladen. Von der Entdeckung des großes Flusses mitten in Düsseldorf. Von schrägen Tönen und wildem Puppentheater. Die erste Kindermuseumsnacht in Düsseldorf wird von der Stadt als voller Erfolg bezeichnet. Rund 2200 Mädchen und Jungen erkundeten vier Stunden lang acht Museen. 7.200 Gäste waren es an dem Abend.

report-D: Social Media / RSS

Bildergalerien von report-D