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Nach dem Wahlkampf sollst Du ruh'n: Die Jagd nach Wählerstimmen hat in allen Parteien Kraft gekostet

Bundestagswahl 2017: Schlussspurt der Düsseldorfer Parteien – unter Palmen...

Zielgerade. Noch einen Tag, dann ist es geschafft. Das Düsseldorfer Finale der Bundestagswahl war – je nach Partei - sehr unterschiedlich. Während die FDP den Wahlkampf mit einem Auftritt von Christian Lindner auf dem Schadowplatz krönte, feierte die SPD ein fröhliches Familienfest auf dem Frankenplatz. Die CDU, die Linken und die Grünen beschränkten sich auf Infostände in den Ortsvereinen.

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Jetzt kommt es darauf an: SPD-Chef und Kandidat Andreas Rimkus beim Social Media-Video auf dem Frankenplatz

SPD

Der Mann rockt. Er ballt die Faust; schaut kämpferisch in die Handy-Kamera: Andreas Rimkus bei einem seiner letzten Videos in diesem Wahlkampf für die sozialen Medien. Es wird bei schönstem Spätsommerwetter auf dem Frankenplatz gefilmt, während rings um ihn herum ein großes Familienfest mit 500, vielleicht 600 Gästen in vollem Gange ist. Kinder mampfen sich eine Schokoschnute, es duftet nach Grillsteaks und Bratwurst. Und die Band „Fischgesichter“ macht die Gäste locker. Ein paar Meter weiter argumentiert Philipp Tacer (sprich: „Tasjee“) mit Passanten; es geht um die Düsseldorfer Kunstszene.

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SPD-Kandidat Philipp Tacer (r.) im Gespräch mit Wählern

Eins kann diesen beiden nun wirklich niemand nachsagen: Dass sie in den vergangenen 60 Tagen nicht alles gegeben haben. Anders als bei den Christdemokraten war bei der SPD keine Einzelkämpfer am Start, sondern ein Team. Mit guten Argumenten, mit Currywurst und Kugelschreibern, mit Gesten und in Reden. Morgen hat der Wähler das Wort. Und jeden Prozentpunkt, den die SPD auf die 30-Prozent-Marke zuläuft, ist ein Gewinn.

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Luftballons, Tombola - die SPD feierte zum Finale ein Familienfest.

Von der Bühne runter stemmt Rimkus noch diese Aussage: „Entweder wir gewinnen oder wir gehen in die Opposition. Nicht nochmal vier Jahre Große Koalition!“ Rimkus weiß, dass sich in Berlin schon längst die Genossinnen und Genossen bereit machen, die Pfründe zu verteilen. Tacer kommt von der Büchermeile, die er mit einem Bollerwagen entlangmarschiert ist: „Die Menschen schätzen es, wenn der Kandidat selbst ansprechbar ist.“ Von 8 bis 80 reicht die Altersspanne der Besucher.

FDP

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Szenenwechsel zum Schadowplatz: Dort brachte die FDP mehr als 1000 Zuhörer zusammen.

Auf dem Schadowplatz war ab 13 Uhr am Samstag kein Durchkommen mehr. Zahlreiche Fernsehkameras und rund 1600 Besucher versuchten, ein Bild von FDP-Spitzenkandidat Christian Lindner zu erhaschen. Zum Warm-Up stimmte Marie-Agnes Strack-Zimmermann, Kandidatin im Düsseldorfer Norden, die Anhänger ein.

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Die Düsseldorfer FDP-Kandidaten als Vorgruppe zum Parteichef: Marie-Agnes Strack-Zimmermann und Andreas Rehne.

Rund 40 Minuten lang erklärte Lindner danach das Ziel der FDP: drittstärkste Kraft im Land zu werden. Als Konkurrenz sieht er dabei die AFD. Grüne und Linke seien abgeschlagen. Klare Vorstellungen zu dem, was die große Koalition in den vergangenen vier Jahren versäumt hat, aber dingend in Deutschland durchgesetzt werden muss hat er auch: Bildung, Digitalisierung, wirtschaftlicher Fortschritt, Sicherheit und europäische Einheit.

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Der Mann ohne Sakko: Christian Lindner (FDP) auf Stimmenfang.

Für alle Wahlberechtigten hat Lindner einen Tipp parat – die Partei zu wählen, die den eigenen Werten und dem eigenen Menschbild entspreche. Wer ein böser und verführbarer Mensch sei, der solle die CDU wählen. Wer eher ängstlich, verführbar, anleitungsbedürftig und überfordert durch das breite Konsumangebot sei, für den seien die Grünen, die SPD und die Linken die richtige Wahl. Denn die träten für eine staatliche Besserungsanstalt ein.

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Bei der FDP ist der Name Programm...

Menschen, die vernünftig, verantwortungsbewusst, tolerant, großzügig, weltoffen und neugierig auf die Zukunft sind, für die ist das Kreuz bei der FDP genau richtig. Denn die FDP sieht den Staat als Partner, der die Menschen bei Lebensrisiken nicht im Stich lässt, ihnen aber im Alltag die Entscheidungen selber überlässt.

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