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Ahmet Inci (1. Vorsitzender) und sein Vize Sadettin Bilkay freuten sich über die große Solidarität und sorgten sich zugleich darüber, "dass hier unnötig Öl ins Feuer gegossen wurde".

Düsseldorf Eller: CDU-Querschläger beschert Moschee-Gemeinde großen Andrang

Angesichts zahlreicher Übergriffe auf Muslime in Deutschland hat der Münchner Kardinal Reinhard Marx am Karfreitag die Christen zum Widerstand aufgerufen. Marx ermunterte die Gläubigen, mehr auf Nachbarn anderen Glaubens zuzugehen. Vorteile und Missverständnisse müssten überwunden werden. In Düsseldorf-Eller hatten zuvor die christdemokratischen Ratsmitglieder Christian Rütz und Dagmar von Dahlen gegen eine traditionelle Moschee-Einladung an Karfreitag gewettert. Der seit 15 Jahren an der Festenbergstraße von der dortigen Ditib-Gemeinde am Karfreitag gestartete Wohltätigkeitsbasar zeuge von „mangelndem Respekt gegenüber dem Christentum“, hatten Rütz und von Dahlen als Pressemitteilung verteilt (report-D berichtete).

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Heißer Tee und gute Gespräche: Die Moschee-Geemeinde in Düsseldorf Eller startete am Freitag ihr traditonelles, dreitägiges Fest.  

Besuch am Karfreitag bei der Gemeinde, die wegen ihrer angeblichen Karfreitagsstörung kritisiert worden war: Die beiden CDU-Politiker haben das Gegenteil dessen erreicht, was sie mutmaßlich im Sinn hatten. Rund 600 Gläubige kamen zum Freitagsgebet. Noch mehr nutzten den Auftakt des dreitägigen Festes, um gemeinsam etwas zu essen und miteinander zu reden. Abordnungen zahlreicher Düsseldorfer Moscheen besuchten das Fest in Düsseldorf Eller. Wie in den Vorjahren gab es keine Musik, keinen Alkohol, sondern Tee und Kaffee. Gegen 16.30 Uhr kontrollierten Mitarbeiter des Düsseldorfer Ordnungsamtes die Veranstaltung. Nach Angaben des Moschee-Vorstandes bemängelten sie die Parksituation auf der Festenbergstraße.

Fröhlich und zugleich besorgt

Der 1. Vorsitzende des Trägervereins, Ahmet Inci, und sein Vize Sadettin Bilkay können die plötzliche Kritik der beiden Stadtteilpolitiker und Mitglieder des Düsseldorfer Stadtrates nicht nachvollziehen. Denn in den Vorjahren feierten Rütz und von Dahlen gerne mit, sagen sie. Ratsfrau von Dahlen hatte gegenüber report-D gesagt, sie habe dabei in persönlichen Gesprächen ihre Kritik an der Verletzung der Karfreitagsruhe geäußert.

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Gülay Ogünc verteilte selbstgebackenen Kuchen. Daneben gab es Herzhaftes vom Grill.

Auch wenn der Bezirksbürgermeister Wilhelm van Leyen (CDU) sofort nach Bekanntwerden der Vorhaltungen persönlich zur Moschee kam, um klarzustellen, dass seine Parteifreunde lediglich ihre persönliche Meinung geäußert hatten – der Anraunzer traf die Moschee-Gemeinde in einer Zeit, in der das deutsch-türkische Verhältnis kompliziert ist, im Norden Syriens eine Militäraktion der Türkei gegen die Kurden läuft und deutsche Rechtspopulisten gegen die vermeintliche Invasion des Islam hetzen.

Schwierige Gemengelage

In dieser Gemengelage ist die Sache mit der guten Nachbarschaft – ganz konkret in Düsseldorf - schwer genug, auch ohne selbsternannte Christen-Retter. Am Samstag und Sonntag wird das Fest an der Festenbergstraße fortgesetzt, jeweils von 11 bis 19 Uhr. Wie in den Vorjahren sind alle herzlich eingeladen.

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