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D_Friedrichs_Rikscha_20190615

Sie nennen sich "Triumsvirad" und bringen ihre Passagiere ohne Co2-Fußabdruck durch Düsseldorf: Beim Fest der Friedrichs gab es kostenlose Rikscha-Rundfahrten.

Düsseldorf Friedrichstadt: Hier bekamen Fahrräder den Segen und Radler das Craft-Bier

Zum Auftakt gab es erst einmal den Segen – für Fahrräder und ihre Nutzer: Pfarrer Stefan Pörtner von St. Peter schlug sein Kreuz über die anwesenden Drahtesel plus Treiber. Böse Zungen könnten jetzt lästern: Wer mit dem Fahrrad die Friedrichstraße nutzt, kann göttlichen Beistand gut gebrauchen. Zumal die Großbaustelle den frisch eingerichteten und lautstark von der Stadt gefeierten Radweg nach bester Düsseldorf-Manier belegt. Radler werden brutalst in den Autoverkehr abdrängt. Doch solche Häme war nicht angesagt am Samstag: „Wir haben den Radweg! Wir haben die Läden! Wir haben Musik!“ – lautete das Motto auf dem Kirchplatz.

Die Friedrichs verbreiteten eine chillige Atmosphäre, von der sich im Laufe der Zeit immer mehr Passanten anstecken ließen. Sie blieben einfach an Ort und Stelle. Genossen die beiden erstklassigen Live-Musiker Julika Elisabeth an den Keyboards und Danny Lattendorf an der Gitarre. Gleich nebenan zog Radbarbier André – so nennt sich ein hipper Frisör – seinem Kunden Oliver eine 1A-Party-Tolle für den Samstagabend. Die Stadtwerke waren mit ihren Eddy-Stromrollern angerollert, es gab Hollycraft-Craftbier zu trinken und beim Gewinnspiel ganz nebenbei einen Luxus-Chronographen oder einen Reisegutschein oder Schuhe zu gewinnen.

D_Friedrichs_Andre+Guido_20190615

André schneidet, kämmt und fönt - und Guido genießt. Der Rad-Barbier gehört mit seinem Open-Air-Salon zum Kirchplatz-Fest. Ansonsten trifft man ihn in der CutCorner, Karolingerstraße 1.

Hart an der Grenze zur Gentrifizierung – aber mit dem Bücher-Bulli der Mayerschen Buchhandlung und Likörchen vom Szene-Shop Unlicht entstand eine echt coole Großstadtstimmung. Unaufgeregt. Jung. Und sexy. Dazwischen tobten Kleinkinder, die vor Wonne quietschend eine Fahrrad-Rikscha erkundeten oder einen Dackel mit seinem Lieblingsball müde machten. Kurz: Eine Straßenatmosphäre, die es so nur hier gibt: auf dem Kirchplatz.

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Selbst die Mayersche Buchhandlung gab sich hipp - mit einem Bücher-Bulli.

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