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Pop-Art verbindet: Mikail aus Köln trifft Romero Britto, den Pop-Art-Guru aus Miami in Düsseldorf.

Düsseldorf Kunst: Romero Britto eilt goldfoliert über die Kö – Mikail wartet

Ein Mann in Goldfolie hastet über die Düsseldorfer Königsallee. Nós não temos tempo – Wir haben doch keine Zeit! Irgendwer aus dem Management hat vergessen, Romero Britto diesen Termin anzusagen. Und nun versucht der in Miami lebende Neo-Pop-Art-Meister aus Brasilien das Unmögliche: Er will an zwei Orten zugleich sein. In der Galerie Mensing, die Teil der Kö-Galerie ist und dem zahlungskräftigen Düsseldorfer Publikum 60 seiner farbenfroh-fröhlichen Bilder zeigt; und im Hotel Intercontinental, wo eine mindestens ebenso bunt mit einem Acht-Herzen-Sonnenaufgang bemalte Aluplanke eines Airbus A 310 zu sehen ist. Urheber auch hier: Britto. Was soll man sagen – das Kunststück der Gleichzeitigkeit an zwei verschiedenen Orten gelingt; weil alles andere zu kurz kommt.

Ausnahmetalente

Mikail Akar beispielsweise, der sich eigentlich mit dem Meister im Interconti treffen wollte. Mikail, das Wunderkind aus Köln, dessen Bilder sich derzeit bemerkenswert gut verkaufen und in Form und Farbe eine Ähnlichkeit mit Brittos Werken haben. Sowohl den 56-Jährigen aus Recife als auch den Siebenjährigen aus Köln haben Bewunderer bereits mit Picasso verglichen. Sie beide gelten als Ausnahmetalente. Und deshalb hat Britto auch eines seiner Malquadrate aus dem Airbus-Projekt großherzig an Mikail abgetreten. Dessen Arbeitsergebnis ist derzeit in Köln zu sehen, wo eine 40 Kilogramm schwere Platte von Britto steht. Der Meister lacht und ruft „Sorry, sorry…“ und lädt alle im Interconti ein, doch eben mit über den Kö-Graben zu kommen, auf die Seite der Schönen dieses Boulevards – zur Galerie, wo er jetzt eigentlich sein sollte.

Daumen hoch

Ein kurzes Foto noch gemeinsam mit Mikail, der den ganzen Stress gelassen nimmt. Daumen hoch, Faust auf Faust –weiter gehts. Nós não temos tempo. Die im Interconti anwesenden Kunstinvestoren gucken ein wenig indigniert. Da wird der Galerist einiges an den Sympathiewerten zu reparieren haben. Mikail Akar bleibt cool. Für diese Art Aufregung ist er mittlerweile zu alt. Neulich hat er die Reporterin von Spiegel-TV ordentlich auflaufen lassen, als diese investigativ fragte, was Mikail denn später mal werden will. „Fußballer“, lautete die Antwort. „Denn Künstler bin ich ja schon.

Flughafen-Tournee

Die bunt bemalten, 1,9 mal 1,5 Meter großen Rechtecke aus der Außenhaut des Airbus A310 gehen demnächst auf eine internationale Flughafen-Tournee –Beginn ist am Airport Frankfurt. Und Romero und Mikail freuen sich, wen ihre bunten Bilder kleine rote Punkte bekommen. Verkauft.

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