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Der Parteivorsitzende Andreas Rimkus (r.) führt die Düsseldorfer SPD zusammen mit seinen Stellvertretern Annika Mau und Karl-Heinz Krems.

Düsseldorfer SPD: Parteitag mit durchwachsenem Ergebnis für Parteichef Andreas Rimkus

Mit gut 82 Prozent der gültigen Stimmen hat die Düsseldorfer Juso-Vorsitzende Annika Maus bei den Wahlen zum Düsseldorfer Parteivorstand das beste Ergebnis erzielt. Sie wurde zur neuen Stellvertreterin des Düsseldorfer Parteichefs Andreas Rimkus gewählt. Der bekam bei seiner fünften Wiederwahl seit 2011 gerade mal 78,3 Prozent (nach 86,7 Prozent vor zwei Jahren). Der zweite stellvertetende Vorsitzende, Karl-Heinz Krems, erhielt mit 92 Ja-Stimmen gerade einmal 56 Prozent Zustimmung bei den insgesamt 167 Delegierten.

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Oberbürgermeister Thomas Geisel bekam nach seinem Grußworten einen langen Applaus.

In einer Arbeitsatmosphäre ohne Funkenflug verjüngten die Düsseldorfer Sozialdemokraten ihre Parteispitze und machten sie weiblicher. Die Europaabgeordnete Petra Kammerevert hat nach zwei Jahrzehnten den Düsseldorfer Vorstand verlassen. Und Oberbürgermeister Thomas Geisel ist nicht länger Beisitzer, was vor dem Parteitag für Schlagzeilen gesorgt hatte. „Glaubt mir, liebe Genossinnen und Genossen, wenn ich den Eindruck hätte, mich wollte jemand aus dem SPD-Vorstand drängen, dann würde ich natürlich kandidieren“, sagte Geisel in seinem Grußwort, das mit Abstand die temperamentvollste Rede dieses SPD-Wahlparteitags war.

Positive Düsseldorf-Bilanz

Mit erfolgreichen Stadtteilprojekten, einem großen Wohnungsbauprogramm  und der beispielhaften Renovierung der Düsseldorfer Schule zählte Geisel all jene Punkte auf, die der von der Ampel tolerierten SPD-Stadtregierung gut gelungen seien: „Die SPD ist die Düsseldorf-Partei“, sagte Geisel, der im kommenden Jahr erneut um den Posten des Düsseldorfer Oberbürgermeisters kandidieren wird.

Populismus

Annika Maus stocherte in ihrer Bewerbungsrede vor der Wahl in Richtung der städtischen CDU: Es sei gut, dass es mit Thomas Geisel einen SPD-Bürgermeister gebe. Denn die Düsseldorfer CDU wolle am liebsten eine Mauer um die Stadt ziehen und sie zum Wohnort der Reichen machen. Maus bezeichnete die Christdemokraten als „Populisten“.

Erneuerung

Der alte und neue SPD-Vorsitzende Andreas Rimkus erinnerte die Genossen an die zurückliegenden zwei Jahre, in denen sich die Düsseldorfer SPD schneller als die Landes- und Bundesebene der Partei nach dem Desaster der Bundestagswahl auf einen Weg der Erneuerung gemacht habe. Der Rechenschaftsbericht des Vorstands belege: „Wir haben in den Stadtteilen viel gemacht.“ Nach Bekanntgabe seines durchwachsenen Wahlergebnisses gab sich Rimkus kämpferisch. Mit der Europawahl im Mai und der Kommunalwahl im September 2020 stünden der SPD nun zwei heiße Jahre bevor. Mehr Zukunftsbestimmung gab es an diesem Samstag nicht. 

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Der komplette Düsseldorfer SPD-Vorstand (vl.): Rafael Lorberg, Lukas Thum, Marko Siegesmund, Jessica Breitkopf, Thomas Peußer, Kerstin Pfitzner, Peter Rasp, Walburga Benninghaus, Andreas Rimkus, Thomas Gestrich, Sabrina Proschmann, Astrid Bönemann, Karl-Heinz Krems, Annika Maus und Marion Warden. Foto: SPD

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