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Die neue Flüchtlingsunterkunft ist zu Fuss von der Straße Auf'm Tetelberg her zu erreichen

Düsseldorf Bilk: Holzhäuser für Flüchtlinge mit Fest eingeweiht

320 neue Nachbarn werden bereits in der nächsten Woche die Wohnanlage für Flüchtlinge in Bilk, Auf’m Tetelberg, beziehen. Die Holzhäuser sind die zweite Anlage dieser Art, die von der Stadt als Unterkunft gekauft wurde. Wie bereits bei der Unterkunft in Lörick wurde die Einweihung mit einem Fest für künftige Bewohner, Ehrenamtler, Nachbarn und Interessierte gefeiert. Bei strahlendem Wetter nutzten zahlreiche Besucher die Gelegenheit für einen Blick in die neuen Wohneinheiten.

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Zur Völklinger Straße hin wurde eine Straßenverbindung geschaffen

Wer die Wohnanlage von der Völklinger Straße aus sieht, könnte sie auch für ein Azubi-Wohnheim halten. In der Nachbarschaft der Handwerkskammer und den Handwerksinnungen für Holz- und Kunststoff und der Maler- und Lackiererinnung würde sich das fast anbieten und vielleicht ja auch irgendwann einmal Realität. Denn was nun als Flüchtlingsunterkunft für 320 Menschen eröffnet wurde, ist von der Stadt gekauft und vom Baustil her später auch für die Nutzung als Azubi- oder Studentenwohnheim denkbar.

Unterkunft nach düsseldorfer Modell

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Die Standard-Doppelzimmer

Innen sehen die Wohneinheiten ähnlich aus, wie in den vielen anderen Flüchtlingsunterkünften der Landeshauptstadt, die nach dem Düsseldorfer Modell eingerichtet wurden. Es gibt Einheiten für Familien, die eine eigene kleine Küche und ein Bad und Schlafräume haben. Die Standardausstattung mit Bett, Tisch, Stuhl Kühlschrank und Spind ist gleich der, die die Alleinreisenden in ihren Doppelzimmern vorfinden. Sie teilen sich aber eine Gemeinschaftsküche und gemeinsame Sanitäreinrichtungen auf den Gang.

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Die Gemeinschaftsküche für die Alleinreisenden

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Familien haben eine eigene kleine Küchenzeile

Auf jeweils zwei Etagen ist in den vier Wohngebäuden Platz für 80 Personen. pro Gebäude sind zwei behindertengerechte Einheiten untergebracht. Eines der Häuser ist alleinreisenden Frauen mit oder ohne Kinder vorbehalten. Dort gibt es auch ein Spielzimmer für die Kinder. Es ist die erste Unterkunft in Düsseldorf, die den Frauen einen besonderen Schutz bietet. Die zukünftigen Bewohnerinnen kommen aus verschiedenen Flüchtlingsheimen aus ganz Düsseldorf, während in die anderen drei Gebäuden die Menschen aus der Leichtbauhallte an der Further Straße einziehen, die planmäßig nach einem Jahr aufgegeben wird.

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Das Kinderspielzimmer in dem Haus für schutzbedürftige Frauen

Klimafreundliches Bauen mit Holz

Die Herstellerfirma Terhalle aus Aahaus hat jahrelange Erfahrung mit dem Bau von Holzhäusern im Bereich von Schulbau und bescheinigt den Gebäuden eine bessere Standfestigkeit bei Brand wie Stahlbeton. Verwendet werden heimische Holzarten. Die Bauweise entspricht der Energieeinsparverordnung 2016 und aufgrund der hohen Dämmwerte sind die Energiekosten gering. Mit einer Urkunde überreichte der Geschäftsführer von Terhalle bei der Eröffnung eine Urkunde an Stadtdirektor Burkhard Hintzsche, auf der die Klimafreundlichkeit der Bauten bescheinigt wird. Die Holzhäuser binden 1105 Tonnen Kohlenstoff, was umgerechnet 10 Millionen gefahren PKW-Kilometern entspricht.

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Zahlreiche Gäste feierten die Eröffnung mit

Die Baukosten der Unterkunft einschließlich der Erschließung betragen 12,6 Millionen Euro. Die Finanzierung erfolgte über die vergünstigten Förderkredite und Beträgen aus dem Sonderförderprogramm 'Schutz in Flüchtlingsunterkünften'. Die Betreuung der Bewohner in der Unterkunft übernimmt der Caritasverband. Deren Geschäftsführer Hendrik Peeters kündigte bei der Eröffnung schon die nächste gemeinsame Feier an: Im Juli wird es ein großes Sommerfest für Bewohner und Nachbarn geben. Vielleicht sind dann auch die Vertreter der Handwerkskammer wieder dabei, die am Freitag einen Eiswagen mitgebracht hatten, der alle Besucher mit leckerem Gefrorenen versorgte.  

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(v.r.) Caritas-Geschäftsführer Hendrik Peeters, Stadtdirektor Burkhard Hintzsche und Flüchtlingsbeauftragte Miriam Koch begrüßen die Gäste

Viele Flüchtlinge dürften in Mietwohnungen umziehen

Mit Stand 30. April sind in der Landeshauptstadt Düsseldorf insgesamt 7.352 Geflüchtete in Gemeinschaftsunterkünften untergebracht. Das sind 84 weniger als einen Monat zuvor. 207 Neuaufnahmen stehen 291 Abgänge aus den Gemeinschaftsunterkünften gegenüber. Die Zahl der Flüchtlinge mit verfestigtem Aufenthaltstatus, die sich also eine Wohnung in Düsseldorf suchen könnten, ist inzwischen auf 4.556 gestiegen.

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