Politik Stadtteile

D_Garath_herzenssache_Plakat_12092015

Das Grafitti kennen in Garath viele, für die Aktion Herzensache ist es als Herz gestaltet worden

Aktion „Herzenssache“ in Düsseldorf Garath und Hellerhof

Viele Garather Senioren sind sich einig: Sie leben in einem lebenswerten Stadtteil und fühlen sich sehr wohl. So äußerten sich einige der Menschen, die am Samstag (12.9.) zum Auftakt der Aktion Herzensache Garath–Hellerhof in die Fußgängerzone gekommen waren.

Herzenswünsche gesucht

„Mein Herzenswunsch für das Leben ist Garath-Hellerhof ist …“ war die Bitte an die Bürger, persönlich oder per Postkarte auszudrücken, was ihnen an Garath und Hellerhof gefällt oder missfällt. Auf Initiative der Stadtbezirkskonferenz Senioren im Stadtbezirk 10 fand diese Aktion zum ersten Mal statt. Moderiert von Andreas Vollmert wollten die Vereine und Verbände sich mit dem Thema „Zukunft des Ehrenamtes“ und „Neue Formen des Bürgerschaftlichen Engagements“ befassen und die Bürger dabei beteiligen. Auch die Flüchtlinge wurden thematisiert, aber nicht nur bei ihnen ist ehrenamtliches Engagement wünschenswert.

D_Garath_herzenssache_Andreas_12092015

(v.l.) Heimo Strauß, Andreas Vollmert und Günter Westenburger im Gespräch über das Leben in Garath

Einsam muss niemand sein

Dr. Heimo Strauß, von der Seniorenunion Düsseldorf-Süd, brachte es auf den Punkt: Die Menschen gehen immer früher in Ruhestand und haben dann mit Glück noch viele schöne Jahre vor sich. Da lohnt es sich, sich neue Beschäftigungen und Wirkungskreise zu suchen. Das sei auch das beste Mittel gegen die Einsamkeit, die im Alter durch Wegfall von Beruf oder Partner aufkommen kann.
In Garath und Hellerhof gibt es verschiedene Anlaufstellen, bei denen auch Senioren immer willkommen sind.

zentrum-plus

Hedwig Claes ist Leiterin des "zentrum plus" Garath, das seine Räume in der Freizeitstätte hat. Etwa 70 Ehrenamtler machen hier Programm. Computer, Kochen, Sport und Kultur sind Beispiele für die vielfältigen Aktivitäten. Das Zentrum ist auch Demenz-Standort und einige Angebote werden auch in russischer Sprache abgehalten. Durch die Aktion Herzenssache möchten sich das Zentrum noch mehr Bürgern öffnen, Kontakte knüpfen und Ideen für weitere Aktionen sammeln.

Hell-Ga

Seit 2002 in auch der Verein Hell-Ga eine Anlaufstelle für Menschen aller Generationen für gemeinsame Treffen und Aktionen. Dabei ist niemand an das Angebot gebunden. Jeder kann sich mit seinen Ideen einbringen und eigene Gruppen oder Termine organisieren. Die Anzahl der ehrenamtlichen Aktiven von Hell-Ga ist schwer zu schätzen, sie wächst stetig. Menschen kommen zum Café und manchmal entstehen durch die Besuche und Gespräche ganz neue Aktivitäten berichtet Chräcker Heller, Vorstandsmitglied bei Hell-Ga. Entstanden ist der Verein Hell-Ga vor 13 Jahren als Müttertreff. Mittlerweile gibt es schon erste Jugendliche, die damals mit ihren Müttern kamen und nun als Jugendliche eigene Aktionen starten.

D_Garath_herzenssache_Benningh_12092015

Unermütlich im Einsatz für Themen des Düsseldorfer-Südens: Walburga Benninghaus im Gespräch mit Andreas Vollmert

BIG

Günter Westenburger von der Bürger und Interessengemeinschaft Garath (BIG) sprach bei Andreas Vollmert seinen Herzenswunsch aus: Das alle Vereine und Gruppierungen in Garath weiter gut zusammenarbeiten. Denn die Garather leben hier gerne und führen sich wohl.

Wünsche werden weiter gesammelt

Die Menschen, die eine Karte mit einem Herzenswunsch abgegeben haben, werden auch Antwort bekommen, wenn sich etwas zu ihrem Wunsch tut. Aber auch ohne Karten können weitere Anregungen im „zentrum plus“ abgegeben werden.

Weitere Informationen

Hedwig Claes, Leiterin "zentrum plus" Garath der Diakonie Düsseldorf, Fritz-Erler-Str. 21, 40595 Düsseldorf, Tel. 0211 602 54 78, Mail hier, Öffnungszeiten: montags bis freitags: 10-16 Uhr (und zu den ausgeschriebenen Veranstaltungsterminen), Homepage

Zurück zur Rubrik Stadtteile

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Stadtteile

D_Erinnerung_Schlüter_11042021

Am 11. April 1945 wurde das KZ Buchenwald befreit. In Aussicht auf die sich nähernden amerikanischen Truppen rebellierten die Häftlinge und organisierten den erfolgreichen Widerstand. In Düsseldorf gab es zwischen 1942 und 1945 Außenlager des KZ Buchenwalds. Im Rahmen des Projekts „Erinnerungszeichen KZ-Außenlager“ der Mahn- und Gedenkstätte wurde von acht Düsseldorfer Schulen die Standorte der Außenlager durch Gedenkzeichen kenntlich gemacht. Am Gedenkzeichen an der Schlüterstraße, dem ehemaligen Standort des Außenlagers Berta I, gedachte der Ortsverband Flingern/Düsseltal der Linken Düsseldorf und interessierte Bürger*innen am Sonntagmittag (11.4.) der Befreiung vor 76 Jahren.

D_Kissinger_Häuser_27012021

Die Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft mbH ist Eigentümer der 160 Wohnungen an der Kissinger Straße in Düsseldorf Eller. Die Bewohner leben teilweise bereits Jahrzehnte in den Häusern und berichten, dass der Eigentümer die Instandhaltung der Gebäude jahrelang schleifen lies. Nun sollen alle neun Gebäude um eine Etage aufgestockt und im gleichen Zug die Wohnungen modernisiert werden. Ein Plan voller Nachteile für die Mieter - beklagt das Bündnis für bezahlbaren Wohnraum.

D_Defi_Schlüssel_23032021

Durch das Engagement der Stadtteilstiftung „Mit Herz und Hand für Wersten“ konnte an der Kölner Landstraße 203-217 eine Notfallsäule mit Defibrillator in Betrieb genommen werden. Es ist die elfte Defi-Säule, die im Rahmen der Aktion "Düsseldorf herzsicher" aufgestellt wurde. Ziel ist es, Defibrillatoren möglichst flächendeckend aufzustellen, mit denen auch Laien im Notfall Menschen mit Herzkammerflimmern wiederbeleben können. Doch es braucht immer Paten und Sponsoren für neue Defi-Säulen. In Wersten engagierten sich die Stadtteilstiftung und wurde von der Provinzial Rheinland Versicherung und der Bezirksvertretung 9 dabei unterstützt.

report-D: Social Media / RSS

Bildergalerien von report-D

SONDER-
VERÖFFENTLICHUNG