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Gut 50 Zuhörer fanden den Weg zum "konservativen Dialog" in der Freizeitstätte Garath.

Düsseldorf: Der „konservative Dialog“ versammelt 50 über Partei und Flüchtlinge besorgte Bürger

Der „konservative Dialog“ am Dienstagabend (31.1.) in der Freizeitstätte Garath bestand aus rund 50 Zuhörern, die mal tüchtig auf Angela Merkel und Flüchtlinge aus islamischen Ländern abschimpfen wollten. Denen die aktuelle CDU in Düsseldorf wie in Berlin ohnehin viel zu links ist. Und die das vermeintliche „Pack“ aus überwiegend islamischen Ländern möglichst rasch abschieben wollen. Mehrfach meldeten sich Senioren mit 40 Jahren und mehr CDU-Zugehörigkeit und drohten mit Austritt „noch bis Mai“. Die ganze desolate Lage einer gespaltenen und uneinigen CDU trat offen zu Tage.

Zu Wort kam der Ex-Vorstand der Düsseldorfer Stadt-Sparkasse, Andreas Goßmann, jetzt Vorsitzender des Bürgervereins im Villenviertel Ludenberg. Er empfahl Angela Merkel, Flüchtlinge mittels der Bundeswehr außerhalb deutscher Grenzen zu halten. Diese Möglichkeit habe sie schon damals gehabt, als sie - nach konservativer Lesart - alle Schleusen öffnete. Er habe schließlich selbst gedient. Da fehlte nur ein Hackenschlagen nach dem Schießbefehl, den Goßmann nicht erwähnte.

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Salim Cakmak aus dem westfälischen Gronau hält Islam-Gläubige nur für bedingt integrierbar

Gast im noch jungen Debattierklub, der selbstverständlich nicht in die rechts-nationale Ecke gestellt werden möchte: Die Düsseldorfer CDU-Bundestagabgeordnete Sylvia Pantel, die hier um jede Stimme für die CDU kämpfte, Angela Merkel verteidigte und sich und die Christdemokraten dabei so positionierte, dass niemand mehr nach Alternativen suchen muss. Weder auf den Wahlzetteln noch im richtigen Leben.

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Sylvia Pantel kämpfte um jede Wählerstimme

Erst wenige Stunden zuvor hatten - dem Vernehmen nach - die Herren der städtischen CDU über Pantel gelästert. Ah, da komme ja die Konservative, hieß es larmoyant in der Ratsfraktion, die die Berliner Abgeordnete vor ihrem Termin in Garath besucht hatte. Vom Kreisvorsitzenden gab es angeblich nicht einmal einen Tagesgruß. Da aber, wo Wähler einzusammeln sind, waren dann die Kritiker der Sylvia Pantel nicht zu finden.

Die Gäste hatten Deftigeres erwartet

Die Gäste im Saal der Freizeitstätte hatten sich ohnehin Deftigeres erwartet, als eine querdenkende Abgeordnete und den zweiten Referenten des Abends, den Islam-Kritiker Salin Cakmak. Er leitete aus dem Koran her, dass Islam-Gläubige Frauen unterdrückten und schlügen und zu einem Großteil nicht in Deutschland integrierbar seien. Das langweilte einige ältere Herren: „Ich bin doch hier nicht zur Islamkunde herkommen.“

Der „konservative Dialog“ will nach eigener Aussage Druck auf die Partei machen, damit sich die CDU endlich wieder weiter rechts positioniert.  

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