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Özlem Alev Demirel und Christian Jäger bei der Aktion in Holthausen

Düsseldorf Holthausen: Mit Fischstäbchen gegen Miethaie

Unter dem Motto „Miethaie zu Fischstäbchen“ führten die NRW-Linken am Donnerstag (17.11.) in Holthausen eine Protestaktion gegen die stetig steigenden Mieten durch. Ihren Protest gegen Miethaie nahmen sie wörtlich und brachten einen vier Meter großen aufblasbaren Hai mit.

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Mit einem Riesen-Hai protestierten die Linken in Holthausen gegen zu hohe Mieten

Aktionswoche "Bezahlbarer Wohnraum für Alle"

Im Rahmen der bundesweiten Aktionswoche unter dem Motto „Bezahlbarer Wohnraum für Alle“ wehrte sich die Partei DIE LINKE gegen Wohnungsspekulation und Mietpreisexplosionen mit eindrucksvollen Mitteln: Ein vier Meter großer Miethai stand am Donnerstagmittag in Holthausen am Kamper Acker. Symphatischer waren die Fischstäbchen, die für die Düsseldorfer am Stand gleich nebenan gebrutzelt und verteilt wurden. Özlem Alev Demirel, Landessprecherin der NRW-Linken, und ihre Kollegen suchten das Gespräch und luden auf einen Imbiss ein.

Gegen die Privatisierung

Eine Forderung der LINKEN im Landtagswahlkampf NRW ist bezahlbarer Wohnraum für alle. Sie wehren sich gegen die Firmen, bei denen nur die Rendite im Vordergrund steht und auf dem Rücken der kleinen Leute Geld verdient wird. In der Privatisierung tausender Wohnungen der Landesentwicklungsgesellschaft LEG bis 2010 sehen sie den Grund für die steigende Wohnungsspekulation. Alte Wohnungen fallen aus der Sozialbindung und neue Sozialwohnungen werden kaum gebaut. „Von ehemals 844.000 Sozialwohnungen in NRW im Jahr 2002 waren Ende 2014 nur noch 489.000 vorhanden. Auch die Anhebung der Mietobergrenzen im sozialen Wohnungsbau auf 6,25 € bzw. 7,15 € pro Quadratmeter Nettokaltmiete hat außer höheren Mieten nichts bewirkt“, kritisiert Özlem Alev Demirel.

Sie erläuterte, dass in Düsseldorf Wohnen ein Luxus geworden sei, den sich nicht mehr jeder leisten könne. In nur fünf Jahren seien in der Landeshauptstadt die Mieten um 19 Prozent auf 9,50 Euro/Quadratmeter gestiegen. Mit Kaltmieten von 10 Euro oder mehr pro Quadratmeter drängten Wohnungsspekulanten die Düsseldorfer aus ihren angestammten Vierteln in Flingern, Oberbilk und Hassels-Nord.

Zweckentfremdungsverordnung für Düsseldorf

Die Linke setzt sich dafür ein, sozialen Wohnungsbau durch die öffentliche Hand zu fördern und die Schaffung von Wohnraum nicht allein dem Markt zu überlassen. Die Privatisierung von Wohnungen müsse gestoppt werden und bereits erfolgte rückgängig gemacht werden. Für die Schaffung von günstigem Wohnraum schlagen sie vor, leerstehende Wohnungen, Büros oder Gewerbeimmobilien zu beschlagnahmen und in Wohnraum umzuwandeln. Sie kämpfen gegen Luxusmodernisierungen und die Modernisierungsumlage. Demirel forderte den Düsseldorfer Oberbürgermeister Thomas Geisel auf, endlich eine Zweckentfremdungsverordnung und Milieuschutzsatzungen einzuführen, damit Durchschnittsverdiener wieder in Sicherheit vor Mietwucher leben könnten.

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