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"Lampedusa 361" - was passiert mit den Flüchtlingen, die auf dem nach Norden ertrinken? Eine Ausstellung wie ein Gräberfeld erinnerte am Kö-Bogen an die Schicksale

Düsseldorf zeigt Betroffenheit: Rund 14.000 Menschen sahen „Lampedusa 361“

Die Düsseldorfer Flüchtlingsbeauftragte Miriam Koch sah das Projekt in Dresden im Februar und sprach Initiatorin Heidrun Hannusch sofort an, um „Lampedusa 361“ nach Düsseldorf . Die Autorin ist der Frage nachgegangen, was mit den Leichnamen der Menschen passiert, die auf der Flucht nach Norden im Mittelmeer ertrinken. Und sie traf Italiener, die Fremde in ihrer Familiengruft aufnahmen, um ihnen wenigstens einen würdigen Tot zu bieten, Bürgermeister, die Trauerreden hielten und kleine Dörfer auf Sizilien, die auf ihren Friedhöfen Platz schaffen. Auf Matten gedruckten Großfotos zeigen dies. Im Gespräch mit report-D zog Heidrun Hannusch ein bewegendes Fazit der Ausstellung am Kö-Bogen.

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Sorry, solche Fragen müssen erlaubt sein: Ist es sinnvoll, das Düsseldorfer Landesmuseum für zeitgenössische Kunst zu bespielen, als sei es Teil einer Documenta oder Biennale? Ist die Anerkennung von internationalen Expertencliquen wichtiger als die Kenntnisse und Neigungen des Publikums? Nach dem libanesischen Konzeptkünstler Zaatari stellt Direktorin Susanne Gaensheimer im K21 nun das indische Künstler- und Kuratorenkollektiv „Raqs Media Collective“ vor. Weder dieser hierzulande unbekannte Name noch das Plakat mit einem eher abweisend wirkenden Handabdruck dienen der Reklame. Nur entschieden interessierte Besucher des Ständehauses werden im Souterrain den Einfällen von Raqs folgen.

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So ein dicker kleiner Hund mit eingedrückter Nase, tiefen Falten und einem eher schweinischen Ringelschwänzchen gehört ja nicht gerade zu den anmutigen Tieren. Doch Schönheit liegt bekanntlich im Auge des Betrachters. Und wenn der Mops sein Köpfchen schief legt und goldig guckt mit seinen Glotzaugen, ist auch der Mopsverächter gerührt. „Charme, Würde und Intelligenz“ wird dem Mops vom Rassehundverband FCI bescheinigt. Treu, mutig und gutmütig ist er sowieso. Und auch sehr drollig in Meissner Porzellan, wie die populäre Frühjahrsausstellung des Hetjens Museums beweist.

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Er ist der Mann mit dem Hut in der hinteren Reihe, dritter von links. Auf dem berühmten Bild der „Zeitgenossen“, das Arthur Kaufmann 1925 vom Düsseldorfer Künstlerkreis um Johanna Ey malte, lugt Jankel Adler mit seinem dunklen, skeptischen Blick hinter der Schauspielerin Hilde Schewior hervor. Dabei wirkt er, schrieb die Kunstgeschichtserzählerin Anna Klapheck, wie einer, „der für einen Augenblick hinzugekommen ist und gleich wieder gehen wird“.

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