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Jan Wellem käme heute ohne Englisch kaum über debn Rathausplatz von Düsseldorf

Marie-Agnes Strack-Zimmermann and the English speaking officials

Düsseldorf ist eine internationale Stadt. Wer an einem ganz normalen Werktag durch die Innenstadt geht, bekommt das eindrucksvoll bestätigt. Zwischen Flinger Straße, Königsallee und Schadowstraße herrscht ein nahezu babylonisches Sprachengewirr: englisch, japanisch, chinesisch, spanisch, arabisch, russisch – alles, was man sich an fremden Lauten so vorstellen kann. Die cleveren unter den Geschäftsleuten haben sich auf diese Entwicklung längst eingestellt. Sie haben Mitarbeiter verpflichtet, die ihre Kunden auf Deutsch, aber auch auf Englisch oder auf Russisch oder auf Arabisch bedienen können.

Wenn nun die Stadtverwaltung nachzieht und Englisch zur zweiten Fremdsprache machen will, dann ist das nur konsequent. Man kann nicht auf der einen Seite eine weitere Internationalisierung wollen, weil viele ausländische Unternehmen, die sich hier ansiedeln, auch gute Steuerzahler sind, und sich auf der anderen Seite hinter einer Sprachbarriere verschanzen. Man kann nicht gute Geschäfte mit dem internationalen Shopping-Kunden machen und sich gleichzeitig sprachlich dumm stellen. Mal ganz abgesehen davon, dass es noch nie jemanden geschadet hat, die eine oder andere Fremdsprache zu lernen ...

So geht "Willkommen!"

Wenn nun einige Kritiker schon wieder den Untergang der deutschen Sprache und gar der deutschen Gesellschaft fürchten, dann ist das absurd. Niemand hat gefordert, in den Amtsstuben die deutsche Sprache zu ersetzen. Es geht um eine sinnvolle Ergänzung, von der nicht nur die Geschäftsleute, sondern auch Asylsuchende profitieren. Und auch hier höre ich schon den Aufschrei, dass die doch gefälligst Deutsch lernen sollen. Ja, das sollen und wollen die meisten Asylsuchenden ohnehin. Doch wenn sie bei uns ankommen, können sie unsere Sprache noch nicht. Und warum soll man es diesen armen, vertriebenen Menschen nicht ein bisschen leichter machen, in dem man sie mit in der Stadtverwaltung mit einem „warm welcome“ begrüßt.

Vorbild für andere Städte

FDP-Frau Marie-Agnes Strack-Zimmermann kann für sich in Anspruch nehmen, die Internationalisierung des Rathauses initiiert zu haben.
Prima Idee,
Frau Strack-Zimmermann!
Die Idee ist sogar so gut, dass sie von anderen Kommunen kopiert werden sollte. Wie man da am besten vorgeht, kann man bei der FDP-Politikerin erfragen.

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