Kultur Kunstkritik

D_Lampedusa_Feld_20170708

"Lampedusa 361" - was passiert mit den Flüchtlingen, die auf dem nach Norden ertrinken? Eine Ausstellung wie ein Gräberfeld erinnerte am Kö-Bogen an die Schicksale

Düsseldorf zeigt Betroffenheit: Rund 14.000 Menschen sahen „Lampedusa 361“

Die Düsseldorfer Flüchtlingsbeauftragte Miriam Koch sah das Projekt in Dresden im Februar und sprach Initiatorin Heidrun Hannusch sofort an, um „Lampedusa 361“ nach Düsseldorf . Die Autorin ist der Frage nachgegangen, was mit den Leichnamen der Menschen passiert, die auf der Flucht nach Norden im Mittelmeer ertrinken. Und sie traf Italiener, die Fremde in ihrer Familiengruft aufnahmen, um ihnen wenigstens einen würdigen Tot zu bieten, Bürgermeister, die Trauerreden hielten und kleine Dörfer auf Sizilien, die auf ihren Friedhöfen Platz schaffen. Auf Matten gedruckten Großfotos zeigen dies. Im Gespräch mit report-D zog Heidrun Hannusch ein bewegendes Fazit der Ausstellung am Kö-Bogen.

Zurück zur Rubrik Kunstkritik

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Kunstkritik

D_K21_6er_21112017

Nun gucken Sie nicht so ratlos! Die aktuelle Ausstellung im K21, „Against Photography“ von Akram Zaatari, ist „interessant, tiefgründig, unglaublich wertvoll“. Das hat Professor Dr. Susanne Gaensheimer, die neue Direktorin der Kunstsammlung NRW, der Presse versichert. Und sie ist sich einig mit den Kuratoren Hiuwai Chu und Bartomeu Marí aus Seoul und Barcelona, mit denen die Düsseldorfer Kuratorin Doris Krystof freundschaftlich kooperiert. Der Katalog, ab Dezember erhältlich, wird derzeit in Katalonien produziert, leider nur auf Englisch. Die vereinigten Kuratoren sind überaus „grateful“, dankbar. Dann geben wir uns doch auch mal ein bisschen Mühe.

D_Kunst_Körper_16112017

Tja, liebe Kölner, es tut uns leid: Im lustigen Konkurrenzkampf zwischen den rheinischen Metropolen haben wir Schicki-Mickis gerade mal wieder die Nase vorn. Eure Art.Fair heißt jetzt Art Düsseldorf und ist, nach 14 Jahren in Köln, mit wehenden Fahnen und zwei Top-Managern in unsere coolste Industrie-Location gezogen: das Böhler-Areal an der Grenze zu Meerbusch. Dort präsentieren die Direktoren Walter Gehlen und Andreas Lohaus in zwei Hallen eine Kunstmesse, die so schön ist, dass man sich auch als mittelloser Besucher dafür begeistern kann.

D_Bild_Neu_19102017

So ein Übergang ist ja immer auch eine diplomatische Herausforderung. Felix Krämer, der neue Generaldirektor im Kunstpalast, hatte gar nichts zu tun mit der Planung der Ausstellung „Magische Natur“. Aber der unspektakuläre Vergleich von Waldmotiven des Goethe-Zeitgenossen Carl Wilhelm Kolbe (1759-1835) mit drei aktuellen Positionen ist nun mal die erste Sache, die er als Museumschef den Düsseldorfern zu präsentieren hat. Und so versichert Krämer, dass er damit „ausgesprochen glücklich“ sei und die „Vielfalt der Sammlung“ zu schätzen wisse.

Düsseldorf, Helau!

report-D: Social Media / RSS

Bildergalerien von report-D