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Die FDP-Brille zeigt eindeutig das bessere Osterwetter - Kandidat Rainer Matheisen lässt neben "Virtual Reality" aber auch ganz klassisch Blumen sprechen.

Düsseldorf im virtuellen Landtagswahlkampf: Die FDP-Brille sorgt für besseres Osterwetter

Der Wind pfeift um die Ecke der Neusser Straße und kippt den Sonnenschirm in Richtung Bilker Kirche. Alle werfen sich auf Tulpen, die Luftballons, die Broschüren. Nur ein Passant steht mitten im Schietwetter und lächelt beinahe selig. Denn durch die Wahlkampfbrille der FDP scheint immer die Sonne. Erstmals setzt mit Rainer Matheisen ein Landtagskandidat auf Virtual Reality – eine Videobrille. Eine gute Minute lang erläutert Matheisen die FDP-Wahlziele.

Aufgenommen wurde der Film bei bestem Wetter am Rheinufer – als 360 Grad Video. Das bedeutet: Während man den Worten des Kandidaten lauscht, können Betrachter den Kopf drehen und wenden – und es ist dabei, als stünden sie tatsächlich bei Sonnenschein am Rhein. In der übergroßen, vorn komplett abgedunkelten Skibrille steckt ein Smartphone, dass die Bilder über die Augen direkt ins Gehirn sendet.

Virtueller Erstkontakt mit dem Kandidaten

Muss man bei der Politik nicht ganz genau hinsehen, anstatt sich beide Augen mit einer Videobrille verschließen zu lassen? „Wir von der FDP verpassen ja niemandem zwangsweise diese Brille“, sagt Rainer Matheisen. Doch der Wahlkreis 42 ist groß – er reicht von Flehe bis Lörick. Allein am Ostersamstag haben Matheisen und seine Helfer neun Infostände platziert. „Da ich nicht überall gleichzeitig sein kann, bekommen Bürger, die nach dem FDP-Kandidaten fragen, über die Videobrille die Möglichkeit, mich kennenzulernen.“

Frankreichs Linke setzt ein Hologramm ein

Beim Präsidentschaftswahlkampf im benachbarten Frankreich ist die „Next Generation“ des virtuellen Wahlkampf bereits zu sehen. Dort setzt der linke Präsidentschaftskandidat Jean-Luc Mélenchon auf sein eigenes Hologramm. Während er in Lyon von der Bühne zu seinem Wahlvolk spricht, wird sein dreidimensionales Bild nach Paris in einen zweiten Saal übertragen, in dem noch einmal so viele Menschen Mélechons Hologramm zuhören. Hierzu nehmen ihn mehrere Kameras gleichzeitig auf – ihre Bilder werden zu einer holografischen Darstellung verrechnet. Da die Technik sehr aufwändig und teuer ist, spart die Partei im Vergleich zu Live-Auftritten keinen Cent, heißt es.
Am Wahlstand in Düsseldorf Bilk probieren vor allem jüngere Passanten die FDP-Brille. Ältere Wähler mit Hang zum Liberalen freuen sich über Klassiker, wie eine gelbe Tulpe, einen Luftballon oder einen Kochlöffel.

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