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Beispiel für die Verjüngung der Düsseldorfer Jazz Rally: die Heavy Tones spielten im Henkel-Saal

Mehr als 300.000 Besucher bei der Düsseldorfer Jazz Rally: Veranstalter haben Festival verjüngt

Die 23. Düsseldorfer Jazz Rally hat über Pfingsten mehr als 300.000 Besucher in die Stadt gezogen. Das sagten die Veranstalter in ihrer Bilanz am Sonntagnachmittag (24.5.). Auf 30 Bühnen in der Innenstadt seien insgesamt 72 Konzerte zu sehen gewesen.

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„Die Jazz Rally war hochklassig, tanzbar, fröhlich und bunt. Sie ist in ihrem 23. Jahr jünger geworden“, sagte Dieter Falk, der mit Nils Gropp und Reiner Witzel im neuen künstlerischen Beirat sitzt. Witzel bezeichnete das Festival als „internationaler und vielschichtiger“ als in den Vorjahren. Gropp lenkte den Blick auf das neue, größere Festzelt auf dem Burgplatz. Dies sei nur einmal – beim Konzert der New Heavies ausverkauft gewesen. Ansonsten hätten Gäste jederzeit doch hinkommen können.

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Der Fluch des Erfolgs der Düsseldorfer Jazz Rally: Schlangen vor den 30 Spielstädten wie hier vor dem Stone im Ratinger Hof. Wer rein wollte, musste pünktlich kommen

Die Erreichbarkeit mancher Konzerte und das ebenfalls neue Ticketsystem waren Kritikpunkte am Festival. Bei vielen Spielstätten mussten Gäste auf Einlass Warten oder wurden abgewiesen. Anders als von den Veranstaltern dargestellt, sorgten die Reservierungstickets für Unmut bei den Besuchern, weil sie zwischen zwei Konzerten aufgefordert wurden, das Festzelt zu verlassen. Boris Neisser vom Veranstalter Destination Düsseldorf betonte, dass es sich beim Düsseldorfer Jazz-fest bewusst um eine Rally handele: „So leid es uns tut, manchmal müssen wir Besucher eben auch weiterschicken. Aber es gab zu allen Zeiten Alternativkonzerte in der Stadt, die man besuchen konnte.“
Im vergangenen Jahr habe ein Besucher der Jazz Rally durchschnittlich 7,6 Konzerte besucht. Das zeige ein großes Interesse bei den Gästen. Erstmals gab es in diesem Jahr am späten Samstagabend eine Jam-Session, die für alle der rund 400 teilnehmenden Musiker offen war. Im Nobelhotel Breidenbacher Hof spielte unter anderem Klaus Doldinger mit den Musikern des Festivals. Besucher saßen auf dem Boden und lauschten bis gegen 3 Uhr morgens.

Schirmherr Klaus Doldinger lobt die Begeisterungsfähigkeit des Publikums

Doldinger ist der Schirmherr der Düsseldorfer Veranstaltung und sprach vor allem dem Publikum ein großes Lob aus: „Wie die Leute mitgegangenen sind – das war wunderbar!“ Als Beispiel nannte er das Konzert von Vater und Sohn im Landtag Dauner/Dauner im Landtag. Anders als bei vielen internationalen Jazz-Festivals seien in Düsseldorf viele deutsche Künstler zu sehen gewesen, so Doldinger: „Ich bin ohne große Vorfreude hier hin gekommen. Diese Freude hat sich erst hier von Konzert zu Konzert gesteigert.“
Auch 2016 soll es über Pfingsten wieder eine Düsseldorfer Jazz Rally geben – sagte Boris Neisser. Erste Anmeldungen interessierter Gruppen lägen bereits jetzt vor.

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