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Thomas Jarzombek, CDU, (links) hat auch bei dieser Bundestagswahl Philipp Tacer, SDP, (rechts) im Düsseldorfer Norden besiegt. In der Mitte Andreas Rimkus, SPD, für den sich wohl erst spät in der Nacht entscheiden wird, ob er wieder in den Bundestag einzieht

Bundestagswahl in Düsseldorf: Wenig Freude bei den Parteien und Wahlpanne in Garath

Eine Wahlpanne gabe es am Morgen in Garath. Dort waren in der Zeit von 8 bis 11 Uhr knapp 200 Wahlscheine für den Düsseldorfer Norden ausgegebn worden. Wahlrechtlich würden die damit abgegeben Erststimmen (Kandidat) für ungültig erklört, gab die Stadt Düsseldorf an, die Zweitstimmen würden normal gezählt. Als kritisch könnte sich der Fehler erweisen, wenn es zwischen den Kandidaten der großen Parteien Andreas Rimkus, SPD, und Silvia Pantel, CDU, knapp wird.

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Mehr oder weniger gefasst nahm Andreas Rimkus und seine Parteikollegen die erste Hochrechnung zur Kenntnis

Kaum Jubel im Rathaus

Der große Jubel blieb im Düsseldorfer Rathaus aus, als um 18 Uhr die ersten Progrnosen über die zahlreichen Bildschirme liefen. Bis auf die AFD hatten sich alle Parteien im Rathaus mit ihren Kandidaten versammelt, um die ersten Ergebnisse gemeinsam zu hören. Lange Gesichter bei der SPD, die CDU war auch nicht wirklich begeistert. Aber die FDP, die wie bei der Landtagswahl in einem kleinen Seitenkämmerchen die Ergebnisse verfolgte, freut sich über den zweistelligen Erfolg. Im Erdgeschoss jubelten auf der einen Seite die Grünen, während die Linken nebenan etwas missmutig zur Kenntnis nahmen, dass die Grünen wohl mehr Wähler hatten überzeugen konnen als sie.

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Thomas Jarzombek sieht den Erfolg der CDU als Arbeitssieg, für eine Koalition mit der FDP wird es wohl nicht reichen

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Thomas Jarzombek, CDU-Bundestagskandidat für den Düsseldorfer Norden, hat seinen Wahlkreis klar für sich entschieden. Wie es nun in Berlin weitergeht und welche Koalition kommen wird, sieht er ruhig entgegen. Er freut sich über die Mehrheit und sieht sie als klaren Auftrag der Wähler eine Regierung zu bilden. Neuwahlen hält er für fatal, da sie nur der AFD noch mehr Stimmen bringen würden.

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Marie-Agnes Strack-Zimmermann wird von Düsseldorf nach Berlin wechseln

Aus Berlin äußerte sich Marie-Agnes Strack-Zimmermann, die sich aus dem Düsseldorfer Stadtrat verabschieden wird und an der Seite von Christian Lindner nach Berlin geht. „Ich danke zuerst den Wählerinnen und Wählern, die uns gewählt haben und uns vertrauen. Das ist ein glücklicher Abend und ich danke von Herzen den Mitstreitern in der Partei, die ohne Unterlass für die liberale Idee gearbeitet haben“, sagte sie gegenüber report-D. „wir lassen uns nicht von der SPD in eine Regierung drängen, nur weil die hinwerfen. Für uns zählen nur Inhalte und deshalb warten wir auf den, der anruft. Bevor wir unsere Inhalte verraten, werden wir eine starke Opposition“, betonte sie zu möglichen Koalitionsverhandlungen.

Protest vor dem Rathaus gegen die AFD

Die AFD sucht man im Rathaus vergeblich. Dafür protestierten vor dem Rathaus die Mitglieder von Düsseldorf stellt sich quer (DSSQ), gegen das gute Abschneiden der Partei. Auch im Rathaus war man sich einig, dass der Einzug der AFD ein schwarzer Tag für die Demokratie sei. Fassungslos blickte Stephanie Peifer, ver.di Geschäftsführerin Düsseldorf, auf die Statistik, die besagte, gerade bei den jungen Erstwählern hätte die AFD ordentlich gepunktet.

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Im Rathaus fand man die AFD nicht, aber vor dem Rathaus wurde gegen sie demonstriert

Deutlich mehr Briefwähler

Insgesamt haben in Düsseldorf 111.300 Anträge auf Briefwahl gestellt, rund 20.000 mehr als bei der Bundestagswahl 2013.

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