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Bereits im September 2016 zeigten die Bewohner von Eller klare Kante gegen Rechts

Düsseldorf Eller stellt sich gegen Rassismus und Neonazis

Nachdem sich am Dienstag (5.2.) unter Beteiligung vieler Bürger das Bündnis „Eller Tolerant und Weltoffen“ gegründet hat, gibt es am Samstag (9.2.) bereits die erste Veranstaltung gemeinsam mit vielen weiteren Mitstreitern. Denn in Eller versucht sich eine rechte Gruppierung zu etablieren, die mit massivem Auftritt den Stadtteil vermeintlich „sicherer“ machen will. Das antifaschistisches Bündnis ruft zur Teilnahme an der Demonstration unter der Überschrift „Kein Platz für rechte Schläger in Düsseldorf-Eller und überall!“ auf. Treffpunkt ist um 13 Uhr auf dem Gertrudisplatz.

Neues Bündnis gegen Rechts

In dem neu gegründetem Bündnis „Eller Tolerant und Weltoffen“ engagieren sind Bürger,Kirchengemeinden, Parteien, Schulen Jugendzentren, Initiativen und Organisationen. Das breite gesellschaftliches Bündnis wendet sich gegen die zunehmende Präsenz der rassistischen Szene in Eller. Seit einiger zeit spazieren Mitglieder der „Bruderschaft Deutschland“, zum Teil mit mehreren Dutzend Teilnehmern, durch den Stadtteil. Einheitlich dunkle Kleidung, auf der eine drohende Faust und die Aufschrift „Bruderschaft Deutschland“ zu erkennen ist, weist die Gruppe aus. Bereits in anderen NRW-Städten führt die Bruderschaft Deutschland, die eine deutliche Nähe zu Rechtsextremen aus verschiedenen Gruppierungen hat, ihre Spaziergänge durch. Das Bündnis „Eller Tolerant und Weltoffen“ erklärt: „Wir wollen es nicht zulassen, dass Eller ein Tummelplatz für Rassisten wird. Unser breites Bündnis gegen diese Entwicklung zeigt, dass die Bevölkerung insgesamt sich für Toleranz und Weltoffenheit in Eller einsetzt. In Düsseldorf ist kein Platz für Rassismus. Wir brauchen weder rechtsradikale „Ordnungshüter“ noch rassistisches Gedankengut. Garath hat gezeigt, wie erfolgreich ein breiter Widerstand aus der Bevölkerung sein kann. Wir werden nicht zulassen, dass die „Bruderschaft“ und andere rassistische Organisationen sich in Eller breitmachen. Sie werden auf breiten gesellschaftlichen Widerstand stoßen.“

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Mit Fotos in den sozialen Netzwerken versuchen die Mitglieder der Bruderschaft ihre vermeintliche Stärke zu demonstrieren
Schon jetzt erleben Antifaschisten in Eller die Gegenwehr der Rechten Szene unter anderem in Kommentaren in sozialen Netzwerken. Um so wichtiger ist es, gemeinsam am 9. Februar 2019 auf die Straße gegen Rassismus und Neonazis zu gehen. Dein Einschüchterungsversuche der „Bruderschaft Deutschland“ müssen in den Anfängen erstickt werden, damit sie ihre rechten Umtriebe und ihr völkisches Weltbild nicht weiter verbreiten und Angsträume schaffen.

Ein breites bürgerschaftliches Bündnis will am Samstag, 9. Februar, ab 13 Uhr auf dem Gertrudisplatz ein Zeichen setzen, damit sich Neonazis, Hooligans und Rassisten zurückziehen.

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Gertrudisplatz Eller, 9. Februar, 13 Uhr

Dem Bündnis gegen Rechts haben sich bereits angeschlossen:
Antifaschistischer Arbeitskreis an der Hochschule Düsseldorf; i furiosi (Interventionistische Linke Düsseldorf); alles anders – antiautoritäre Gruppe (Düsseldorf); Antifaschistische Linke Düsseldorf; Barrikada Düsseldorf; Interventionistische Linke Düsseldorf [see red!]; TURN LEFT Düsseldorf; Antifa-Café Düsseldorf; Düsseldorf stellt sich quer (DSSQ); Allgemeiner Student*innenausschuss (AStA) der Hochschule Düsseldorf; Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB) Stadtverband Düsseldorf; Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Düsseldorf; Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der AntifaschistInnen (VVN/BdA) Kreisverband Düsseldorf und Landesverband NRW; Türkei Zentrum e.V. (Düsseldorf); Flüchtlinge willkommen in Düsseldorf e.V.; Mosaik e.V. - Zentrum zur Förderung des interkulturellen Dialogs in Düsseldorf und Umgebung; STAY! Düsseldorfer Flüchtlingsinitiative,
zakk – Zentrum für Aktion, Kultur und Kommunikation (Düsseldorf); SPD-Ortsverein Düsseldorf-Eller; Jusos Düsseldorf; DIE LINKE.Kreisverband Düsseldorf; Die Linke.Ratsfraktion Düsseldorf; Hochschulgruppe Die Linke.SDS Düsseldorf; Linksjugend [’solid] Düsseldorf; Bündnis 90/Die Grünen Düsseldorf; Susanne Ott und Holger-Michael Arndt (BV 8-Abgeordnete Bündnis90/DieGrünen); Junge Grüne Düsseldorf; Die PARTEI Kreisverband Düsseldorf; DKP Düsseldorf; DKP Gerresheim; MLPD Düsseldorf; Rebell Düsseldorf; Autonomes Frauen*-Referat an der Hochschule Düsseldorf; fiftyfifty (Düsseldorf); Jugendberufshilfe Düsseldorf gGmbH; AK „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ am Riehl-Kolleg (Düsseldorf-Eller); BSV (Bezirksschüler*innenvertretung) Düsseldorf; Rock gegen Rechts Düsseldorf; CSD Düsseldorf; SJD - Die Falken Düsseldorf; Dissidenti Ultra; Dangermouth FC; Antirasisters; Hypers 2001; F95.Antirazzista; NaturFreunde Düsseldorf; Ökokonzept GmbH (Düsseldorf); internationale sozialistische Organisation (iso) Ortsgruppe Düsseldorf; SDAJ Düsseldorf; Attac Düsseldorf; Motorradclub Kuhle Wampe; Antifaschistische Aktion Neuss; Antirassistische Intervention Duisburg; [AALEV] – Antifaschistische Aktion LEVerkusen; Köln gegen Rechts; Rheinisches antifaschistisches Bündnis gegen Antisemitismus (RABA Köln); Antifaschistische Organisation Bonn AO[BN]; Junge Antifa Bonn; Antifaschistische Linke Bochum; Antifaschistische Aktion Bochum; Gruppe junger Antifaschist*innen Bochum; Autonome Antifa 170 – antifaschistische Gruppe aus Dortmund; Diskursiv Aachen; Tacheles e.V. (Wuppertal); Antifa Solingen; Essen stellt sich quer; Initiative Keupstraße ist überall (Köln).

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