Kultur Kunstfakten

D_Leonardo_Trommelautomat_20190223_Gstettenbauer

Der Mensch kurbelt, der Trommelautomat erzeugt einen Rhythmus - Bielefelder Studenten haben die Idee von Leonardo Da Vinci nachgebaut.

Düsseldorf verneigt sich mit einer Ausstellung vor Leonardo da Vinci

Um einem Genie auf die Spur zu kommen, muss man verflixt schnell sein. So wie im Moment, im Düsseldorfer Rathaus. Dort eröffnete am Samstag (23.2.) eine Ausstellung zum 500. Todestag von Leonardo da Vinci. Der starb am 2.Mai 1519. Die Da Vinci-Ausstellung in Düsseldorf dauert einen Monat lang – bis zum 22. März. Also: Pronto!

Wer mit dem Fahrrad hinfährt, um sich Zeichnungen und Modelle anzuschauen, nutzt den Leonardo um voranzukommen – Kette und Ritzel gehen auf ein Kraftübertragungsprinzip zurück, das der Universalgelehrte skizzierte. Seine Luftschraube gilt als Ideengeber für den Helikopter. Mehr als 6000, größtenteils in Spiegelschrift beschriebene Blätter hat der Meister hinterlassen. Und natürlich sie: die ewig lächelnde Mona Lisa, die im Pariser Musée du Louvre blieb, wo sie in Öl auf Pappelholz langsam vor sich hin dunkelt. An diesem heiteren Portrait malte Leonardo vier Jahre lang.

D_Leonardo_Ausstellung_20190223_Gstettenbauer

Auftraggeber waren die Fürstenhäuser - deshalb ging es bei Leonardos Maschinen auch um Kriegstechnik.

In der Ausstellung stehen Objekte nach Zeichnungen von Leonardo da Vinci, die von Masterstudenten der Fachhochschule Bielefeld erstellt wurden. Darunter befindet sich etwa ein Trommelautomat, eine Steinschleuder oder ein Kugellager. Komplettiert wird die Schau durch Objekte der Künstlerin Beatrix Sassen und des Palermitanischen Künstlers Daniele Franzella.

Italienisch-französch-deutsche Zusammenarbeit

Die Deutsch-Italienische Gesellschaft e.V. (DIG), die NRW Akademie der Wissenschaft und Künste, die Stadt Düsseldorf, das italienische Kulturinstitut Köln und das französische Kulturinstitut Düsseldorf erinnern gemeinsam an den Techniker und Künstler Leonardo da Vinci. Im Rahmen einer umfangreichen Veranstaltungsreihe zeigt die DIG auch eine Ausstellung im Düsseldorfer Rathaus.

D_Leonardo_Geisel_20190223_Gstettenbauer

OB Thomas Geisel eröffnete die Ausstellung im Rathaus.

Oberbürgermeister Thomas Geisel durfte die Schau am Samstag eröffnen: „Die Ausstellung passt hervorragend zu Düsseldorf, da ohnehin eine enge Verbindung zwischen der Landeshauptstadt und Italien besteht. Seit vielen Jahren gibt es einen intensiven Austausch zwischen Düsseldorf und Palermo, seit 2016 besteht eine offizielle Städtepartnerschaft. Vor allem im Bereich der Kultur gibt es zwischen Düsseldorf und Italien zahlreiche Projekte. Die Ausstellung über das Allround-Genie Leonardo da Vinci ist hier eines davon.“

Vortrag auf Italienisch

Da wurde der große Bogen geschlagen. Und zum Erinnerungsfoto stellten sich Generalkonsulen, Präsidenten und Direktoren vor die Werke. Bis zum 22. März sind sie im Düsseldorfer Rathaus zu betrachten. Kostenfrei. Während der Öffnungszeiten - Montag bis Freitag 8 bis 18 Uhr. Zudem finden anlässlich des 500. Todestages weitere Veranstaltungen statt, wie ein Vortrag in Italienischer Sprache von Prof. Marco Versiero unter dem Titel "L‘arte della politica nel pensiero di Leonardo" am Donnerstag, 14. März, 19 Uhr, im Goethe-Museum, Jacobistraße 2, oder die Filmvorführung "Der Da Vinci Code" in der Black Box des Filmmuseums, Schulstraße 4, am Sonntag, 24. Februar, 11 Uhr.

Zurück zur Rubrik Kunstfakten

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Kunstfakten

D_Kunstpalast_Ansicht_20190603

„Felix“ kommt aus dem Lateinischen; es bedeutet übersetzt „der Glückliche“, „der Erfolgreiche“. Und Mut hat Felix Krämer offenbar auch noch. Der Generaldirektor des Düsseldorfer Kunstpalasts wird von all dem reichlich brauchen. Denn er schlägt vor, sein Haus für knapp 30 Millionen Euro von Grund auf zu sanieren. Hundert Jahre nach der Einweihung soll aus dem maroden Ehrenhof-Kasten mit vielen Baumängeln Düsseldorfs Wohnzimmer werden.

D_NachtderMuseen_schild_20190406

In den schicken Hafen, ins hippe Bilk – oder doch die sichere Nummer: Ehrenhof –alle Ehre den Kunst-Palästen? Rund 22.000 Düsseldorfer lösten erst ein Ticket und dann diese Fragen. 40 Kunst-Orte bei der Nacht der Museen erforderten entweder eine kluge Auswahl oder eine klasse Kondition. Es wurde geguckt, getanzt, gesungen, gespielt…die ganze Nacht. Ein tiefblaues Frühlingsfunkeln gab es als kostenlose Zugabe. Einige Bilder der Düsseldorfer Nacht der Museen - in der report-D-Bildergalerie

D_Mack_Schenkung_Gruppe_20190123

Hat der Chef des Düsseldorfer Kunstpalasts, Felix Krämer, einen guten Cognac für alle Fälle in der untersten Schreibtischschublade? Das bleibt sein Geheimnis. Als er am Mittwoch (23.1.) von diesem einen Anruf erzählte, da war der Pulsschlag hinterher noch spürbar. Das Telefon klingelte. Am anderen Ende war Fritz Bagel aus der Henkel-Familie und fragte gerade heraus: „Wollen Sie den ‚Kleinen Urwald‘ von Heinz Mack als Geschenk annehmen?“ „Ja, ich will“, sagte der Museumschef. Krämer gestand heute gegenüber Journalisten: „Ich war sprachlos.“

report-D: Social Media / RSS

Bildergalerien von report-D