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Rollt der EM-Ball 2024 in Düsseldorf?

Düsseldorf will Austragungsort für Fußballeuropameisterschaft 2024 werden

Waren die Meinungen über die Bewerbung der Stadt Düsseldorf als Austragungsort des Starts der Tour de France sehr unterschiedlich, zeigte der Düsseldorfer Rat am Donnerstag (18.5.) große Einigkeit bei der Befürwortung der Bewerbung als Austragungsort für die UEFA EM 2024.

Deutschland will sich bei der UEFA bewerben, die Europameisterschaften im Fußball der Männer im Jahr 2024 auszurichten. Als Austragungsorte der Spiele werden zehn Städte mit geeigneten Stadien gesucht, um gute Chance bei der Vergabe zu haben.

Düsseldorfs Konkurrenten

Noch sind 15 deutsche Städte im Rennen und alle wollen den europäischen Wettbewerb in ihr Stadion holen. Als EM-Städte bewerben sich neben Düsseldorf Berlin (Olympiastadion), Bremen (Weserstadion), Dortmund (Signal Iduna Park), Frankfurt/Main (Commerzbank-Arena), Gelsenkirchen (Veltins-Arena), Hamburg (Volksparkstadion), Hannover (HDI Arena), Kaiserslautern (Fritz-Walter-Stadion), Köln (Rhein-Energie-Stadion), Leipzig (Red Bull Arena), Mönchengladbach (Borussia-Park), München (Allianz Arena), Nürnberg (Stadion Nürnberg) und Stuttgart (Mercedes-Benz Arena).

Esprit-Arena müsste angepasst werden 

Bevor Düsseldorf die Esprit- Arena in den Ring wirft, wurde die Bewerbung am Donnerstag im Rat diskutiert. Denn ähnlich wie bei der Ausrichtung des Gand Depart ist mit finanziellen Aufwendungen zu rechnen. Dazu gehört der unzureichende Pressebereich in der Düsseldorfer Sportarena, der für einen internationalen Wettbewerb zu wenig Plätze bietet. Für rund 1,5 Millionen Euro könnte er ausgebaut werden, 0,5 Millionen Euro kämen für Umbauten zur EM hinzu. Dies würde der Stadt auch bessere Chancen verschaffen, wenn es um die Austragung normaler Länderspiele geht.

Doch auch der VIP- und Hospitality-Bereich müsste aufgestockt werden. Aktuell können nur 2207 VIPs die Aktionen auf den Rasen verfolgen, zu wenig für internationale Ansprüche. Schätzungen sprechen von 1,4 Millionen Euro für den Bau von temporären VIP-Plätzen und rund 2 Millionen für dauerhafte Lösungen.

Fußball hat mehr Akzeptanz als Radsport

Doch die Kosten waren für die Mitglieder des Düsseldorfer Rats kein Hindernis. Gegen die Stimmen der Linken und mit Enthaltung des Ratspiraten wurde die Vorlage angenommen. Die Düsseldorf Congress Sport & Event wird nun die Bewerbung vorbereiten. Bis zum 12. Juni müssen die Unterlagen beim Deutschen Fußballbund sein. Der DFB will bis zum 15.9.2017 entscheiden, mit welchen zehn Stadien er die Bewerbung bei der UEFA einreicht. Dort wird man im September 2018 über den Austragungsort entscheiden. Deutschlands Konkurrent ist die Türkei.

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