Kultur Musik

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"Stop in the name of love": Scherrie Payne, Susaye Greene und Joyce Vincent, kurz: die "Supremes", sangen am Samstagabend bei der Düsseldorfer Jazz Rally vor einem ausverkauften Zelt. 

Düsseldorf Jazz Rally: Mitternachts-Jam im Breidenbacher Hof - Die wollen nur spielen

Jürgen von der Lippe schaut auch rein am späten Samstagabend im Breidenbacher Hof. Der Titel seines Stücks, mit dem er zurzeit im Theater an der Kö gastiert, ist auch hier Programm: „Die wollen nur spielen“. Jam Session, sie ist Tradition, quasi das Zwischenhoch der Jazz Rally, die Jam-Session am Samstag zur halben Nacht in der Lobby Lounge des Breidenbacher Hofs.

Schon ab 22 Uhr bilden sich nach den Konzerten in den verschiedenen Spielstätten Schlangen auf der Straße. Die, die reinkommen, der Zugang muss leider begrenzt sein, erleben entspannte Spielfreude. Saxophonist Reiner Witzel ist nicht nur als künstlerischer Beirat aktiv, er greift auch selbst zum Instrument und begleitet gern die, die spontan mit einsteigen.

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Erst ein bejubelter Auftritt im Rally-Zelt auf dem Burgplatz - dann eine Zugabe im Breidenbacher Hof

Ob die Supremes auch noch kommen? Klar! Sie hatten erst kurz zuvor ihren bejubelten Auftritt im Konzertzelt am Burgplatz und nicht nur ihr Publikum begeistert, sondern auch die Tontechniker auf Trab gehalten. Von wegen „Stop! In the Name of love“, ungezähmt wechselten sie immer wieder untereinander von einem Mikrophon zum anderen. Da mischte dann zeitweise sogar Nils Gropp mit am Pult, dessen Agentur Schlieter & Friends im doppelten Wortsinn schaltet und waltet während der Rally.

Improvisation auf und hinter der Bühne

Improvisation ist eben ein wichtiger Teil der Jazz-Musik, nicht nur auf der Bühne, auch davor und dahinter – was das Publikum meist gar nicht so mitbekommt. Liegt aber auch an dem eingespielten Team der Destination Düsseldorf.
 „Baby Love“ hält jung. Viele erinnerten sich noch an die Originalbesetzung der Supremes mit Diana Ross eine frühe Girl-Band, die mit ihrem Soul-Pop in den 60-er und 70-er Jahren für Furore sorgten und 1988 in die Rock’n Roll Hall of Fame aufgenommen wurden. Die Besetzung ist heute mit Scherrie Payne, Susaye Greene und Joyce Vincent eine andere, die Songs zünden immer noch.

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Rainer Witzel (1.v.r.) aus dem küstlerischen Beirat der Düsseldorfer Jazz Rally griff für die Supremes zum Saxophon.

Dass die Zugabe im Zelt ausfiel, hatte bei einer der Damen jenseits der 70 gesundheitliche Grüne. Als die später am Abend gelöst waren, bewiesen die stimmkräftigen Drei von der Soul-Tankstelle, dass sie auch Balladen können: My funny Valentine.

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