Kultur Musik

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Doldi mit dem leicht schmutzig klingenden Saxophon: Keine Frage, Klaus Doldinger ist unser Mann im Jazz.

Düsseldorf Jazz Rally: Höhepunkt als Doppelpunkt - Klaus Doldinger und Jocelyn B. Smith und ein Tipp für heute Abend

Der erste Höhepunkt der diesjährigen Düsseldorfer Jazz Rally im Festzelt am Burgplatz. Die Betonung liegt auf der ersten Silbe, und dafür sorgt der Schirmherr Klaus Doldinger, der erst vor wenigen Tagen seinen 82. Geburtstag gefeiert hat. Davon mehr als 60 Jahre Jazzer. Düsseldorf begrüßt den Seinen mit vorfreudigen „Doldi!“-Rufen – und er antwortet mit seinem mal samtigen, dann smarten, sogar manchmal so schön leicht schmutzig getönten Saxophon.

Zuvor erinnert er sich noch an die Nachkriegszeiten, die so swingend (noch) nicht waren. Klaus Doldinger besuchte das Jacobi-Gymnasium und bekam schon als 11-jähriger eine Sonder-Stipendium am Robert-Schumann-Konservatorium, studierte Klavier und Klarinette, nach dem Abitur Musikwissenschaften und Tontechnik.

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Doldinger spielte vor mehr als 1000 Zuhörern auf dem Düsseldorfer Burgplatz.

Schon als Junge erkannte er: „Düsseldorf hat so viel zu bieten, nicht zu vergleichen mit einer anderen Stadt.“ Und: „Wir waren Schüler, spielten damals noch Dixieland.“ Und trafen sich zur Riverboat Shuffle auf dem Rhein.
Und jetzt wieder: Volle Kanne Doldinger im vollen Festzelt am Burgplatz. Der „kleine Bruder“, Wolf Doldinger, den Düsseldorfern bekannt durch seine Konzerte in der Johannes-Kirche, war auch da, diesmal als Zuhörer. Einer von über tausend an diesem Abend, nicht mitgezählt die, die draußen lauschten. Und dann wurde der Höhepunkt zum Doppelpunkt: Klaus Doldingers Passport mit Jocelyn B. Smith. „Summertime“ – and the Living is easy  -  in Düsseldorf.

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Report-D-Tipp für Samstag (19.5.)

Mood Indigo

Sie kommt von der Insel der Götter, und sieht auch aus, wie man sich Aphrodite, die Schaugeborene, vorstellen möchte: Irene Day. „Somewhere over the Rainbow“ singt die zierliche Person bei der Preview zur Jazz-Rally im Rheingoldsaal, nicht herzzerreißend wie ehemals Judy Garland, eher das Herz berührend wie Audrey Hepburn ihr „Moon River“ in „Frühstück bei Tiffany“. Auch ihr sonnenfarben gestreiftes Fiftys-Kleid erinnert an die Stil-Ikone. „Das hab ich im Schaufenster gesehen und sofort gekauft“, erzählt sie beim Bummel auf dem Burgplatz am Stand der Zyprioten, die in diesem Jahr Partner der Jazz-Rally sind. Irene verpasst? I, wo! Mit ihrer Band Mood Indigo, benannt nach einem Jazz-Standard von Duke Elligton, tritt sie am heutigen Samstag (19.5.) noch einmal auf: 20 bis 21.30 Uhr im Forum der Stadtsparkasse Düsseldorf an der Berliner Allee.

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