Kultur Literatur

D_OberkasselBuecherschrank_20170528

Nun ist auch in Oberkassel am Werner-Pfingst-Platz das kostenlose Schmökern möglich

Düsseldorf Oberkassel: Sechster Offener Bücherschrank eingeweiht

In Zeiten von Tablets, E-Books und online Medien erscheinen sie wie kleine Antiquariate in den Stadtteilen. In Oberkassel auf den Werner-Pfingst-Platz steht der sechste „Offene Bücherschrank“ und wenn er so angenommen wird, wie seine fünf Vorgänger in den anderen Stadtteilen, sorgt er für Lesestoff und nette Gespräche.

D_OberkasselBuecherschrank_Nutzung_20170528

In jedem Schrank gibt es eine Nutzerordnung mit Hinweisen

Der erste Schrank dieser Art steht seit Sommer 2011 am Rheinufer neben dem KIT (Kunst im Tunnel). Selbst an normalen Wochentagen ist dort ein Kommen und Gehen. Menschen jeden Alters bleiben stehen, prüfen das Angebot oder stellen neue Bücher hinein. Oft kommt es auch zu Gesprächen unter den Nutzern, es gibt eine kostenlose Buchkritik oder ein Tipp, was die Buchliebhaber für lesenswert halten.

Nun steht er auch in Oberkassel

Dass der Schrank in Oberkassel auch zum Kommunikationstreff wird, wünschen sich Gordana und Frank Fuhrmann-Schneider. Durch ihr Engagement wurde nach langem Warten am Freitag (26.5.) der Bücherschrank offiziell eingeweiht und bestückt. Sie lesen selber gerne und viel und der Schrank bietet nun eine gute Gelegenheit, das Gelesene an andere weiterzugeben. Wenn es so läuft wie bei den anderen Standorten, wechselt der Bücherinhalt regelmäßig und bietet ein breites Spektrum von Romanen, Krimis, fremdsprachige Titel und Kinderbüchern.

Die „Offenen Bücherschränke“ in Düsseldorf sind aller gleicher Bauart und vom Architekten Hans Jürgen Greve entworfen und gebaut. Er kümmert sich auch um Reparaturen, deren Notwendigkeit von den ehrenamtlichen Paten gemeldet wird. Vandalismusschäden hat es bisher nicht gegeben.

D_OberkasselBuecherschrank_quer_20170528

Auch der Schrank in Oberkassel ist bereits gut gefüllt

Weitere Bücherschränke in Planung

Durch die Zusammenarbeit von Initiativen, Bezirksvertretungen, Literaturbüro, des Kulturausschusses  und weiterer Sponsoren stehen bereits sechs Bücherschränke in der Landeshauptstadt. In der Innenstadt gibt es einen am Mannesmannufer, neben dem KIT, in Bilk auf dem Friedensplätzchen, in Gerresheim auf dem Gerricusplatz, im Zooviertel auf dem Schillerplatz und im Übergang von Derendorf nach Pempelfort an der Kreuzung Klever/Jülicher/Collenbach- und Roßstraße.

Maren Jungclaus vom Literaturbüro NRW berichtet auf report-D Nachfrage, dass das Interesse an Schränken groß ist. Aber es braucht Genehmigungen und die Kosten von 7000 Euro für den Schrank an sich müssen auch gestemmt werden. Fest in Planung ist noch ein weiterer Schrank in Grafenberg. Aber auch für andere Stadtteile, wie Kaiserswerth oder im Bahnhofsviertel gibt es bereits Ideen. Die Organisation läuft über die Bezirksvertretungen, die nach Aufstellung auch die Eigentümer der Schränke sind.

Zurück zur Rubrik Literatur

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Literatur

D_Tilly_er_Buch_30062020

Das fünfte Buch des Düsseldorfer Künstlers Jacques Tilly heißt: MEHR WAGEN. Es sind nicht nur Karnevalswagen, die in den Hallen an der Merowinger Straße entstehen. Es sind politische Statements, die es weltweit in die Schlagzeilen schaffen. Doch die Umsetzung seiner satirischen Ideen schafft der Künstler nur, weil er ein starkes Team hinter sich hat. Deshalb handelt sein neues Buch von den Tagen vor Rosenmontag und was hinter den verschlossenen Werkstatttüren geschieht.

D_Bücherei_03052020

Die Stadtbücherei Düsseldorf hat ihren Jahresbericht für das Jahr 2019 veröffentlicht und der macht deutlich, dass immer mehr Leser*innen der virtuellen Zugang suchen. Dieser Trend wird sich durch die Schließung im Rahmen der Coronaschutzverordnung noch verstärkt haben. Rund 1,3 Millionen Besucher*innen kamen persönlich ein eine der 14 Bücherei-Standorte, während über 2,8 Millionen den virtuellen Weg wählten.

D_Geisel_Buch_14012020

Der Radschläger ist ein Symbol für Düsseldorf. Allerdings können nur noch wenige Düsseldorfer wirklich ein Rad schlagen. Thomas Geisel, Oberbürgermeister von Düsseldorf, kann es. In seinem Buch „Düsseldorf persönlich“ verrät Geisel in vielen Anekdoten unter anderem, wie ihm das Radschlagen das Ankommen in der Landeshauptstadt erleichtert hat.

report-D: Social Media / RSS

Bildergalerien von report-D