Kultur Kunstfakten

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Wir haben doch keine Zeit: Die "Lange Nacht der Museen" willrasch durcheilt sein. Es gibt einfach zuviel zu sehen. Foto: Rainer Hotz

Düsseldorfer Nacht der Museen 2018: Frühlingserwachen in mehr als 40 Museen

Ruff uff‘s Geschirr. Ob Brillenpinguin oder Dürer. Porzellan-Möpse (hallo, Konzentration, es sind die Hunde mit Plattnase gemeint…) oder Düsseldorf-Panorama aus dem 22. Stockwerk des Drei-Scheiben-Hochhauses: Am Samstag, 14. April, packen über 40 Museen, Galerien und Off-Locations, sagen wir „Abenteuer-Orte“, zwischen 19 und 2 Uhr den Kopf voll. Mit Ausstellungen, Führungen und Rahmenprogramm. Kultur als eine Art All-you-can-Meat, für 14 Euro pro Person.

Die Lange Nacht der Museen hat selbige längst verlassen. Kostenlose Shuttle-Busse machen die Besucher schwerelos. Oldtimer-Straßenbahnen bimmeln quer durch die Stadt. Zu dieser Nacht eröffnet das K20 die Videoinstallation k.364 des schottischen Künstlers Douglas Gordon. Im Goethe-Museum werden unveröffentlichte Arbeiten des Zero-Künstlers Heinz Mack gezeigt und das Marionetten-Theater lässt die Puppen tanzen. Das Museum Kunstpalast rückt mit „Black & White. Von Dürer bis Eliasson“ die monochrome Malerei in den Mittelpunkt und im Hetjens halten Porzellanmöpse aus Meissen Einzug. Der Kom(m)ödchen-Kabarettist Martin Maier Bode ist in der Mahn- und Gedenkstätte zu Gast und das Sipgate im Medienhafen lädt mit Thai Küche und schottischer Kunst zum Ausruhen ein.

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Nachts ium Museum: Das Läbbecke rasselt bei der Langen Nacht der Museen in Düsseldorf mit seinen Wal-Skeletten. Foto: Aquazoo

Der Landtag NRW wanzt sich mit einer Werkschau an den Newcomer Leon Löwentraut ran. Das NRW-Forum singt derweil eine Ode an die Pizza und zeigt, wie das Mafia-Törtchen zum Kulturerbe geworden ist. Premieren, Pinguine & Off-Places – neue und alte Bekannte: Mitten in der Altstadt flutet die Alte Kämmerei zur Eröffnung die Kassenhalle mit Lichtinstallationen und das Thelen Drifte Designforum lädt nahe des Hauptbahnhofs auf drei Etagen zu Kunst und Möbelklassikern ein. Auf dem Weg zum Aquazoo mit Brillenpinguinen, Papageitauchern und Co. öffnet erstmals der Club Golzheim in der Theodor-Heuss-Brücke seine Türen zu einer Kunst-Session im Nachtleben-Kontext,  während das Dreischeibenhaus Einblicke zur Hochhaus-Historie und Open Air-Genuss mit Panoramablick im 22. Stock bietet.

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Videoinstallation von EINkollektiv.     Foto: Tanja Reinicke und Anne Weyler

Einen neuen Schwerpunkt bilden Galerien und Ateliers rund um den Worringer Platz: Vom Hinterhof des W57 über das Fotoatelier von Christian Steinmetz bis zum Keller des Hotel friends zeigen Führungen mit Virtual Reality-Brillen, Street Dance Performances und viel Musik die freie Szene.

Anatolien, Gospel, Karnevalsmelodien

Das Musik-Spektrum reicht von anatolischen Klängen im Stadtmuseum über Gospelmusik im Klosterhof des Maxhauses bis zu Krachern der fünften Jahreszeit im Haus des Karnevals. Pop-Sound der Indieband Xul Zolar hüllt das FFT in eine 80er-Jahre Aura. Das Quartett Accordion Affairs entführt die Besucher des Filmmuseums nach Argentinien und für Liebhaber leiser Töne bietet Schloss Benrath mit Voix Mixte bezaubernde Klänge und ruhige Minuten.
Im Boui Boui Bilk bietet DJ Eiger Nordwand Elektro-Pop-Techno, äh Dings. Auf zahlreichen After-Partys, Feten nach Dienstschluss, tanzt die Stadt im Quartier Bohème oder im WP8 auf dem Worringer Platz.

Hier gibt's Karten

14 Euro kostet das Ticket, das Eintrittskarte in alle Veranstaltungsorte und Fahrkarte für die Shuttle-Busse und Historischen Straßenbahnen ist. Es ist in allen teilnehmenden Häusern und den bekannten ADticket-Vorverkaufsstellen erhältlich. Die Abendkasse öffnet um 19 Uhr. Informationen zur Veranstaltung gibt es im ausliegenden Programmheft, auf www.nacht-der-museen.de und an der Besucher-Hotline 0211 8999555. Besitzer einer gültigen Art:card, Art:card plus, Art:card junior oder Art:card student zahlen nix.

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Mehr Eindrücke aus der Langen Nacht der Museen in der report-D Bildergalerie

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Der Kulturentwicklungsplan (KEP) für die Stadt Düsseldorf wurde im Juni 2017 vorgestellt. Ein Ergebnis war die Forderung der Gründung eines Rates der Künste. Das Gremium soll sich für den Dialog untereinander, die Kommunikation gemeinsamer Interessen sowie die fachliche Beratung der Kulturpolitik einsetzen. Wer in der kulturellen Landschaft Düsseldorfs aktiv ist, kann sich um einen Platz im Rat bewerben und sich in der konstituierenden Sitzung 16. April 2018 zur Wahl stellen.

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