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Die neue Kampagne der Düsseldorf Marketing soll im Januar von den Bürgern bewertet werden, Foto: Düsseldorf Marketing

Prima Idee für den Stadtrat: Düsseldorf nicht kleinschreiben

Nee, Freunde! Nah dran ist immer noch knapp vorbei. Und das wollen wir doch nicht. Oder?

Ach, Sie wissen nicht, wovon ich rede?

Der Auftritt der Landeshauptstadt soll neu positioniert werden, so die damit beauftragte städtische Gesellschaft „Düsseldorf Marketing“. Das Großkotzige abgewählter Oberbürgermeister soll durch eine neue Bescheidenheit abgelöst werden. Der Name der Stadt wird jetzt klein geschrieben „düsseldorf“. Ganz originell. Die marktbeherrschende Rheinische Post hält sich in der Bewertung noch zurück, kann sich aber nicht verkneifen, den Artikel über das neue Konzept mit „’düsseldorf’ macht sich klein“ zu überschreiben. Düsseldorf als Stadt ohne Selbstbewusstsein zu präsentieren, das geht nun mal gar nicht.

Die Städte Freiburg oder Münster werden uns von „Düsseldorf Marketing“ als modellhaft präsentiert. Mit Verlaub, aus der Phase des Studentenlebens sind die meisten Düsseldorfer raus.

Und da die Macher der neuen Dachmarke gemerkt haben, dass ein kleingeschriebenes Düsseldorf zu schwach ist, die Bürger der Stadt, aber auch Ihre Besucher und Geschäftspartner zu begeistern, bekommt Düsseldorf wechselnde Untertitel. Und die sollen immer etwas mit dem Begriff Nähe zu tun haben.

Zum Beispiel: näher an Zuhause. Okay, als Slogan für Japan Airlines, die Reklame für eine Direktverbindung Tokio/Düsseldorf machen, taugt das. Aber für unsere Freunde im Ruhrgebiet? Oder für Menschen, die in Bilk, Oberbilk und Unterbilk wohnen?

Noch ein Versuch: ganz nah am Familienleben. Für die rund 400 000 Pendler, die täglich in unsere Stadt kommen und am Abend wieder über verstopfte Autobahnen und in überfüllten, unpünktlichen Zügen nach Hause fahren, klingt das wie Hohn. Und die ausländischen Manager, die temporär in Düsseldorf arbeiten, um gutes Geld zu verdienen, werden auch nicht gerade durch diesen Slogan froh gestimmt.

Ach ja, das will ich nicht unterschlagen: Der Begriff Freiheit soll auch noch mit Düsseldorf in Verbindung gebracht werden. Ich sage es mal ganz direkt: Der Stadtrat hat die Freiheit, diese unsinnigen Vorschläge, die aber auch gar nichts mit unserem Düsseldorf zu tun haben, abzulehnen.

Und das wäre eine wirklich prima Idee!

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