Politik Stadtteile

D_Hamm_BI_201704

Bereit, für ihren Stadtteil zu kämpfen: Die Bürgerinitiative "Rettet Hamm"

Düsseldorf Hamm: Tiefes Misstrauen gegenüber den Stadtplanern

Plötzlich ist da der Eintrag der Stadt auf dem Grundbuch. Er schränkt die Möglichkeiten ein, das Land zum Bestpreis zu verkaufen oder es als Sicherheit für ein kurzfristige Darlehen zu geben, so klagt ein Grundstückseigentümer aus Hamm: „Die Stadt hat uns nicht vorab informiert.“ Für die rund 4000 Bürger von Hamm passt das ins Bild. Es steigert ihr Misstrauen gegenüber der Stadt Düsseldorf. Deshalb haben sie jetzt „Rettet Hamm“ erneut gegründet – eine Bürgerinitiative, die schon 1984 im Kampf um die Scholle erfolgreich war.

Sie wirft der Stadt Düsseldorf vor, ein falsches Spiel mit den Anwohnern von Düsseldorf Hamm zu betreiben: „Nach dem Dialogverfahren hatten wir gemeinsam mit den Stadtplanern einen Kompromiss erarbeitet“, sagt Beate Plenkers-Schneider. „Doch davon ist in der neusten Überarbeitung der Stadt Düsseldorf nichts übrig geblieben.“

Gegen Wohnblöcke in Hamm

Bis zum 30. April haben die Anwohner eine erste Gelegenheit, zu den Plänen Stellung zu nehmen. Es sollen neue Wohnquartiere mit rund 300 Wohneinheiten entstehen. Zum Teil in Mehrfamilienhäusern. Gegen solche Wohnblocks richtet sich der Unmut. Und dagegen, dass die Planung den Geschäftsinteressen von Bauträgern in die Karten spielt, die leblose Viertel à la Einbrungen oder Itter auf die grüne Wiese der Düsseldorfer stellten“.

"Faxgerät stand nicht still"

Die Geräte brummten stetig, wie die Leiterin des Düsseldorfer Planungsamtes, Ruth Orzessek-Kruppa gegenüber report-D sagte: „In den letzten Tagen stand unser Faxgerät nicht still.“ Sie bestätigt auf unsere Nachfrage auch, dass die Stadt Düsseldorf Grundbuch-Einträge vorgenommen hat. „Dies geschah im Rahmen des Umlageverfahrens. Allerdings sind alle Betroffenen von uns darüber informiert worden. Heimlich habe die Stadt niemandem etwas ins Grundbuch eingetragen".
Die Stadt will nun sämtliche Einsprüche prüfen und berücksichtigen. Dann werde es veränderte Pläne geben, auf deren Basis weiter diskutiert wird. WANN das sein wird konnte sie noch nicht sagen.

Zurück zur Rubrik Stadtteile

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Stadtteile

D_Stechpalme_Schloss_25042021

Zum internationales Tag des Baumes am 25. April hat das Düsseldorfer Gartenamt im Schlosspark Garath den Baum des Jahres 2021 gepflanzt: Die Stechpalme (Ilex aquifolia).

D_Trippelsberg_Transporter_23042021

Die Empörung der 150 Teilnehmer*innen an der Fahrrad-Demo am Freitagnachmittag (23.4.) in Holthausen war groß. Zu offensichtlich scheinen Stadt und Verwaltung die Interessen der Wirtschaft höher zu priorisieren, als die Sicherheit der Radfahrer*innen. Der als Vorzeigeprojekt vorgestellte geschützte Radweg entlang der Straße Am Trippelsberg könnte schon längst fertig sein. Aber die Stadt hat das Projekt gestoppt, angesiedelte Firmen sollen nicht verärgert werden.

D_Erinnerung_Schlüter_11042021

Am 11. April 1945 wurde das KZ Buchenwald befreit. In Aussicht auf die sich nähernden amerikanischen Truppen rebellierten die Häftlinge und organisierten den erfolgreichen Widerstand. In Düsseldorf gab es zwischen 1942 und 1945 Außenlager des KZ Buchenwalds. Im Rahmen des Projekts „Erinnerungszeichen KZ-Außenlager“ der Mahn- und Gedenkstätte wurde von acht Düsseldorfer Schulen die Standorte der Außenlager durch Gedenkzeichen kenntlich gemacht. Am Gedenkzeichen an der Schlüterstraße, dem ehemaligen Standort des Außenlagers Berta I, gedachte der Ortsverband Flingern/Düsseltal der Linken Düsseldorf und interessierte Bürger*innen am Sonntagmittag (11.4.) der Befreiung vor 76 Jahren.

report-D: Social Media / RSS

Bildergalerien von report-D

SONDER-
VERÖFFENTLICHUNG