Politik Stadtrat

D_RubenZepuntke_MarcelSieber_AndréGreipel_20151207

Die Tour de France in Düsseldorf? Für Radler wie (vl.) Ruben Zepuntke, Marcel Sieberg und Adré Greipel ein Traum

Düsseldorf kurbelt am Auftakt der Tour de France 2017 – aber nicht in der kommenden Ratssitzung

Düsseldorf als Tour de France-Startpunkt im Jahr 2017? Eigentlich müsste der Stadtrat am kommenden Donnerstag (10.12.) Mittel dafür in den Haushalt 2016 einstellen. Doch das wird er erst einmal nicht tun. Nach Recherchen von report-D passiert beim Show-down 2015 nicht einmal eine Viertel-Pedalumdrehung in diese Richtung.

Dafür wird hinter den Kulissen emsig gearbeitet. Es tagen Arbeitsgruppen – links- wie rechtsrheinisch. In Klein-Paris und Paris. Denn der Ratsbeschluss liegt vor und ermächtigt die Verwaltung zu arbeiten. Und dem Vernehmen nach scheint das auch erst einmal Tourchef Christian Prudhomme als Aussage aus Düsseldorf zu genügen. Offenbar gibt es auch keinen Stichtag, bis zu dem die Düsseldorfer Bewerbung vorliegen muss. Also klären derzeit die Experten Tausend und eine Einzelheit, die bei einem Event dieser Größe geklärt werden müssen.

D_TourdeFrance_Strecke_16102015

In Weiß markiert: die Strecke für das Zeitfahren der Tour am Samstag. Am Sonntag würde das Feld dann aus Düsseldorf losrollen.

Politisch gilt der Tour Beschluss als zweifelhaft, weil mit den Stimmen der Rechtsextremen zustande gekommen. Den braunen Fleck wollen SPD und Grüne, Düsseldorfer Radfraktionen, tilgen, die Rad-Ratsmehrheit vergrößern. Zugleich gilt es, einen Finanzplan aufzustellen. Denn bei Kosten von geschätzt elf Millionen Euro, müsste Düsseldorf der Tour derzeit mehr als sechs Millionen aus städtischen Mitteln in die Satteltaschen stecken.

Die FDP steht quer

Das ist dem gelben Licht der Ampel, der FDP, zu viel. Und auch die CDU opponiert; obwohl sie als Regierungspartei selbst eine Vorliebe für Großevents hatte. Und die Tour geschätzt mehr als 50 Millionen Euro in die Düsseldorfer Gastronomie und Hotellerie spülen würde. Allein der unmittelbare Tour-Tross emfasst rund 5000 Personen. Die Christdemokraten als Wohlstands-Blockierer? Nur schwer denkbar.

Die Millionen auftreiben

Also werden nun weiter Sponsoren geworben, mit Tour-Veranstalter ASO geklärt, was diese Firmen dürfen und was nicht und was sie wofür bezahlen müssen. Nach einem Summenstrich darunter kann ein Finanzierungskonzept aufgestellt werden, das auch bisherige Tourgegner überzeugt. Der städtische Zuschuss müsste dann 2016 im Rahmen eines Nachtragshaushalts genehmigt werden.
Im Vorzimmer des Oberbürgermeisters steht ein Rennrad samt Trikot. Thomas Geisel würde es 2017 gern zur Tour-Eröffnung benutzen.

Zurück zur Rubrik Stadtrat

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Stadtrat

D_Regenbogenschule_20171113

Der Düsseldorfer Stadtrat wird in Kürze über drei weitere Schulbauprojekte beraten. Für die Regenbogenschule soll ein Neubau auf dem Schulgelände an der Kirchfeldstraße 74 - 80 errichtet werden. Auch die Theodor-Litt-Realschule in Urdenbach und die Realschule Stockum sollen neue Schulgebäude erhalten. Am Montag, 13. November, befürwortete der Schulausschuss einstimmig diese drei Projekte.

D_Rat_Gegenstimmen_CDU_07112017

Ratlos, also ohne Mehrheit im Rat, ist Oberbürgermeister Thomas Geisel auch nach der vierten Episode über die nachträglich Zustimmung zu Kosten, die bei der Tour de France angefallen sind.

D_Hans_Jochem_Witzke_03112017

In Düsseldorf sind die Maßstäbe für das, was Menschen verdienen, verrutscht. Mit dieser Kritik meldete sich der Vorsitzende des Düsseldorfer Mietervereins und Sozialdemokrat, Hans-Jochem Witzke. Mit klaren Worten kritisiert er eine Vorlage der Stadtverwaltung, die seiner Meinung so nie hätte geschrieben und verteilt werden dürfen. Dabei geht es um die Wohnungsnot in der Stadt und die Maßstäbe dafür, was geringe und mittlere Einkommen sind. Der Vorsitzende des Wohnungsausschusses ist Witzkes eigener Justitiar, Uwe Warnecke (Die Grünen). 

report-D: Social Media / RSS

Bildergalerien von report-D