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D_Gaslaternen_23062015

(v.l.) Michael G. Meyer, Rainer Matheisen, Günter Milz, Sebastian Hartmann und Walter Schuhen präsentieren ihre Idee 

Düsseldorf: Gaslaternen als Wahrzeichen?

Im Stadtbild von Düsseldorf sind sie an einigen Ecken noch so „normal“, das sie dem Bürger kaum auffallen. Straßenlaternen. Ob diese mit Gas oder Strom betrieben werden, wissen viele nicht, hell sollen sie sein. Aber immer mehr Düsseldorfer sehen den Unterschied zwischen den hellen, kalten LED-Lampen und dem warmen Licht der Gaslaternen. Die Stimmen werden lauter, die 15.000 Gaslaterne zu erhalten und noch mehr: Da sie bald einzigartig auf der Welt sind, könnten sie zum Wahrzeichen von Düsseldorf werden.

Rainer Matheisen, FDP, hat mit einer Unterschriftenaktion für den Erhalt der Gaslaternen in Düsseldorf gekämpft (report-D Bericht dazu hier). Mehr als 10.000 Unterschriften sind gesammelt worden und haben dazu geführt, dass die Stadt die Abrissanordnung erstmal gestoppt hat. Verkehrsdezernent Stephan Keller (CDU) führt nun Gespräche mit der Denkmalbehörde, ob es sich bei den Gaslaternen wirklich um ein schützenswertes Gut handelt.

Gaslaternen als Kulturgut

Davon sind Rainer Matheisen, Michael G. Meyer, Günter Milz und Walter Schuhen schon längst überzeugt. Gemeinsam hat der FDP Ratsherr Matheisen mit den Fachleuten der Tourismus- und Werbebranche eine Idee erarbeitet. Da weltweit der Abriss der Gaslaternen beschlossen ist, sollen sie in Düsseldorf zum Wahrzeichen werden. Dabei sollen die Laternen auch zum Kulturträger werden, indem sie auf kleinen Schildern die verschiedensten Persönlichkeiten der Stadt vorstellten. So könnten Rundgänge in einem Stadtviertel oder Bezirk in Form einer Kreativmeile über Menschen oder Prominente der Stadt informieren.

Stadtführungen stellen auch Gasbeleuchtung vor

Sebastian Hartmann, Stadtführer in Düsseldorf, hält die Idee für sehr gut. Er baut die Laternen in seine Führungen ein und die Besucher gäben eine sehr positive Rückmeldung. Viele Geschäftsreisende und Touristen aus dem asiatischen Raum suchen bei ihren Besuchen das Besondere und Einmalige, berichtet Walter Schuhen vom Düsseldorfer China Center. Gaslaternen und ihre historische Bedeutung könnten ein Highlight werden. Die moderne Stadt Düsseldorf bewahrt sich bewusst eine Tradition. Auch marketingmäßig könnte dies ein Alleinstellungsmerkmal werden, das saisonal unabhängig die Besucher anlockt.

Stadtverwaltung muss nun prüfen

Die Idee ist geboren, nun geht es gemeinsam mit der Verwaltung weiter. In der Sitzung des Stadtrates am Donnerstag (25.6.) steht eine Anfrage der FDP auf der Tagesordnung, die darum bittet, die Gründung einer Stiftung für die Gasbeleuchtung und den Antrag, auf Aufnahme zum UNESCO-Weltkulturerbe zu prüfen. Zusätzlich gibt es den Antrag eine Koordinierungsstelle Kultur- und Kreativwirtschaft zu gründen. Erste mögliche Schritte auf dem Weg die Gaslaternen zu erhalten und zu vermarkten. Vielleicht wird es neben dem Düsseldorfer Radschläger und Fernsehturm bald auch kleine Gaslaternen geben, die durch ein Feuerzeug als Gasquelle gespeist werden.

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