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Der Düsseldorfer Medienhafen als leuchtendes Vorbild: Die SPD will Gaslaternen durch moderne LED-Leuchten ersetzen 

Düsseldorfer SPD sieht Einsparpotentiale am Straßenrand: LED statt Gaslaterne

Nun will die SPD der Gaslaterne an den Glühstrumpf. Aus einer Haushaltsklausur kommt die SPD-Ratsfraktion mit der Botschaft zurück: „Das Einsparpotential steht am Straßenrand“. Die Idee geht zu Lasten schummriger Romantik in Düsseldorf, die manch einer schon als Düsseldorfer Beitrag ins Weltkulturerbe eintragen lassen wollte. Dem setzen die Sozialdemokraten nun das sparsame und klimaschonende LED-Licht entgegen.

Die Erleuchtung betrifft 14.600 Gaslaternen. Allein der jährliche Betrieb koste rund fünf Millionen Euro pro Jahr. Zudem schätzt der Ordnungsamtsdezernent, dass innerhalb der nächsten 25 Jahre alle 14.600 Gaslaternen umgerüstet und saniert werden müssen. Macht pro Standort geschätzt 3500 Euro oder – als Gesamtsumme 51,1 Millionen Euro. Die SPD-Rechnung geht so: Je umgerüsteter Gaslaterne ließen sich 300 Euro pro Jahr einsparen – also bezogen auf alle Gaslaternen knapp 4,4 Millionen Euro pro Jahr.

"Ein Wechsel auf LED-Laternen reduziert den CO2-Ausstoß"

Doch es geht nicht nur ums Geld, sagt der SPD-Ratsherr und Vorsitzende des Umweltausschusses, Philipp Tacer. Der CO2-Ausstoß von LED-Laternen ist im Vergleich zu Gaslaternen um rund 90 Prozent geringer. „Ein wichtiger Schritt für unser Ziel einer klimaneutralen Landeshauptstadt“, so Tacer. Er sieht in dem Austausch Gas gegen LED eine „pragmatische Maßnahme mit hohem Nutzen, ohne die Bürgerinnen und Bürger zu belasten“. Denn finanziert werden soll der Lichtwechsel nicht über Anliegerbeiträge, sondern durch einen Dienstleister, der seinen Profit aus einem Teil der Einsparungen zieht.

"Historische Gaslaternen in sensiblen Stadtgebieten"

Selbst an die Gaslaternen-Liebhaber hat die SPD gedacht, wie Tacer versichert: „Wir anerkennen ausdrücklich den kulturellen Wert historischer Gaslaternen. Daher streben wir in sensiblen Stadtgebieten und Straßenzügen deren Erhalt an. Damit dies gelingen kann, sind wir auf den dauerhaften Bezug von Ersatzteilen angewiesen, die nur noch schwer zu beschaffen sind, da die bisherigen Hersteller sich auf Grund einer massiv gesunkenen Nachfrage zunehmend aus diesem Markt zurückziehen. Dies können wir mit den Ersatzzeilen sicherstellen, die wir aus der Umrüstung gewinnen können.“

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