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Alle auf einem Bild: Preisträger, Laudatoren und SPDler, die den Ehrenamtspreis zur Jahrtausendwende erfunden haben.

Düsseldorfer SPD vergibt Ehrenamtspreise an KRASS, Hispi, die Froschkönige und den gutenachtbus

Die SPD Düsseldorf hat zum 17. Mal ihren Ehrenamtspreis verliehen. Im Rahmen einer Feierstunde wurden KRASS, das Hispi Lernhaus, der Verein Froschkönige gegen Kinderarmut und der gutenachtbus gewürdigt. SPD-Chef Andreas Rimkus erinnerte daran, warum die Sozialdemokraten nach der Jahrtausendwende diesen mittlerweile sehr aufmerksamkeitsstarken Preis geschaffen haben: „Wir wollten und wollen die Scheinwerfer des öffentlichen Interesses dorthin lenken, wo durch den Einsatz von Ehrenamtlichen vielfach die Arbeit getan wird, die eigentlich Staat und Gesellschaft übernehmen müssten.“

Zugleich sind die Ehrenamtler mit vollem Herzen und Engagement bei ihrer Arbeit und laufen nicht wie andere mit einer mordmäßigen Bugwelle durch die Stadt, um von ihren Wohltaten zu berichten. Der SPD-Ehrenamtspreis wird verliehen in vier Kategorien: Gemeinwohl, Gesellschaftspolitik, Migration und Integration sowie Kinder und Jugendliche.

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Claudia Seidensticker (ganz links) unterstützen zahlreiche KRASS-Helfer bei den vielen Aktionen in Düsseldorf und mittlerweile der ganzen Welt - wie beispielsweise hier im KIT

Kinder und die Kultur

Unter der Überschrift „Gemeinwohl“ bekam KRASS in diesem Jahr den Preis. KRASS e.V. ist ein Programm der Stiftung Kultur für Kinder. Beide gemeinnützige Organisationen sind von Claudia Seidensticker-Fountis und Anastasios Fountis gegründet worden. Ausgangspunkt ist der Satz: „Jedes Kind hat ein Anrecht auf kostenlosen Zugang zu Kultur und Bildung“. Der Verein setzt Projekte in den Bereichen Kunst, Musik, Tanz und Theater um. Neben diesen Projekten lenkte Laudator Stefan Fischer-Fels, der Leiter Junges Schauspiel Düsseldorf den Blick seiner Zuhörer auf die klare und strategisch angelegte Organisation von KRASS. Die Vision, eine Vereinssatzung, ein Handbuch und ein Vertrag sorgen für eine strukturierte Arbeitsumgebung, in der sich jeder an Entscheidungen beteiligen kann.

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Bastian Wallenborn (2.v.l.) und Karin Jungjohann (rechts) im zweiten HISPI in der Flüchtlingsunterkunft an der Oberlöriker Straße. Das erste HISPI ist an der Lacombletstraße in ehemaligen Räumen einer Schuile entstanden. Karin Jungjohann und ein großes Team geben täglich Unterricht für Kinder und Erwachsene

Sprache lernen

Hispi steht als Abkürzung für „Hilfe in der sprachlichen Integration“. Das Hispi Lernhaus unterstützt asylsuchende Kinder beim Erlernen der deutschen Sprache, dient der Vorschulförderung und kümmert sich um die Hausaufgabenbetreuung. Abends – wenn die Kinder schlafen – kommen erwachsene Flüchtlinge, um Deutsch zu lernen. Das Hispi Lernhaus bekam den Preis in der Kategorie „Migration und Integration“, wurde von Freiwilligen initiiert und wird von Düsseldorfer Bürger seither koordiniert.

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Heiko Legner ist Gründungsmitglied bei den Froschkönigen gegen Kinderarmut und hilft hier gerade bei einem größeren Projekt, einem neuen Kinderzimmer für eine Familie, bei der einiges aus dem Ruder lief

In der Kategorie „Kinder und Jugendliche“ muss man den Preisträger – Froschkönige gegen KinderArmut e.V. – küssen. Schon wird ein Prinz daraus, der Kindern bei Schule und Ausbildung hilft, Geld für einen Mittagstisch und Unterrichtsmaterial gibt oder um die Mitgliedsbeiträge für einen Sportverein zu zahlen.

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Der gutenachtbus ist eine Aktion von vision:teilen, die zuletzt mit einer Plakataktion auf die unterschiedlichen Projekte aufmerksam machte

Heißer Tee und viele Tipps

Unter „Gesellschaftspolitik“ rollt der gutenachtbus durch Düsseldorfs Straßen. Hier gibt es von einer hauptamtlichen Sozialarbeiterin und vielen ehrenamtlichen Helfern etwas Warmes zu trinken und zahlreiche Tipps dazu, wie Obdachlose Konflikte mit Ämtern und Unternehmen klären können. Beim gutenachtbus werde niemand weggeschickt, heißt es. Eben das hat den Nutzern etwas Würde zurückgegeben.

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