Kultur Literatur

D_Bücherei_03052020

Mit finanzieller Förderung des Landes NRW wurde der humanoide Roboter Pepper angeschafft, Foto: Stadtbüchereien Düsseldorf

Düsseldorf: Immer mehr Leser*innen besuchen die virtuelle Stadtbüchereien

Die Stadtbücherei Düsseldorf hat ihren Jahresbericht für das Jahr 2019 veröffentlicht und der macht deutlich, dass immer mehr Leser*innen der virtuellen Zugang suchen. Dieser Trend wird sich durch die Schließung im Rahmen der Coronaschutzverordnung noch verstärkt haben. Rund 1,3 Millionen Besucher*innen kamen persönlich ein eine der 14 Bücherei-Standorte, während über 2,8 Millionen den virtuellen Weg wählten.

Der Auf- und Umbruch in der Bibliothekswelt wird in der Jahresbilanz der Stadtbüchereien Düsseldorf deutlich. Denn die Zahl der Besucher*innen steigerte sich zwar gegenüber dem Vorjahr leicht von 1.265.381 Millionen im Jahr 2018 auf 1.300.249 im Jahr 2019. Auf mehrere Jahre betrachtet sinkt die Besucherzahl aber, 2015 waren es noch knapp 1,4 Millionen Besucher. Stetig steigend ist die Zahl der Menschen, die den virtuellen Zugang bevorzugen. Waren es 2015 noch 1,6 Millionen virtuelle Besucher, stieg die Zahl in 2019 auf deutlich über 2,8 Millionen an.

Dabei ist die Zahl der Neuanmeldungen in den Büchereien über die Jahre relativ stabil bei 10.000 bis 11.000 pro Jahr.

Der physische Medienbestand an Büchern und Silberscheiben ist von über 800.000 im Jahr 2014 auf aktuell 675.762 gesunken. Dafür wurde der Online-Bestand von rund 40.000 in 2014 auf 62.340 im Jahr 2019 aufgestockt. Die Gesamtzahl der Entleihungen sinkt aber weiter. Mit Ausnahme einer leichten Steigerung im Jahr 2017, sanken die Zahlen von 5,2 Millionen im Jahr 2014 auf knapp 4,7 Millionen in 2019.

Seit November 2019 gibt es einen ganz besonderen neuen „Mitarbeiter“ in der Zentrale am Bertha-von-Suttner-Platz. Roboter Pepper beantwortet einfache und orientierende Fragen der Bibliothekskund*innen im Foyer.

"Dabei ist das Ausleihen von Büchern und anderer Medien nur einer - wenn auch wichtiger - von vielen Gründen, eine Bibliothek aufzusuchen“, weiß Dr. Norbert Kamp, Leiter der Stadtbüchereien Düsseldorf. Denn die Bibliothek als Ort der kulturellen Teilhabe gewinnt stetig an Bedeutung,. Dort gibt es nun auch Veranstaltungen, die sich an die verschiedensten Alters- und Interessengruppen richteten. Mehr als 600 waren es im vergangenen Jahr und sie reichten vom "SommerLeseClub" über Programmierworkshops, Lesungen, Musikveranstaltungen bis hin zum internationalen Erzählcafé "Coffee & Cookies".

Da die Bibliothek ein niederschwelliger öffentlicher Raum sein möchte, wurden nun die Öffnungszeiten der Zentralbibliothek am Bertha-von-Suttner-Platz ausgeweitet. Seit dem 1. Juli öffnet die Bibliothek bereits eine Stunde früher, die Samstagsöffnungszeit wurde sogar verdoppelt. Das Angebot wird sehr gut angenommen und die Erfahrungen sollen in die neue Zentralbibliothek am Standort Konrad-Adenauer-Platz 1 einfließen.

Der Jahresbericht ist auf der Homepage der Stadtbüchereien abrufbar unter: www.duesseldorf.de/stadtbuechereien/alles-ueber-uns/ueber-uns.html

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