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Die Planungen für den Umbau und die Modernisierung sollen nun konkreter werden

Düsseldorf Gerresheim: 18 Millionen Euro vom Land für den Ausbau des Bahnhofs

Wirklich laut ist der Jubel der Gerresheimer*innen am Dienstag (29.12.) nicht, obwohl das NRW-Verkehrsministerium mitgeteilt hat, die Modernisierung und den Ausbau des Gerresheimer Bahnhofs mit 18 Millionen Euro zu unterstützen. Denn die Interessengemeinschaft „Gerresheim-Süd verbinden“ kämpft bereits seit dem Jahr 2008 für eine solche Maßnahme. Viel war ihnen versprochen worden, doch passiert ist bisher nichts. Nun scheint die anstehende Wohnbebauung des Glasmacherviertels die Priorität positiv beeinflusst zu haben. Immerhin sollen die Planungen nun konkretisiert werden.

31 Millionen Gesamtkosten – nach Plan

Auf 31 Millionen Euro wird das Projekt „Gerresheimer Bahnhof“ veranschlagt. Die beinhaltet die Modernisierung des Bahnhofs inklusive Ausbau einer Personenunterführung, die auch von Raffahrern genutzt werden kann. Mit 18 Millionen Euro fördert das NRW-Verkehrsministerium das Projekt. NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst sieht darin den Ausbau zu einer moderne Verkehrsstation.

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So sauber sehen die Treppen und der Gang normalerweise nicht aus – hier die Fotos nach einer Aktion am Dreck-weg-Tag

Planungen sollen konkreter werden

Die Stadt Düsseldorf freut sich über die Entscheidung des Verkehrsministeriums. Vorgesehen sind bei dem Projekt ein barrierefreier Ausbau mit Aufzügen, die Absenkung der Bahnsteige sowie der Bau einer neuen, neun Meter breiten Personenunterführung für Fußgänger und Radfahrer. "Damit wird eine Verbindung zwischen dem Wohnquartier ‚Glasmacherviertel‘ und dem südlichen Gerresheim geschaffen und eine Lücke im Radverkehrsnetz zwischen Vennhauser Allee im Süden und Torfbruchstraße/Morper Straße im Norden geschlossen. Der Verbindungstunnel muss nun ausführungsreif, konstruktiv durchgeplant und mit dem Projekt der Brücke und der Aufzüge am Gleiskörper technisch präzise zusammengebracht werden," erklärt Verkehrsdezernentin Cornelia Zuschke.

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Der symbolische Spatenstich am 1. April 2013 der Interessengemeinschaft – passiert ist seitdem nichts

Du kommst aus Gerresheim, wenn ...

Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller: "Ein moderner und barrierefreier Bahnhof Gerresheim ist nicht nur ein wichtiger Baustein, den ÖPNV attraktiver zu machen, sondern auch ein wichtiger Beitrag zur Stadtentwicklung und zum Ausbau des Radverkehrs. Und endlich wird dann auch die nur gut zweieinhalb Meter breite Unterführung, die von vielen Mitmenschen als 'Angströhre' empfunden wird, der Vergangenheit angehören und durch eine neun Meter breite Unterführung für Fußgänger und Radfahrer ersetzt!“. Dem wird die Interessengemeinschaft „Gerresheim-Süd verbinden“ zustimmen. Vielleicht wird dann irgendwann der Spruch „Du kommst aus Gerresheim, wenn du es gelernt hat, 30 Meter im Bahnhofstunnel die Luft anzuhalten“ der Vergangenheit angehören. Die aktiven Bürger*innen engagieren sich seit Jahren für den Ausbau. 2013 versuchten sie mit einem symbolischen Spatenstich Bewegungen in die Planungen zu bringen – ohne Erfolg. Damals war die Maßnahme in der Bezirksvertretung vorgestellt worden, mit Umbaukosten von 3,5 Millionen Euro.

Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) übernimmt 4,5 Millionen Euro für den Ausbau der Bahnsteige. Der Stadt Düsseldorf entstehen Kosten von mindestens 8,5 Millionen Euro.

Verkehrsknotenpunkt

Am S-Bahnhof Gerresheim halten die S-Bahnlinien 8, 28 und 68. Rund 6.200 Menschen pendeln täglich mit den Bahnen. Am Vorplatz besteht die Umsteigemöglichkeiten zur Stadtbahn-Linie U73 und den Buslinien 730, 736, 737, 781 und M1. 150 Fahrzeuge finden derzeit auf dem P&R-Parkplatz Platz.

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