Kultur Musik

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Rolando Villazons - ein „sprühender Kulturvermittlers“ wie Opern-Chef Christof Meyer ihn bezeichnet

Düsseldorf: Auf einen Bellini mit Villazón

Da wird die Bar zur Bühne: In Düsseldorfs eleganten In-Treff Sir Walter wird Bellini serviert. Auf der Theke als Cocktail auf Einladung von Walid El Sheik, auf der Empore im Gastraum als Ohrenschmaus in Form einer musikalischen Kostprobe aus Rolando Villazons Neuinszenierung von Vincenzo Bellinis Belcanto-Oper „I puritani“. Nach Donizettis „Don Pasquale“ seine zweite Regiearbeit am Rhein. Die Karten zu diesem ungewöhnlichen Abend wurden verlost. Nicht alle Opernliebhaber kamen zum Zuge, doch denen bleibt immer noch die Premiere am 18. Dezember sowie die nachfolgenden Aufführungen.

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Die Deutsche Oper am Rhein schlägt eine Brücke, nicht über den Fluss, über die Straße ins Sir Walter, Düsseldorfs angesagte Cocktail-Bar.

Einen „sprühenden Kulturvermittler“ nennt Generalintendant Christoph Meyer den mexikanisch-französischen Tenor Villazón. Ein wahres Multitalent: Sänger, Regisseur, Zeichner, Moderator, Showmaster und Schriftsteller. Im Sommer 2020 erscheint sein dritter Roman.

Und der temperamentvolle Tausendsassa schmeißt auch diesen ungewöhnlichen Abend zur Vorfreude des Publikums auf seinen Bellini in einer Art sympathischer Selbstinszenierung. Woher er seine Inspirationen nehme, will Opern-Pressesprecherin Tanja Brill wissen. „Inspiration lebt vom Leben, sie kommt aus Büchern, der Musik, dem Theater, von diesen wunderbaren Leuten hier“, schwärmt der legere Lockenkopf und verrät: „Ich liebe es in Cafés zu schreiben – oder in der U-Bahn, ich höre den Menschen zu“. Für ihn sei die Oper „ein Spielplatz“ – glaubt man ihm sofort. Auch, dass er es liebe, mit Statisten zu arbeiten. Villanzóns wohl schönster Seufzer an diesem rundum gelungenen Abend: „Ich hab die Glücklichkeit, das zu machen.“ Sein Erfolgsrezept: „Da zu sein, wo man ist.“

Am Rande der Bühne, pardon, Bar, besprachen dann Gastgeber Walid El Sheik, der erfolgreich das Düsseldorfer Nachtleben inszeniert, und Jens Breder, Marketing-Leiter der Deutschen Oper am Rhein, über weitere straßenübergreifende Projekte.

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