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Der Ausbau des Godorfer Hafen ist endgültig gestoppt, Foto: report-k

Düsseldorf Holthausen: Initiative Hafenalarm begrüßt Kölner Ratsbeschluss gegen den Bau eines Containerhafens Godorf

Dreißig Jahre lang hat das Aktionsbündnisses Köln Godorf gegen den Bau eines Containerhafen gekämpft und sich für den Erhalt der Sürther Aue als Naturschutzgebiet eingesetzt. Mit Erfolg, denn der Kölner Stadtrat hat in seiner Sitzung am 26.9.2019 seinen Beschluss für den Ausbau des Godorfer Hafens aufgehoben. Das freut die Initiative Hafenalarm, die sich seit Jahren in Düsseldorf dafür einsetzt, dass der Hafen Reisholz nicht zu einem multimodalen Mehrzweckhafen erweitert wird. Die Bedenken sind die gleichen wie in Godorf.

Köln hat Pläne aufgegeben

Was die Kölner RatspolitikerInnen mittlerweile eingesehen haben, ist in Düsseldorf immer noch in der Schwebe. Denn nach einem gemeinsamen Antrag von CDU, Bündnis 90/Die Grünen, FDP und der Ratsgruppe GUT beschloss der Kölner Rat in der vergangenen Woche die Beendigung des planungsrechtlichen Verfahrens Hafenausbau Godorf. Die „Sürther Aue“, mit einer Fläche von 344.000 Quadratmetern, soll als Naturschutzgebiet nachhaltig gesichert und stattdessen der Niehler Hafen optimiert werden. „Das in 2011 eingeleitete B-Planverfahren zum Ausbau des Godorfer Hafens beruhe auf Annahmen, die heute so nicht mehr gelten“, heißt es in der Begründung. „Die von Befürwortern als Begründung für den Hafenausbau seit Jahrzehnten behaupteten Wachstums-und Rentabilitätsprognosen haben sich in der Realität nie bewahrheitet“ und „die ursprüngliche These einer „100-Prozentigen-Auslastung des ausgebauten Hafens vom ersten Tag der Betriebsaufnahme“ halten heutzutage nicht einmal hartnäckige Befürworter aufrecht“ sind die Aussagen, die die PolitikerInnen in ihrem Entschluss bestärkten.

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Die Bürgerinitiative Hafenalarm kämpft dafür, dass der Reisholzer Hafen nicht ausgebaut wird

Beifall aus Düsseldorf

Die Bürgerinitiative Hafenalarm beglückwünscht die Aktionsgemeinschaft contra Erweiterung Godorfer Hafen und die Kölner BürgerInnen zu diesem Ratsbeschluss. Bürgerverbände und Naturschutzverbände hatten sich gemeinsam erfolgreich gegen die Pläne der Investoren und wechselnder Stadtratsmehrheiten gestellt. Das Kölner und das Düsseldorfer Aktionsbündnis haben sich regelmäßig über die akteullen Entwicklungen ausgetauscht. Denn zwischen Godorfer und Reisholzer Hafen gibt es zahlreiche Parallelen. Beide kleinen Häfen liegen in Naturschutzgebieten, die durch einen Containerterminal zerstört würden. Im Jahr 2012 wurden für Reisholz Containerverkehrzahlen prognostiziert, die mittlerweile überholt erschienen. Die Bürgerinitiative Hafenalarm betont, dass ein lokaler Bedarf nicht zu beweisen und der Zuwachs an LKW-Verkehr für die Bürger nicht hinnehmbar sei. Im Hinblick auf den in Düsseldorf ausgerufenen Klimanotstand müssten die Containerterminalpläne im Hinblick auf ökonomische und ökologische Aktualität überprüft werden.

Weitere Informationen

Am Montag (7.10., um 19:30 Uhr) lädt die Bürgerinitiative Hafenalarm zu ihrer monatlichen Versammlung in den Pfarrsaal in Itter, Am Broichgraben 73, Kleinen Saal im 1. Stock, ein.

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