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Kein neuer Eigentümer - nun will die Stadt selbst den baufälligen Guthof Niederheid sanieren: Oberbürgermeister Thomas Geisel, Pferd Timmi und Pächterin Christina Tschorn, deren Therapeutisches Reiten in Niederheid bleiben soll.

Düsseldorf Holthausen: Stadt will Gut Niederheid nun selbst renovieren – Oberbürgermeister Geisel besucht Christina Tschorn

Oberbürgermeister Thomas Geisel hat am Sonntag (26.7.) versichert, dass Christina Tschorn ihr Angebot eines Therapeutischen Reitens auf dem Gutshof Niederheid in Düsseldorf Holthausen aufrechterhalten kann. Seit zehn Jahren arbeitet Pächterin Tschorn ohne zu wissen, was die Zukunft bringt. Auch die jüngste städtische Ausschreibung endete ergebnislos. „Wir sind mit keinem der beiden ernsthaften Interessenten zusammengekommen“, sagte Geisel. Neuer Plan: Die Stadt als Eigentümer will ihre in weiten Teilen baufällige Gutanlage selbst sanieren und kümmert sich zuvor um ein Nutzungskonzept. Angedacht sind ein Kindergarten und die Einrichtung von Ateliers, sofern der Denkmalschutz mitspielt. Diese Pläne sollen dem Rat der Stadt düsseldorf vorgestellt werden. Christina Tschorn bedankte sich: „Ich habe einen schönen Sonntag.“

CDU-Brief und besorgte Unterstützer

Vor der Gutanlage wartete die CDU auf Oberbürgermeister Geisel – mit einem offenen Brief zum Erhalt des Reitangebots. Während Geisel mit seiner Frau Vera eine Runde ums Gehöft drehte, wurde eine Brot-Spende für die sieben verbliebenen Reittiere abgegeben. Das Angebot von Christina Tschorn hat viele Unterstützer. Alle zusammen ärgert die seit zehn Jahren währende Hängepartie.

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Malerisch gelegen, aber baufällig: Für Gut Niederheid fand sich bislang kein neuer Pächter - nun will die Stadt Düsseldorf als Eigentümer selbst sanieren.

Zumindest wenn es nach dem Oberbürgermeister geht, soll sich das nun ändern. Bis zum nächsten Frühjahr will Geisel Jugendamt, Kulturamt, Bau- und Liegenschaftsamt soweit bringen, dass ein Nutzungskonzept für das Gut Niederheid steht. Dieses soll dann dem Rat der Stadt zur Entscheidung vorgelegt werden, damit die Sanierung des historischen Gemäuers beginnenkann. Wer erlebt, wie sich die genannten Ämter in anderen städtischen Liegenschaften beharken, der weiß: Ohne ein Machtwort des Oberbürgermeisters wird der Zeitplan kaum zu halten sein.

"Immer neue Bedingungen"

„Eigentlich wollten wir die Anlage einem privaten Nutzer in Erbpacht übergeben“, berichtete Geisel am Sonntag. Für die Gebäude habe man keinen Cent verlangt. Doch es gab zwei Bedingungen: Die Sanierung unter Denkmalschutzauflagen. Das ist teuer – bietet dem Ausführenden aber auch eine Reihe steuerlicher Vorteile. Und: Das Angebot von Christina Tschorn sollte erhalten bleiben. „Doch zuletzt wurden von den Interessenten immer neue Forderungen und Bedingungen an die Stadt gestellt. Da konnten wir nicht zustimmen“, erzählte Geisel.

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Die Shetland-Ponys gehören zum Angebot des Therapeutischen Reitens.

Und nun soll das Experiment starten: Sanierung auf eigene Kosten. Bezirksbürgermeister Karl-Heinz Graf (CDU) wies darauf hin, dass die Bezirksvertretung bereits 120.000 Euro für die Herrichtung der Scheune bereitgestellt habe. Ob dort Künstlerateliers eingerichtet werden können, hängt davon ab, ob der Einbau eines lichtdurchlässigen Daches möglich ist. Geisel: „Das muss man nun prüfen. Mir ist wichtig, dass hier Nutzer hinkommen, die zusammen passen.“

Angebot verändert

Christina Tschorn berichtete, dass sie sich künftig ganz auf das Therapeutische Reiten konzentrieren wolle. Entsprechende Kontakte zu den Schulen und Kindergärten bestünden bereits. Normale Reitstunden soll es nicht mehr geben. Zusätzlich gibt es Ziegen und Schafe für das Angebot eines Kinderbauernhofs. Durch die Corona-Auflagen können derzeit nur 15 statt früher 60 Kinder zum Ponyhof kommen.

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