Kultur Musik

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Taiko Trommeln werden mit Bachis 30 cm langen Stöcken gespielt

Düsseldorf: Taiko-Trommler der „Tentekko-Family“ feiern ihr Schülerfest

Auf dem Japantag eröffnete die Düsseldorfer Trommelgruppe „Tentekko“ das Programm auf der Bühne am Burgplatz. Über 25 Jahre besteht die deutsch-japanische Formation um Gründerin Monika Baumgartl. Seit Jahren geben sie und Mitglieder der Gruppe ihr Wissen in Kursen und Workshops weiter. Am Wochenende feierten die Mitglieder der „Tentekko-Family“ im Cäciliengymnasium in Niederkassel ihr fünftes Schülerfest.

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Über 30, zum Teil fassgroße, Trommeln stehen in der Turnhalle des Cäciliengymnasiums an der Schorlemmerstraße. Gerade haben es sich die Zuschauer bequem gemacht, da werden sie von Beate Soljan, die durch das Programm des Tages führen wird aufgefordert, sich ein paar Bachis (40 cm lange Trommelstöcke, mit 10 cm Durchmesser) zu schnappen und es einfach mal selbst mit dem Taiko trommeln zu versuchen. Gemeinsam mit Kollegin Silke Hanzen lernen die Gäste gleich die Grundrhythmen eines sehr bekannten japanischen Stückes kennen: „Hiryu-Sandangaeshi“.

Keine zehn Minuten später und die staunenden Gäste konnten schon mit den Taiko-Schülern mithalten. Denn das Spiel auf den großen Taiko-Trommeln wird mündlich weitergegeben. Jedes Stück wird dazu in kleine Passagen aus Rhythmen und Handsätzen unterteilt. Den Ablauf lernen die Schüler unter anderem über die japanischen Worte für rechts („do“) und links („ko“) für den Handsatz. Andere Laute geben Wechsel im Rhythmus oder Handsatz an.

Für jedes Alter und jede Konstitution

„Ich freue mich immer wieder zu sehen, wie vielseitig die Interpretationen in den einzelnen Gruppen sind“, meint Beate Soljan. Denn zur „Tentekko-Family“ gehören verschiedenste Gruppen: Anfänger, Fortgeschrittene, die zum Teil schon mehrere Jahre dabei sind und natürlich auch der Nachwuchs, die „Taiko-Kids“. Die Minis fangen schon mit drei Jahren an und können kaum über den Trommelrand schauen.

Eine Besonderheit ist die Gruppe „Taiko-Fit“, die sich an Menschen richtet, die an Adipositas leiden. Unter der Leitung von Beate Soljan treffen sich die Trommlerinnen regelmäßig seit zwei Jahren und zeigten auf dem Schülerfest, wie weit sie schon gekommen sind.

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Yuko Kojima-Bauer unterrichtet die Taiko-Kids

Deutsch-japanische Verständigung

Wie die Profis von „Tentekko“ sind auch die Workshops der „Tentekko-Family“ gemischt mit deutschen und japanischen Schülern, die sich einmal wöchentlich an mehreren Trainingsorten treffen. Den Unterricht übernimmt Chikako Kikuma gemeinsam mit Yoshiko Hara.

Einige der Schüler haben bereits Erfahrung mit Trommelgruppen in anderen Bereichen, beispielsweise afrikanische oder lateinamerikanische Percussion. Voraussetzung für eine Teilnehme sind diese Vorkenntnisse jedoch nicht, davon konnten sich die begeisterten Gäste beim Mini-Workshop am Wochenende selbst überzeugen.

Überraschungsgäste

Jedes Schülerfest hat immer eine kleine Überraschung für Teilnehmer und Gäste parat. In diesem Jahr waren es gleich zwei. Erstmals traten die Flötistinnen des „Shinobue Club“ auf, die sich erst vor einem halben Jahr zusammengefunden haben. Extra aus Bonn reisten die Trommler von „Nagare-Daiko“ an, um ihre Interpretation des Taiko-Trommelns vorzustellen.

Nach den Sommerferien fangen neue Kurse an. Informationen und Anmeldungen unter: www.wagakumiyabi.de oder www.taiko-kids.de

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