Kultur Musik

D_Chicago_2_25062019

Zwei Mörderinnen, die sich am Ende doch verstehen: Carmen Pretorius als Roxie und Samantha Peo als Velma (v.l.)

Düsseldorf: Musical „Chicago“ feiert Premiere im Capitol

Das Lebensgefühl der 1920-er Jahre in Amerika mit Jazz, Tanz und Verbrechen vermittelte das Ensemble des Broadway Musicals Chicago am Dienstagabend (25.6.) im Düsseldorfer Capitol. Das Premierenpublikum war begeistert und sparte nicht am Applaus. Die Haupdarstellerinnen Carmen Pretorius und Samantha Peo warfen als Dank rote Rosen in den Saal.

Das Bühnenbild wirkte auf den ersten Blick karg. Auf einer kleinen Tribüne war Platz für das 11-köpfige Orchester, welches von Bryan Schimmel geleitet wurde. Die dunkle Bühnengestaltung richtete den Fokus auf die Akteure mit ihren Gesangs- und Tanzeinlagen.

Wer sich im Publikum vorher nicht informiert hatte stutzte nach den ersten Worten. Denn Chicago wurde als Originalversion auf englisch aufgeführt. Rechts und links neben der Bühne liefen die deutschen Untertitel in roter Leuchtschrift. Doch die Handlung auf der Bühne fesselte so, dass man sich auf englisch in das Chicago der 1920-er Jahre entführen ließ.

D_Chicago_4_25062019

(v.l.) KJ Haupt begeisterte als Reporterin Mary Sunshine und Grant Tower rührte die Zuschauer als Roxies Ehemann Amos

Mord, Liebe und Leidenschaft

Gleich zu Beginn wurde das Publikum Zeuge eines Mordes, denn Tänzerin Roxie Hart (Carmen Pretorius) erschoss ihren Liebhaber Fred Casely. Sie landet daraufhin im Gefängnis, wo auch schon Doppelmörderin Velma Kelly (Samantha Peo) saß. Die Regeln im Knast waren strikt und wurden von Mama Morton (Ilse Klink) gemacht. Sie vermittelte den windigen Anwalt Billy Flynn (Craig Urbani), der die Damen für viel Geld vertrat und die Geschworenen mit Hilfe der Presse um den Finger wickelte. Daraus entstand im Musical Chicago ein undurchsichtiges Spiel – mit Liebe, Verrat und Rivalität. Neben den Hauptdarstellern begeistern die elf Tänzerinnen und Tänzer, die mit wildem Tanz die live gespielte Jazz-Musik des Orchesters begleiteten.

D_Chicago_8_25062019

(v.l.) Der windige Anwalt Billy Flynn (Craig Urbani) neben Mama Morton (Ilse Klink) und den Tänzerinnen und Tänzern

Broadwayerfolg

Das Musical beruht in der Handlung auf wahren Begebenheiten aus dem Chicago um 1920. Der Produzent der erfolgreichen Inszenierung von Ann Reinking ist Barry Weissler: „Ich habe Chicago in den 70ern mit meiner Frau gesehen. Es war direkt die große Liebe zur Idee, den Texten und der Musik des Musicals. Dabei war es zunächst nicht einfach, das Projekt finanziert zu bekommen. Am Ende war es die richtige Entscheidung. Chicago war 15 Jahre am Londoner West Ende und seit 22 Jahren ist es hier am Broadway“, sagt der US-Amerikaner. Chicago zählt neben dem „Phantom der Oper“ zu den längsten am New Yorker Broadway laufenden Musicals aller Zeiten. Seit 22 Jahren begeistert es seine Fans. 31 Millionen Zuschauer haben das Stück in 30.000 Vorstellungen weltweit gesehen. Für den deutschen Musicalstar Ute Lemper war Chicago der internationale Durchbruch am Broadway. Jetzt feiert das Stück in Deutschland seinen Erfolg.

Vorstellungen

Im Capitol Theater an der Erkrather Straße gibt es bis Sonntag, 30. Juni, täglich eine Vorstellung um 19:30, Samstag und Sonntag zusätzlich um 14:30 Uhr.

Tickets zum Preis ab 27,50 Euro, zzgl. Gebühren, bekommt man beim Capitol Theater unter Telefon 0211-73440 (Mo-So 9-20 Uhr) oder bei der nationalen Tickethotline: 01805-2001 (0,14 Euro/Min. aus dem dt. Festnetz, Mobilfunk max. 0,42 Euro/Min. inkl. MwSt.). Online sind Tickets unter www.tickets-direkt.de und an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.

Weitere Informationen unter www.bb-promotion.com und www.chicago-musical.com

Zurück zur Rubrik Musik

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Musik

D_zakk_newcom_30062020

Beim Akki Newcomer-Festival drängeln sich normalerweise die Fans vor der Bühne und die Stimmung ist grandios. Doch in diesem Jahr ist wegen Corona alles anders. Doch die Organisatoren waren kreativ und so gibt es die 18. Ausgabe des Festivals als Video, das ab sofort auf youtube geschaut werden kann.

D_Oper_Programm_29062020

Vor der Sommerpause kam die Zwangspause, auch für die Deutsche Oper am Rhein: Corona als Eiserner Vorhang. Doch das Team um Intendant Christoph Meyer reagierte mit viel Kreativität in der Krise auf der Bühne. Bitter ist der Blick in die Bücher, wo Gewinne und Verluste aufgelistet werden.

D_Jazz_Benrath_22052020

Die Bewohner an der Benrather Schlossallee rund um die Hausnummer 30 und die Nachbarschaft der Leistenstorfferstraße genossen am Freitagabend (22.5.) ein kleines Privatkonzert. Rene Glatow hatte, wie zwei weitere Jazz-Fans in Oberkassel und Pempelfort, ein Kurz-Konzert vom Künstlerischen Leiter der Jazz-Rally, Reiner Witzel, am Saxophon und Martin Feske an der Gitarre gewonnen. In diesem Jahr geht die Jazz-Rally damit neue kreative Wege – durch die Corona-Pandemie bleibt keine Alternative. So kann die Jazz-Rally nicht wie gewohnt an Pfingsten starten, aber sie kommt am Pfingst-Freitag (29.5.) mit einem Konzert-Film und Live-Acts ins Autokino Düsseldorf.

report-D: Social Media / RSS

Bildergalerien von report-D

SONDER-
VERÖFFENTLICHUNG