Politik Parteien

D_CDU_REgio_26032019

Die Überarbeitung des Regionalplans empört die CDU

Düsseldorf: CDU warnt vor den Wohnungsbauplänen der Bezirksregierung

Die Bezirksregierung überarbeitet regelmäßig die Regionalpläne und hat in ihren neuesten Entwürfen vorgesorgt, um den von ihr prognostizierten Wohnungsbedarf in Düsseldorf zu begegnen. Sie plant im großen Stil Gebiete auszuweisen, in denen sie Wohnungsbau ermöglichen möchte. Dies geschah in Zusammenarbeit mit der Verwaltung der Stadt Düsseldorf, empörte sich am Dienstag die CDU-Fraktion. Denn ihrer Ansicht nach, schießen die Pläne weit über das Ziel hinaus. Zum einen ginge die Bezirksregierung von einem nicht realistischen Bevölkerungswachstum aus. Zum anderen würden dabei Flächen für Bebauung vorgesehen, die – wie im Fall des neuen Bades in Oberkassel – frisch bebaut und daher nicht mehr verfügbar sind.

D_CDU_REgio_2_26032019

Schon die Bebauung der Bergischen Kaserne hätte enorme Auswikungen auf den Verkehr, weitere 60 Hektar sind nicht darstellbar, sagt die CDU

Lebensqualität und Lebenszufriedenheit sichern hat sich die CDU auf die Fahnen geschrieben. Das passt aber nicht mit den Plänen der Bezirksregierung zusammen, betonte Dr. Alexander Fils, CDU-Planungsexperte und Mitglied im Regionalrat. Er hat die Pläne seiner Fraktion vorgestellt und Empörung geerntet. Denn viele der Flächen, die der Regionalplan als Bauland vorsieht, sind für die CDU nicht vorstellbar. So würden in Grafenberg auf zehn Hektar neben Waldflächen der Rochusclub und der Polizeisportverein der Wohnbebauung geopfert. Neben der Bergischen Kaserne sehen die Entwürfe weitere Flächen in der Größe von 60 Hektar vor, die die komplette Fläche in Richtung Ludenberg zubauen würde. In Kalkum würden weite Bereiche der Grünflächen verschwinden und auch in Hamm wäre bald Schluss mit grünen Äckern. Nach einem Punktesystem hat die Bezirksregierung die Flächen auf Eignung überprüft und meint mit dem Ergebnis 160.000 neue Wohneinheiten in Düsseldorf schaffen zu können.

D_CDU_REgio_1_26032019

In Grafenberg würden Sport- und Waldflächen wegfallen

Die CDU hat fünf Forderungen aufgestellt, die beim Thema Wohnen in Düsseldorf beachtet werden sollten.

1. Keine unverträglichen Neubaugebiete und nein zur Vernichtung von Grünflächen.

2. Den eigenständigen Charakter der Stadtteile erhalten

3. Keinen Wohnungsbau ohne Konzepte für Infrastruktur und Verkehr

4. Die Genehmigung von Hotels nur noch dort, wo kein Wohnraum geschaffen werden kann

5. Erhalt von gefördertem und preiswertem Wohnraum nach Ende der Bindung. Stadt und Land sollten Belegungsrechte für weitere Jahrzehnte kaufen.

Die CDU-Ratsfraktion appelliert, die Flächen intelligent zu nutzen. Statt die Randbereiche der Stadt zu verdichten und die Stadtbezirke zusammenfließen zu lassen, sollte der Verdichtung in der Stadt der Vorzug gegeben werden. Dabei sei die interkommunale Zusammenarbeit wichtig.

Wie verbindlich die Pläne der Bezirksregierung sind, bleibt abzuwarten. Denn die Kommune hat die Planungshoheit über Flächennutzungspläne und damit das letzte Wort über Veränderungen und Wohnungsbau.

Zurück zur Rubrik Parteien

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Parteien

D_Grüne_BTW_SC2_23022021

Mit Frederik F. Hartmann und Sara Nanni ziehen die Düsseldorfer Grünen in den Bundestagswahlkamp. In einer digitaler Mitgliederversammlung stellten sich die beiden am Dienstagabend (23.2.) vor und wurden ohne Gegenstimme gewählt. Wie die Wahlordnung es für alle Parteien vorsieht, muss dieses Votum noch durch Briefwahl bestätigt werden.

D_SPD_Duo_06022021

Die Düsseldorfer SPD wird ab sofort von einer Doppelsitze geführt. Ein virtueller Parteitag wählte am Samstag (6.2.) Annika Maus (34) und Oliver Schreiber (38) zu neuen Vorsitzenden. Als Duo erhielten sie 82,4 Prozent (absolut: 136) Zustimmung. 21 Düsseldorfer Sozialdemokraten (12,7 Prozent) stimmten gegen das Führungsduo, acht Delegierte erhielten sich. An ihrer Seite stehen im neuen SPD-Vorstand Zanda Martens und Umut Iyidogan als Vize-Team. Nach der schmerzlichen Niederlage bei der Kommunalwahl im September tauscht die Düsseldorfer SPD damit ihre komplette Parteiführung aus. Der bisherige Parteichef Andreas Rimkus trat nach zehn Jahren nicht erneut für das Amt des Parteivorsitzenden an.

D_Rat_Lemmer_05112020

Die Tagesordnung der ersten konstituierenden Sitzung des Düsseldorfer Stadtrats am Donnerstag (5.11.) war lang. Neben der Vereidigung des Oberbürgermeisters und der Wahl seiner Stellvertreter*innen, waren auch diverse Ausschüsse, Gremien und Positionen in Aufsichtsräten zu besetzen. Dass dies rund neun Stunden dauern würde, hatte kaum ein Ratsmitglied gedacht, denn die Vorschlagslisten waren komplett. Doch Torsten Lemmer, Ratsherr der Freien Wähler, bestand bei zahlreichen Entscheidungen auf geheimer Abstimmung, was Stunden dauerte.

report-D: Social Media / RSS

Bildergalerien von report-D

SONDER-
VERÖFFENTLICHUNG